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Eine ehrliche Meinung sollte nicht käuflich sein. Was gefällt oder absolut unbrauchbar ist, finden sich ab und zu auch in dieser Kategorie. Dabei ist die Auswahl völlig willkürlich. Gute Chancen, hier zu landen, hat ein Produkt dann, wenn es im Supermarkt mit dem Etikett „Neu” ausgezeichnet ist. Ob der Daumen hoch oder runter geht, hängt selbstverständlich vom Geschmack des Autors ab, der hier nur seine persönliche Meinung bzw. Erfahrung Kund tut. Unaufgefordert eingesendete Warenproben werden garantiert durch den Kakao gezogen.

Wo Rauch ist

Meine To-Do Liste hat eine einfach, aber für mich ausreichende und effiziente Sortierung. Es gibt den Eingang, geplante Aufgaben, wo dann auch wiederkehrende Aufgaben (wie Blumen gießen) aufschlagen und es gibt die Nimmerleins.

Nimmerleins? Als mir auffiel, dass ich eine Neigung dazu habe, bestimmte anstehende Aufgaben mal wieder zu verschieben, legte ich diese Liste an. In ihr befinden sie Aufgaben, die ich schon so häufig verschoben habe, dass sie eigentlich erst am Sankt Nimmerleinstag von mir erledigt werden.

Eine dieser Aufgaben trug die einfache Bezeichnung „Rauchmelder“. Im Prinzip eine recht simple Aufgabe. Den nächsten Baumarkt aufsuchen, eine ausreichende Anzahl an Rauchmelder für die Wohnung erwerben und zu Hause an den vorgeschriebenen Stellen montieren. Wenn ich das richtig sehe, habe ich diese Aufgabe seit Jahren bei den Nimmerleins. Mit dem Thema wollte ich mich einfach nicht auseinander setzen. Ohren zu halten und ignorieren — eine Spezialfähigkeit von mir. Manchmal eine ziemlich dumme Verhaltensweise.

Einfache Montage

Über den Sinn oder Unsinn von Rauchmelder brauchen wir uns wohl an dieser Stelle nicht zu unterhalten. Sie können im Ernstfall Leben retten. Auf mich wirken sie allerdings wie ein Fremdkörper an der Decke. Als eine gesetzliche Regelung beschlossen wurde, hörte ich nicht zu. Bei Regelungen, die meine vier Wände betreffen, bekomme ich immer so eine Energiesparlampen-Allergie.

Seit Ende des vergangenen Jahres ist allerdings die Übergangsfrist abgelaufen. Im neuen Jahr sind auch für Bestandswohnungen Rauchmelder Pflicht. Unsere fürsorgliche Vermieterin fragte daher vergangene Woche bei uns nach und bot uns gleich auch welche an, die wir von ihr kostenlos hätten bekommen können. Ganz normale Rauchmelder halt.

Als ich letzen Samstag solch einen ganz normalen Rauchmelder sah, war ich ziemlich geschockt. Alle 32 Sekunde blinkte eine rote LED, um seine Einsatzbereitschaft zu signalisieren. SO was im Schlafzimmer? Undenkbar! Dazu kam noch das Thema Montage, denn ich Hasses es, Löcher in Wände zu bohren. Erst recht, Löcher in Decken zu bohren. Damit habe ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht.

Vorsichtig fragte ich bei unserer Vermieterin nach. Tja, es waren ganz normale Rauchmelder. Mit Blink und bohren. Da ich einfach nicht glauben wollte, dies sei der Normalzustand, machte ich mich am Montag schlau. Der überwiegenden Teil der im Handel verfügbaren Rauchmelder wird nicht in Deutschland hergestellt, sondern in Ländern, wo Rauchmelder keine Pflicht sind. Da ist es dann auch egal, ob sie blinken oder nicht, weil keiner die im Schlafzimmer aufhängen würde. Zudem werden viele Rauchmelder mit handelsüblichen Batterien betrieben, die ausgewechselt werden müssen.

Eine alte Bekannte, die „Stiftung Warentest“, berichtet mehrfach über das Thema. Dort stieß ich auch über den entscheidenden Begriff „Schlafzimmertauglich“. Schnell wurde mir klar, dass wir dafür selber die Kosten übernehmen würden. Egal. Wenn Rauchmelder, will ich einen, der anständig ist.

Empfohlen werden von Stiftung Warentest Rauchmelder, die über eine fest verbaute Dauerbatterie verfügen. Diese etwa 10 Jahre, danach muss dann ein neue Rauchmelder angeschafft werden — was sich aber auch bei den Modellen mit auswechselbaren Batterien empfiehlt.

Tja, schick aussehen und nicht dick auftragen war dann ein drittes Kriterium für die Auswahl eines (eigentlich reden wir hier ja von zwei, Schlafzimmer und Flur) Rauchmelders. Schließlich stieß ich dann auf ein Modell mit reddot design award. Ein sympathischen Namen hat er auch noch, „kleiner brandmeister Rauchmelder PX-1“.

