27. Juni
2005

Podcasting

Immer wieder gibt es neue Trends – dabei stellt sich die Frage, ob man wirklich jede verrückte Idee mitmachen muss. Umgekehrt könnte man allerdings auch fragen: Warum eigentlich nicht?
Podcasting ist eine solcher Ideen. Auch wenn ich jetzt maßlos pauschalisiere, würde ich das ganze als Audio-Blog bezeichnen. Gut, das war vielleicht doch zu pauschal. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann danach googeln oder podcast.de anzurfen. Ein paar der Feeds habe ich schon in iTunes importiert, darunter auch den Feed Schlaflos in München von Annik Rubens – sehr zu empfehlen, nebenbei gesagt

Da ich meine Stimme absolut grauenhaft finde (zumindest wenn ich sie selber höre), werde ich wohl nur konsumieren statt selber auf Sendung zu gehen. So gesehen geht der Kelch, äh Trend an mir vorbei. Den einen oder anderen Podfeed werde ich aber gerne auf den iPod mini packen.

26. Juni
2005

Grenzen der Vorstellungskraft

Es gibt sehr sehr viele Dinge, die ich mir vorstellen kann. Manche Sachen sind aber so absurd, die würde man sich bei normal gesundem Verstand niemals vorstellen. Die stehen dann in der Zeitung und haben sich wirklich ereignet. Folgendes war gestern in der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift Eltern empören sich über Regenbogenbilder zu lesen:

Ein Regenbogen auf der Kindergartenzeichnung einer Vierjährigen hat in den USA für Aufregung gesorgt. Der Regenbogen sei ein Symbol der Homosexuellenszene, klagten besorgte Eltern in Geneva im Bundesstaat New York laut Pressebericht. Der Kindergarten hat sich für den Vorfall entschuldigt und umgehend die Zahl der Farben bei seinen Stiften limitiert.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich darüber lachen oder weinen soll.

25. Juni
2005

Lebendwäsche

Normalerweise wird hie bei den Boley’s die Wäsche ganz klassisch gewaschen, nämlich mit und in einer Waschmaschine. Heute habe ich eine Hose und ein Hemd mal etwas anders gewaschen. Das liegt nicht daran, dass Nadine zur Zeit nicht da ist, sondern eher daran, dass ich die Zeichen an der Wand bzw. am Himmel nicht gesehen habe und ohne Regenschirm in der Stadt war. Auf dem Rückweg wurde es immer dunkler. Kurz vor der Haltestelle, an der ich aussteigen musste, regnete es dann in Strömen. Ich hätte nie gedacht, dass man in zwei Minuten wirklich komplett nass werden kann. Unterstellen hätte auch nicht geholfen, zumal in der Wohnung einige Fenster offen waren und das Tarp noch draußen hing. So durfte ich dann in dem Regenschauer auch noch das Tarp einpacken und hätte mir fast noch das Genick gebrochen – nicht weil die Steine auf der Terrasse so rutschig waren – das ist zum Glück nicht möglich – sondern weil die Kacheln im Badezimmer nicht nur nass waren, sonder das Badezimmer mehr oder weniger unter Wasser stand.

24. Juni
2005

Single Küche

Nadine ist übers Wochenende zu einer Freundin gefahren und ich stehe dadurch zum ersten Mal seit langer Zeit vor dem Problem, was ich mir koche. Besonders jetzt, wo das Wetter heiß und der Kopf träge ist, fällt es schwer, sich auf eine Menüplanung zu konzentrieren. Für heute hatte ich mir eine Käseplatte mit einem gut gekühlten Wein ausgedacht – was aber für morgen und was für Sonntag? Es sollte nichts sein, was man nicht allein aufessen kann.

Salat würde sich anbieten. Samstag einen Ruccola-Salat mit Kirschtomaten, Balsamico-Esssig und Rindfleischstreifen. Für Sonntag Bulgur und Lamm. Hört sich eigentlich ganz gut an – Zeit also, am Samstagmorgen die neue Feinkostabteilung bei Karstadt zu testen und gegebenenfalls noch zum Markt zu gehen – für Erdbeeren oder anderes frisches Zeug….

