Nach dem ich mich vor ein paar Tage bereist über das fehlende Talent anderer aufgeregt hatte, kann ich nun verkünden, dass ich mich mit meinem Entwurf durchgesetzt habe.
Als besonders Bonbon darf die junge Dame auch noch meinen Entwurf umsetzten dadurch das die gesamte HTML-Struktur von bereits fertiggestellt wurde, ist das mehr oder weniger nur kopieren und einfügen.
Die ersten Ergebnisse, die ich heute gesehen, lassen allerdings Schlimmes erahnen. Besser wäre es wahrscheinlich, wenn ich den Rest auch noch übernehme. Somit hätte ich zumindest die volle Kontrolle und muss nicht befürchten, dass mein Entwurf absichtlich verhunzt wird.
Trotz des eher frühlingshaften Wetters ist die Temperatur auf den Bürofluren um ein paar Grad abgekühlt. Man könnte sogar behaupten, die allgemeine Stimmung ist umgekippt. Ein paar Kollegen reagieren auch deutlich reservierter, wenn ich sie auf dem Büroflur grüße. Dadurch schmeckt mein Sieg bitter, da sich das Gift der Missgunst über ihn ergossen hat.
Vor einer Diskussion über sinnlose Gewalt müsste eigentlich eher die grundsätzliche Überlegung stehen, ob es auch sinnvolle Gewalt überhaupt geben kann. Diesen Einwand außer Acht lassend, werde ein Erlebnis meiner Spielfigur in Tunaria schildern, welches sich gestern zugetragen hat.
Kurz vor Spielende (natürlich wieder einmal EQOA) reiste nach Qyenos, um von dort aus schnell ein Pferd in die elfische Heimat zu nehmen. Ein Tumult beim Stallmeister erregte meine Aufmerksamkeit. Ein Gruppe von drei Spielern, die zu dem auch noch der “guten”Fraktion angehörten, griff den Stalljungen an und töte ihn. Nicht einmal, sondern mehrmals. Begründung für ihr Vorgehen:
Wir sind hier zu Hause – wir dürfen mit ihm machen, was wir wollen.
Eine Hinweis darauf, dass das eigentlich nicht alle Spieler dieses Vorgehen rundum positiv bewerten, brachte nur den typischen Kommentar Hast du ein Problem damit?antworten kann man auf so was nicht mehr.
Es sind nur Nichtspielercharakter in einer virtuellen Welt, die zu Tode gekommen sind. Niemand wird sich darüber aufregen, dass ohne ein Gesprächsversuch haufenweise Orks getötet werden. Die Reaktion und die Gleichgültig bei den Angriffen auf den Stalljungen sind jedoch erschreckend, zumindest für mich.
In einem Rollenspiel versucht man, in eine andere Rolle zu schlüpfen. Das bedingt, dass man sich auch so verhält, wie der Charakter sich in der Spielwelt verhalten würde. Ein Paladin würde niemals einen unschuldigen Menschen abschlachten. Tut er es doch, so ist der Spieler ein schlechter, wenn überhaupt, Rollenspieler. Wenn er kein Rollenspieler ist, schlüpft er nicht während des Spiels in eine andere Rolle und hat keine Empathie für andere. Ein vorsichtiger Schluss wäre, dass der Spieler den gleichen Verhaltensmuster auch im wirklichen Leben anheim fallen würde, wenn er keine Angst vor Sanktionen haben müsste.
Beim Zeichnen der Weltkarte für EQOA habe ich feststellen müssen, dass ich ohne Kenntnisse im Umgang mit dem Pfadwerkzeug in Illustrator nicht weiterkomme. Während ich sonst alles in Flash zeichne und da schon sehr geschickt im Umgang mit dem Freihandwerkzeug bin, fehlt mir genau dieses in Illustrator ganz deutlich. Auf der anderen Seite lassen sich Karten in der Form, wie ich sie haben möchte, nicht mehr in Flash zeichnen. Ich werde wohl in den sauren Apfel der Erkenntnis beißen müssen und mich näher mit Kurven, Tangenten und Ankerpunkten beschäftigen müssen. Damit werde ich dann wohl leider auch noch länger als geplant für die Karte brauchen.