TÜV geprüft und mehrfach ausgezeichnet. Genau unser Ding. Zwei davon haben wir uns bestellt und gestern vorschriftsmäßig angebracht. Ganz ohne bohren, denn die Dinger werden mit einer magnetischen Befestigung geliefert. Manchmal muss man länger warten, um zu richtigen Ziel zu kommen. Zum Glück ist in der Zwischenzeit nichts passierte, denn manchmal ist Warten eben auch mit Fahrlässigkeit verbunden.

Es geht wieder um die Wurst

Eigentlich, man verzeihe mir die flache Anspielung, habe ich das Thema Ernährung hier im Blog bereits oft genug durchgekaut. Aber, wie heisst es so schön „Wursthülle nicht essbar“ — mit anderen Worte, da man täglich Essen zu sich nimmt, stolpert man auch immer wieder über Merkwürdigkeiten. weiterlesen →

Mein Lieblingsshampoo

Keine Werbung, eher eine Feststellung. Vor allem aber ein Rückblick. In den ersten Jahren meines Lebens war es mehr oder weniger egal, welches Shampoo zum waschen meiner Haare verwendet wurde beziehungsweise später, welches ich selber verwendete. Der einzige Konflikt beim Thema Haare waschen drehte sich darum, wie häufig das erfolgen durfte. Mein Vater war der Ansicht, so was müsse man nicht täglich machen, während ich genau darauf bestand. Für mich waren täglich frisch gewaschen Haare extrem wichtig. Genau so wichtig war es, selbst im Winter mit kaltem Wind keine Mütze anzuziehen. weiterlesen →

Der Imam

Ob es einen richtigen Zeitpunkt gibt, ein bestimmtes Buch zu lesen wäre ein treffliches Thema für einen Streit. Meiner Meinung nach gibt es Bücher, die einen bestimmten Zeitgeist treffen, die aktuell sind. Die wahren Kunst eines Autors besteht dann darin, ein Buch zu schreiben, was dann auch noch den Anspruch erfüllt, zeitlos zu sein. weiterlesen →

Schaschlik ohne Spieß

„Es gibt sie noch, die guten Dinge“ — der Werbespruch eines Unternehmens, welches Waren verkauft, die etwas anders sind. Nicht nur in Preis, sondern auch im Versprechen ihrer Haltbarkeit.

Gerüchten zu Folge kaufen dort überwiegend gutsituierte Akademiker ein, was ich an dieser Stelle jedoch weder kommentiere noch weiter ausführe. Ebensowenig wie die illustre Geschichte des Firmengründers. Wer mehr wissen will, benutzt einschlägige Quellen wie die Webseite des Unternehmens, Wikipedia und Google. weiterlesen →

Tanz mit dem Teufel

Mea culpa, mea maxima culpa — ich bekenne mich schuldig, trotz anders lautender Vorsätze etwas bei amazon bestellt zu haben. Und nicht nur das, ich war sogar Prime-Mitglied. Vor dem Bußgang werde ich das jedoch alles erklären, versuchen zu erklären und hoffe auf Nachsicht und Gnade. weiterlesen →

Automatikmodus für Neubesitzer

Eigentlich gibt es nur zwei Sorten von Menschen. Vermeintliche Männer und solche, die Bedienungsanleitungen lesen. Die erste Gruppe greift spätestens dann nach dem Handbuch, wenn die Grenze zum Wahnsinn bereits überschritten oder aber etwas unwiderruflich zerstört wurde. Im letzten Fall wird das dann gerne auf die mangelhafte Qualität des Produktes geschoben — so was unsachgemäße Handhabung gibt es unter Männer selbstverständlich nicht. weiterlesen →

Neubesohlung von ECCO-Schuhen

Zugegeben, meine Füße haben es nicht einfach und sind auch nicht einfach. Am wohlsten fühlen sie sich im Sommer, wenn sie viel Sonne und Wärme bekommen. In der Wohnung auf ich zumeist barfuß, in den trüben Jahreszeiten mit Socken. Entgegen kommt mir dann trotz des kalten Wetters eine Fußbodenheizung. weiterlesen →

Gerät mit Zuzahlung

Je länger man sich vertraglich an etwas bindet, desto geringer fällt die Zuzahlung aus. Umgekehrt gilt es ähnlich. Bei einem kürzlich erhaltenen Gutschein musste ich etwas drauflegen, um einen schon länger vorhanden Wunsch zu erfüllen. weiterlesen →

Mogelpackungen

Bereits als Kinder werden wir an den Unterschied zwischen Verpackung und Inhalt gewöhnt. Es fängt mit so harmlosen Dinge wie dem Osterkörbchen mit Süßigkeiten an. Zuerst glaubt man, einen Berg voll Süßigkeiten vom Osterhasen bekommen zu haben, bis man dann realisiert, das mehr als die Hälfte im Korb aus Kunstgras besteht. weiterlesen →