23. Juni
2005

Klimaschock

Morgens, kurz vor acht. Außentemperatur bei 18 Grad. Den ganzen Tag über in einem klimatisierten Gebäude verbracht. Nachmittags, 16 Uhr. Die Sonne brennt bei 31 Grad. Der Übergang läst sich treffend mit einem Wort zusammenfassen: Uff!

22. Juni
2005

CDU Brause

Eine neue CDU-Regierung wird dafür sorgen, dass die Besserverdienenden in Saus und Braus leben können. Dazu ist vorgesehen, den Spitzensteuersatz zu senken. Da das Ganze ja auch irgendwie finanziert werden muss, hebt man gleichzeitig die Mehrwertsteuer auf 20% an, wobei auch die Ausnahmeregel für Lebensmittel, Zeitschriften und Bücher abgeschafft wird. So wird die Finanzierung des Luxus weniger von allen fairerweise getragen. Mein Vorschlag dazu wäre, die Sektsteuer abzuschaffen, damit CDU und Spitzenverdiener ausgiebig die Abschaffung christlicher und sozialer Werte feiern können, bevor sie das Licht am untergehenden Standort Deutschland ausmachen und mit ihrer Yacht in die nächste Steueroase entfliehen, während dem Harz IV Empfänger nur noch der Strick bleibt.

21. Juni
2005

Unglaublich

Heute in Gütersloh. Nach einem anstrengendem Tag dachte ich, im Bus Richtung Bahnhof sitzend, es wäre eine gute Idee, mal eben mit Nadine zu telefonieren. Nach einiger Zeit bekam ich vom Busfahrer die Aufforderung, doch bitte das Handy auszuschalten. Tatsächlich hing auch im Bus ein Handyverbotsschild – warum das da hing, leuchtet mir jedoch nach wie von nicht ein, da ich ja nicht den Bus fahre (in diesem Fall wäre ein Verbot sicherlich passend). Wahrscheinlich hat der Busfahrer in dem Moment, wo er mich zurecht gewiesen hat, sich zumindest für einen kleinen Moment größer und wichtiger gefühlt – durchrauscht vom Gefühl der Macht .

20. Juni
2005

IHK Rechnung

Obwohl ich ja eigentlich nicht an der Prüfung teilgenommen habe, war die IHK so frei, mir eine Rechnung über 225 Euro zu schicken. Was mich am meisten an der Sache geärgert hat: Die Rechnung ging noch an die alte Adresse, obwohl ich bereits drei mal der IHK mitgeteilt habe, dass ich umgezogen bin und das zukünftig der Schriftverkehr über die neue Adresse laufen soll. Irgendwie bestätigt die IHK mein Bild, was ich von ihr hatte – von einem zutiefst bürokratischen deutschen Verein mit zweifelhafter Rechtsgrundlage (wenn man den gegen die Zwangsmitgliedschaft klagenden Unternehmern glaubt).

19. Juni
2005

ebay und Reichtum

Langsam wird mir klar, warum es ebay in Bezug auf den Umsatz mehr als gut geht. Heute habe ich eine Rechnung bekomme über 4,30 Euro. Dabei habe ich nur einen Artikel für 40 Euro verkauft. Ich sollte mich beim nächsten Mal vorher schlau machen, was an Gebühren auf mich zukommt. Auf jeden Fall lohnt es sich wohl kaum, neuwertige Konsolenspiele bei ebay zu verkaufen – zumindest nicht für den Verkäufer.

18. Juni
2005

Dunkle Schatten

Heute hab ich beim Zähne putzen festgestellt, dass sich ein Weißheitszahn ungesund dunkel verfärbt hat. Schluck! Das bedeut nichts Gutes – ein Termin beim Zahnarzt ist eh schon fällig. Der wird dann vermutlich das bestätigen, was ich befürchte.