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Verlesen

Verwundet? Oder eher verwundert? Den berühmten freudschen Versprecher gibt es auch beim lesen. Zwar dient in jüngster Zeit Zwitter, ähm Twitter als Ersatz für solche Fundstücke, dennoch findet sich hier etwas Strandgut aus der Zeit vor den 140 Zeichen.

Prägung durch die GDL

Was mich an diesem Wochenende so beschäftigt, zeigt folgende Schlagzeile der Süddeutschen Zeitung:

Tausende Bahnkunden in Lichtenstein betroffen
Weitere Steuersünder im Visier

Gemeint waren eigentlich Bankkunden, aber so ist das halt mit dem Streik…

Verteidigt den Arbeitsminister!

Gerade bei SPIEGEL ONLINE gelesen:
„Münte-Nachfolge: Scholz als neuer Arbeitsminister verteidigt”

Im Original hieß es vereidigt, aber bei der Wahl passt der Verleser auch ganz gut.

Verwirrte Sprache

Manche Menschen suchen beim Arzt eine Hundetür: Wo ist denn der Dogtor? In den letzten Jahren soll es wieder verstärkt Kinder geben, die einen Stiefelvater haben. Zudem, und dass beklagt nicht nur die katholische Kirche, nehmen weltweit die Krankheiden wieder zu.

Sätze gesäubert

Bis auf das letzte Komma sauber: serifenfreie Reinigung

Eigentlich stand auf der Flasche ja seifenfreie Reinigung, aber die Müdigkeit sorgt manchmal auch für einen Kreativitätsschub.

Aufgemosst

Folgende Schlagzeile von web.de konstruierte mein Gehirn gerade:

Silikon: Was Kate Moss trägt, wird Trend

Das Original sieht jedoch anders aus:

Moss trgt Silikon


Begleitwein

Von einem Aushang einer Kirchengemeinde:

Liederabend mit Alkoholbegleitung

Passen würde das ja unter Umständen. Aber ich habe mich natürlich wieder einmal verlesen. Deshalb findet im Gemeindezentrum auch kein feucht-fröhlicher Abend statt, sondern nur eine Gesangskreis mit Akkordeonbegleitung.

Stalinistische Kräuter

Normalerweise kann ich die in der Regel doch sehr saubere Handschrift vom CHEF entziffern – jedenfalls gilt das für die kleinen Zettel, die mir am Frühstücktisch zugeschoben werden, da bei Androhung von schlechter Laune das Ansprechen meiner Wenigkeit während des morgendlichen Lesens der Zeitung verboten ist. weiterlesen →

Der Don

Kurt Tucholsky schriebt einst, dass Satire alles darf. Von ihm stammt in diesem Zusammenhang der folgende wunderschöne Satz

Wenn einer bei uns einen guten Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.

der so noch immer zutreffend ist. Von der Satire übrigens zu unterscheiden ist das geschmacklose Nachtreten, wenn sich jemand in eine Sache verbissen hat.

Schere im Kopf

Eigentlich ein Verleser, aber das der zustande gekommen ist ,liegt wohl auch am Gebaren des Suchmaschinenbetreibers: „Google zensiert seinen Support” las ich bei heise online. Eigentlich ging es darum, dass Google zentralisiert, aber wie gesagt, vorstellbar wäre auch die andere Variante.

Glücksgefühle

„Hormonsommer läuft zur Hochform auf: 37 Grad am Mittwoch”
Ach, es ist doch nur der ganz normale Hochsommer, der uns schwitzen lässt.