Aber wie heißt es so schön: Katastrophen fangen mit “…mal eben…” an.
Für den Anwender der Spezies “Kann ich alleine” sind Handbücher nur dann wichtig, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist also ,wenn nichts mehr so läuft wie es soll. Jeder andere freut sich darüber, wenn er nicht rätseln muss.
Für denjenigen, der die Handbücher schreibt, ist das Ganze eine große Herausforderung, besonders dann, wenn man selber beispielsweise das Programm geschrieben hat, zu dem man die Dokumentation anfertige muss. Oft fehlt es schwer, die eigen Brille abzunehmen, um die Funktionsweise verständlich für alle zu erklären.
Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, mit dem seit heute verfügbaren Handbuch zu bitEvolution die Benutzung des Systems einfach, kurz und verständlich zu erklären.
In den letzten Tagen habe ich immer wieder Zeit investiert, um eine Weltkarte von Tunaria (EQOA) zu zeichnen. Das erste fertige Ergebnis sieht noch sehr mager aus. Wenn ich mir vorstelle, wie lange es noch dauern wird, bis die Karte fertig ist, wird mir ganz anders. Ich hoffe, dass diejenigen, die die Karte verwenden, die Arbeit zu schätzen wissen und das kein Schlaubi-Schlumpf auf die Idee kommt, sich daran zu bereichern.
Sicher könnte man fragen, warum ich das Ganze mache. Die Antwort ist banal einfach. Ich mache es gerne, ich helfe gerne und außerdem finde ich es prima, wenn meine Karte in den von vielen EQOA-Spielern zur Orientierung benutz wird – das üblich halt, warum de meisten Leute schreiben oder zeichnen.
In wenigen Tagen entscheidet sich, welchen Weg die deutsche Sprache in Zukunft gehen wird. Zur Diskussion stehen Freiheit oder Diktatur (nicht Diktat). Während früher die Duden-Redaktion die Entwicklung der Sprache und ihren Gebrauch beobachtet hat, um Veränderungen, die sich durchgesetzt hatten, aufzunehmen, geht die Entwicklung seit ein paar Jahren in eine andere Richtung.
Ursprünglich war die Absicht, das privatwirtschaftliche Monopol eines Verlages auf die deutsche Sprache zu brechen – blind für die Tatsache, dass es dieses Monopol so nie gegeben hat. Über die Entwicklung der Sprache sollte die eingerichtete “Zwischenstaatliche Kommission für deutsche Rechtschreibung” entscheiden. Gegen den Willen derjenigen, die die Sprache benutzen, wurde im ersten Schritt eine neue Rechtschreibung verordnet.
Kaum sind die Eiterbeulen der ersten Sprachpest vernarbt, droht schon wieder eine Reform der Sprache. Wesentlich tief greifender ist allerdings der Versuch der Kommission, sich jeglicher Kontrollinstanz zu entziehen. Bislang ist es bei Änderungen der Rechtschreibung immer noch abhängig von der Zustimmung der Kultus- und Bildungsminister. In Zukunft soll das keine Gültigkeit mehr haben, außer bei der Kleinschreibung von Substantiven.
Was Sprache und die Macht über Sprache bedeutet, kann man jederzeit bei Orwell nachlesen, der das in seinem Roman “1984″ mit Neusprech eingängig demonstriert.
Wer sich bei Nacht und Neble davon schleicht, aus Mutlosigkeit die Konfrontation meidet, wer fadenscheinige Gründe vorschiebt, der ist nichts anderes als feige. Er ist kein Wolf, sonder ein Schaf im Wolfspelz. Auf die Gesellschaft solcher Menschen kann ich gut verzichten.
Wer mir versucht, mich zu hintergehen und glaubt, ich würde sein falsches Spiel nicht durchschauen, darf mein Mitleid nicht erwarten. Verschwinden sollen sie, ohne weiteren Wirbel zu machen. Schweigen sollen sie. Weder as Gäste noch sonst wie sind sie von mir in Zukunft erwünscht, sie hören für mich auf, zu existieren.
