7. Juli
2005

London calling

Der Text dieses Liedes hatten die Attentätern wohl kaum auf den Lippen gehabt, als sie heute in London vier Bomben gezündet haben. Bei den Anschlägen auf öffentliche Verkehrsmittel gab es über 30 Tote und etwa 700 Verletzte. Nicht unwahrscheinlich soll es sein, dass die Attentäter aus radikal-islamistischen Kreisen stammen. Beweise dafür liegen jedoch zur Zeit noch nicht vor.

Erreicht haben die Attentäter auf jeden Fall, dass der Verkehr in London für Stunden zum erliegen kam und die Aufmerksamkeit und Anteilnahme der Welt auf London richtet. Meine Anteilnahme gilt den Opfern und Angehörigen – ohne Einschränkung und ohne den hämischen Kommentar einer Amerikanerin, die meinte, das die Londoner jetzt wissen, wie sie die Amerikaner nach dem 11. September gefühlt haben.

Offen bleibt die Frage, mit welchen Sicherheitsmaßnahmen solche Anschläge in Zukunft verhindert werden könne, oder ob wir uns damit abfinden müssen, dass dies zum allgemeinen Lebensrisiko gehört. Die Frage ist auch, wie viel Freiheit wir opfern wollen, um die Sicherheit zu erhöhen. Je stärker wir jedoch uns einschränken, desto mehr unterwerfen wir uns dem Diktat der Terroristen. Ein Abschaffung der Demokratie und die Errichtung eines Polizeistaates würde vielleicht mehr Anschläge verhindern, aber es wäre nicht unwahrscheinlich, wenn gerade das das Ziel der Terroristen wäre – unsere demokratische Gesellschaft bekämpfen und uns selbst dazu zu bringen, dass sie wir sie abschaffen.

Sicher, ich habe auch kein Patentrezept, nur Angst wie die meisten anderen Menschen. Wenn uns aber Härte nicht weiterbringt, sollten wir zumindest mal darüber nachdenken, welche anderen Wege uns noch offenstehen.

6. Juli
2005

Foto bitte hier einfügen

Mal wieder über Umwege bin ich über eine nette Seite gestolpert: polaroidonizer. Durch ein PHP-Skript werden Bilder in Polaroid-Fotos umgewandelt. Eine nette Spielerei. Das hat mich auf die Idee gebracht, ein Polaroid in meinem neuen Design unterzubringen – allerdings hab ich das mit Fireworks selber gemacht, da ich natürlich noch ein paar Extrawünsche hatte.

Eigentlich wollte ich ja auch darüber schreiben, wie ich auf die Seite gestoßen bin. Bei iTunes hab ich mittlerweile einige deutsche Podcasts im Abo. Auf der Suche nach neuen bin ich dann auf den Podcast von Matthias Schlecker gestoßen. Beim laden gab es allerdings Problem mit iTunes. Es sieht so aus, als ob Matthias nur einen RSS-Feed seiner Webseite The Exit hat und sich iTunes deshalb daran verschluckt hat (warum der Feed in der Podcastliste von iTunes gelistet wurde, weiß ich nicht). Jedenfalls hat mich das dazu verleitet, mir die Webseite mal anzusehen und ein wenig zu stöbern. So bin ich dann über die URL vom Polaroid-o-nizer gestolpert.

5. Juli
2005

CSS Albtraum

Ich meine mich daran zu erinnern, dass ich letztes Jahr schon mal vor dem gleichen Problem gestanden habe: dem Versuch, mein Tabellenlayout zu ersetzten durch eine strikte Anwendung von Stylesheets. Wieder bin ich an der gleichen Hürde, die ich diesmal hoffentlich nehmen werde – auch wenn es viel Zeit kosten wird. Während mein 2-Spalten Layout unter Safari und allen anderen Browsern so aussieht wie geplant, verhält sich der Internet-Explorer völlig ungewöhnlich und zerlegt mein Layout. Irgendetwas muss ich übersehen haben. Das Bild zeigt die gleiche Webseite in Safari (oben) und im IE 6 (unten).

4. Juli
2005

GEMA Links

Laut einem Bereicht von heise.de hat die GEMA Provider zur Sperrung von Websites aufgefordert. Um unliebsame Inhalte (im Fall der GEMA Links auf Raubkopien) zu unterdrücken, sollen die Zugangsprovider auf DNS-Ebene die Anfragen blockieren. Ein sehr schönes Zitat dazu gibt es von Oliver Süme, Vorstand für Recht und Regulierung bei eco:

Die Zugangsprovider sind nicht die Hüter des Internets, die auf Zuruf die privaten oder wirtschaftlichen Interessen Dritter durch Zulassen oder Abschalten von Internetangeboten bedienen. Damit würden einer Inhaltskontrolle des Internets sämtliche Türen offen stehen.

Das fasst im wesentlichen alles zusammen. Abgesehen davon kann man sich auch die Frage stellen, was passieren würde, wenn die Provider dem Ansinnen der GEMA nachkommen würden. Vor der Bundestagswahl könnte auch jemand auf die Idee kommen, Seiten bestimmter Parteien sperren zu lassen. Ich persönlich habe auch die Befürchtung, dass es noch etwas schlimmeres als eine Sperrung gibt. Dazu zählt für mich die Filterung und Umschreibung. Soweit ich mich erinnere, gab es mal ein Projekt an einer deutschen Universität mit einem Proxiserver, der so konfiguriert war, dass er Artikel aus dem Spiegel aus dem Hochdeutschen in Dialekt umgesetzt hat. Was man mit solcher Technik alles anstellen könnte, geht weit über das plumpe Sperren von Seiten hinaus.

Um wieder zurück auf das eigentlich Thema zu kommen – sehr schön fand ich auch den Kommentar eine Lesers bei heise.de, der meinte, dass in der Zukunft die GEMA auch die Schließung von Schulen beantragen würde, da dort auch illegal gebrannte CD’s getauscht würden.

3. Juli
2005

Mitternachts-Shopping

Gestern gab es in Bielefeld das erste Mitternachst-Shopping bis 24 Uhr. Abgesehen von der Möglichkeit, noch mitten in der Nacht einkaufen zu könne (heh ich hab drei Bücher gekauft und wird den Kassenbon gut aufheben) gab es noch eine Aufführung des Himmelstheaters “Maudits Sonnants”. Auch wenn es nur schwer zu erkennen ist – das nebenstehend Bild war zumindest ein Versuch, einen Eindruck davon einzufangen. Allerdings muss man es wohl selbst erlebt haben, wie Artisten in 30 Meter Höhe zu einem lebendigen Glockenspiel werden. Anfangs sehr skeptisch hat es mich doch im weiteren Verlauf doch begeistert.

2. Juli
2005

Plan B

Bald feiert mein Blog sein zweijähriges Jubiläum. Was ursprünglich nur als Test angedacht war, um die Entwicklung von ein paar PHP-Skripten auszuprobieren, hat mittlerweile eine ziemlich Eigendynamik entwickelt. Seit mehreren Monaten habe ich mich nicht mehr zu bitEvolution geäußert. Langsam wird es Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Fest steht auf jeden Fall, dass der Blog weitergeführt wird. Noch nicht klar ist aber, ob mit einer neuen Version von bitEvolution oder mit einem anderem System. Um ganz ehrlich zu sein: ich habe momentan den Eindruck, dass mir der Programmieraufwand zu groß wird – zumindest zu groß, um ihn noch alleine zu bewältigen. Daher schaue ich mich nach Alternativen um. Sehr gut gefallen hat mir Word Press. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, wird aber sehr stark davon abhängen, ob ich alle alten Einträge importiert bekomme. In den nächsten Tagen werde ich mir daher die Importschnittstelle genau ansehen und probieren, ob ich meine bitEvolution Einträge damit importieren kann. Wenn das nicht geht, werde ich wohl doch selber weiter an bitEvolution arbeiten müssen, da ein Import von Hand bei fast 1000 Einträgen eher nicht in Frage kommt.

1. Juli
2005

Erfolgreich gescheitert

Noch Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die von ihm gestellte Vertrauensfrage erfolgreich verloren. Damit ist er seinem Wunschziel (vorgezogene Neuwahlen) einen Schritt näher gekommen. Gespannt darf man sein, mit welcher Musik die nächsten Schritte begleitet werden. Innerhalb von drei Wochen muss Bundes(unternehmer)präsident Horst “Farblos” Köhler entscheiden, ob er der Auflösung des Bundestages zustimmt oder nicht. Für den Fall, dass er der Auflösung zustimmt, haben einige “Abweichler” bei den Grünen und der SPD schon angedroht, eine Verfassungsklage einzureichen. Schließlich ist der Stuhl, auf dem sie sich so bequem eingelebt haben, bis 2006 für sie bestimmt und ihre Wiederwahl nicht wahrscheinlich. Zumindest bei einigen. In wie weit Schröders Neuwahlselbstbefriedigung verfassungskonform ist, spielt für mich persönlich keine übergeordnete Rolle. Was wirklich zählt ist, wie es mit Deutschland nach den Neuwahlen weitergeht und ob die neu gewählte Regierung tatsächlich so dumm sein wird, die Fehler der alten Regierung zu wiederholen. Mein Doppelstern der Hoffnung leuchtet zwar nur schwach und ich bin mir auch nicht sehr sicher, ob sein Licht wirklich so gesund ist, aber er ist eine Alternative. Würde diese Alternative mit 11% in den Bundestag einziehen, dürften die nächsten vier Jahre sehr spannend werden.