Was bis hier hin so hart klingt, ist auch so gemeint, bin ich doch von Menschen, mit denen ich zum Teil über ein halbes Jahr SOCOM spiele, schwer enttäuscht worden. Einen Clan kann man ohne Frage verlassen, aber man sollte dann zumindest seine Gründe ehrlich nennen und nicht mit falscher Zunge sprechen. Vor allem nicht dann, wenn er vorher sich in keinerlei Hinsicht in den Clan eingebracht hat. Wer nur fordert, darf sich nicht wundern, wenn er irgendwann nichts mehr bekommt.
Nach dem das optionale Gästebuch von bitEvolution seit fast zwei Wochen auf unterschiedlichen eigenen Seiten genutzt wird, gibt es jetzt ein erstes kleines Update für das Gästebuch. Notwendig ist das geworden, weil mir durch die Verwendung Fehler aufgefallen sind, die Codierung von Sonderzeichen betreffen. So wird zum Beispiel das Anführungszeichen mit vorangestelltem Schrägstrich dargestellt. Dies sollte nun durch das Update behoben sein. Es erfolgt allerdings keine Korrektur der alten Einträge dieses müssten dann einmalig von Hand korrigiert werden.
Manchmal, wenn sich Menschen beleidigt zurück ziehen, versuchen die Schuld bei Anderen zu suchen und nicht einsehen, dass es auch andere Meinungen gibt, huscht mir ein Lächeln über das Gesicht. Ein Lächeln des Mitleids. Viel zu schnell verfliegt dies jedoch und mit böse funkelnden Augen schau ich dann in die Gesichter. Mein Unmut rührt meist daher, dass mein Gegenüber Dingen zugestimmt oder sie stillschweigend zur Kenntnis genommen hat und sich dann viel viel später darüber beschwert, ohne zu erkennen, das er selber Schuld hat. Hätte er zum richtigen Zeitpunkt den Mund aufgemacht und seine Position vertreten, müsste er sich nicht hinterher darüber beschweren, welchen Verlauf die Dinge genommen haben. Besonders unwirsch werde ich, wenn ich jede Möglichkeit der Mitgestaltung angeboten habe und meine ausgestreckte Hand nicht gesehen wird – sei es aus Blindheit oder aus anderen Gründen.
Aus der Masse der Werbung die täglich unser Hirn umflutet, ragen manchmal Einzelstücke heraus, die eine lobende Erwähnung verdienen. Am Bielefelder Bahnhof befindet sich eine Fiale der Bäckerei Lechtermann. Heute morgen hingen an den Fensterscheiben Zettel, die ein günstigeres Brot versprachen. Um in den Genuss der Vergünstigung zu kommen, musste man eine Quittung vorlegen, dass man bei einem Arzt bereits die Anfang des Jahres eingeführte Praxisgebühr bezahlt hat. Ausdrücklich ausgeschlossen von der Aktion waren Politiker und Beamte.
Mit der Werbung zeigt das Unternehmen offen und mutig seine politische Meinung zum Thema Praxisgebühr und stellt sich auf die Seite seiner Kunden. Gleichzeitig zeigt ein Arbeitgeber aus der Region, dass es auch Menschen gibt, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und nicht nur an den Umsatz denken, da ein solches Statement eindeutig Arbeitnehmerfreundlich ist.
Damit steht das Unternehmen in der Wertetradition der Familienunternehmen, dessen Führungsstil geprägt ist von der Aufklärung und dem Bildungsbürgertum. In der gleichen Liga spielt Wolfgang Grupp, Eigentümer der Firma Trigema. Es ist Balsam für die von Standortverlagerungen und Billig-Arbeitsplätzen im Ausland geplagte Seele, wenn ein Unternehmer sich voller Überzeugung für den Standort Deutschland stark macht. Sein Kommentar zum Mannesmann-Prozess zeigt, dass nicht jeder Manager eine Firma mit einem Selbstbedienungsladen verwechselt:
Ich bin sicher, dass die Herren diese Beträge so nicht festgelegt hätten, wenn sie sich selbst hätten bezahlen müssen. Das ist doch so, als ob ein Unternehmer das Weihnachtsgeld für die Mitarbeiter streicht und sich gleichzeitig bei Mercedes einen Maybach für 350.000 Euro bestellt.
So lange es solche Firmen und Unternehmer gibt, gibt es in Deutschland noch Nahrung für das Licht der Hoffnung.