30. Juni
2005

Gleiche Meinung

Recht zu haben, kann manchmal sehr schmerzhaft sein. Die Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt hat zwar nichts beunruhigendes ergeben, dennoch war ich nach dem Termin nicht erleichtert. Das lag nicht an der halben PZR, die ich bekommen habe. Wer sich jetzt fragt, was PZR bedeutet: Professionelle Zahnreinigung. Genauso wie andere Abkürzungen beim Zahnarzt löst das immer wieder Unzufriedenheit aus. Kann man nicht so reden, dass es auch der Patient (=Kunde) versteht? Aber ich schweife wieder ab. Die halbe PZR habe ich aus zwei Gründen bekommen. Einmal um mir zu zeigen, dass es sich lohnt 65 Euro in eine PZR zu investieren und zum anderen, um Wartezeit zu überbrücken. Sozusagen als kleine Entschädigung, dass ich länger warten musste, obwohl ich einen Termin hatte – erstaunlich, so was ist mir bei einem normalen Arzt noch nie passiert, sollte aber durchaus Schule machen.

Nun aber zum Eigentlichen. Beunruhigt hat mich, dass mein Zahnarzt auch der Meinung war, dass ich zum Kieferchirurgen gehen und die Entfernung der unteren Weisheitszähne anvisieren sollte. Nicht wirklich gut. Aber jetzt kann ich es mir noch aussuchen, wann ich sie entfernen lassen will. Sollten sie sich tatsächlich mal entzünden, habe ich keine Wahl mehr.

29. Juni
2005

Untergetaucht

So ganz passt der Titel nicht. Es müsste unter Wasser gesetzt heißen. Zumindest ist es das, was ich mit der Küche gemacht habe. Bevor ich aber genauer auf das heutige Thema eingehe, fällt mir noch was zum Thema Euro ein. Das einmalige am Euro ist, dass man in Deutschland beim Bäcker mit einem Franzosen einen Amerikaner kaufen.

Gut, der war vielleicht etwas flach, aber nicht so schlüpfrig wie eine nasse Küche – und schon habe ich einen eleganten Bogen geschlagen zum eigentlichen Thema (oder auch nicht). Nach dem ich schon länger davon überzeugt bin, dass man(n) nichts sauber machen kann, ohne etwas anderes dreckig zu machen, würde ich heute noch zufügen, dass es Männern anscheinend nicht möglich ist, Geschirr zu spülen, ohne die halbe Küche unter Wasser zu setzten. Gut ich könnte mich jetzt rausreden damit, dass das Spülbecken einfach zu klein ist um einen Wok anständig darin sauber zu machen. Somit wäre also das Spülbecken schuld und nicht ich. Aber ich stehe zu meinen Fehlern (zumindest wenn man sie mit einem trockenen Lappen wieder beheben kann).

28. Juni
2005

Senseo

Man achte auf die Schreibeweise. Senseo nicht Sensei (weil das wäre japanisch und meint nicht die Kaffeemaschine von Phillips). Also gut, zur Sache. Wir haben uns eine neue Kaffeemaschine gekauft. O.K., ich muss dazu noch was vorweg erklären. Seit einigen Wochen schmeckt uns der Kaffee aus unserer geliebten Kaffeekanne nicht mehr – so ein Teil von Bodum, wo das Kaffeepulver reinkommt, heißes Wasser drüber und nach 5 Minuten der Prött (so nennt man das Zeug am Niederrhein) nach unten gedrückt wird. Keine Ahnung, woran das liegt. Vielleicht haben wir einmal vergessen, die Kanne sofort sauber zu machen und in dem Sieb hat sich was abgesetzt über das ich jetzt lieber nicht nachdenken möchte. Auf jeden Fall schmeckt der Kaffee nicht. Kann natürlich auch sein, dass wir mehrmals hintereinander einfach nur alten Kaffee erwischt haben, obwohl wir immer ganzen Bohnen (Tchibo Privat Kaffee) nehmen und selber mahlen. Da wir den Kaffee bei real,- kaufen, würde mich das nicht wundern.

Jetzt haben wir auch eine diese Kaffeemaschinen, die sich gut mit einem Drucker vergleichen lässt – ähnlich wie Druckerpatronen sind auch die Kaffeepads sau teuer. Macht aber nichts, da wir nicht sehr viel Kaffee trinken sondern meistens Tee. Bei geringem Verbrauch hat man so auf jeden Fall immer frischen Kaffee.

Auf jeden Fall schmeckt mir der Kaffee jetzt wieder. Zwar anders als vorher und wir werden sicher noch mal probieren, ob die klassische Methode nicht irgendwie doch wieder funktioniert, aber Kaffee aus der Senseo-Maschine schmeckt. Komischerweise sogar bei uns zu Hause besser als bei diversen Vorführungen. Ich vermute mal, dass das daran liegt, das wir entkalktes Wasser verwenden. Die in der Werbung versprochen Crema hat er zur Genüge.

Wir haben uns das abgebildete Modell geholt – die Farbe sprach uns an und erinnerte irgendwie an Produkte eines ganz anderen Herstellers …