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Gesellschaft, Seite 76

An manchen Tagen befinden wir uns in guter Gesellschaft. Es gibt aber auch die anderen Tage. Letztendlich lässt sich aber nicht leugnen, dass wir nicht nur zur Gesellschaft gehören, sondern die Gesellschaft sind. Demnach finden sich hier Themen, die uns alle angehen.

Vorratsdatenspeicherung

Meine Großmutter hat auch immer Vorräte angelegt, damit sie in den schlechten Zeiten nur in die Abstellkammer greifen musste, um was nahrhaftes hervorzuzaubern. Genauso wollen es der Bundesinnenminister und seine Schergen machen. Für die Zeit, wenn ein Verdächtiger mal Schnell aus dem Hut gezaubert werden muss, wollen sie einen Fundus von pauschal Verdächtigen in einem Datenvorratsschrank haben. weiterlesen →

Zeichen des Sommers

Wer seinen Blick nach draußen wandern lässt, der bekommt nicht unbegründete Zweifel daran, ob es tatsächlich Sommer ist. ES gibt aber eine sehr verlässlich Methode, dies festzustellen.Nein, nicht mit einem Blick auf den Kalender, sondern mit einem in die Lokalzeitung. Sich häufende Berichte über Schützenfeste sind ein eindeutiges Indiz für den Sommer und die Sommerferien (vgl. dazu auch Sommerloch und Saure Gurkenzeit).

Blogersdorfer Nabelschau

Es ist schon sehr merkwürdig, dass ein siebzehnjähriger Schüler aus Deutschland in einem türkischen Gefängnis verrotten kann, ohne das in Kleinblogersdorf dazu eine Zeile geschrieben wird. Seit nun mehr zehn Wochen befindet sich Marco Weiss in Untersuchungshaft, weil er angeblich eine 13 Jahre altes Mädchen sexuell missbraucht hat. weiterlesen →

Unternehmensberater

Unternehmensberater sind die Menschen, die dir erst deine Uhr wegnehmen und dann sagen, wie spät es ist.

[Quelle: im Zug aufgeschnappt]

Der Tod wählt mit

Kaum zu glauben, was gerade bei SPIEGEL ONLINE zu lesen war:

Kaczynski fordert Anrechnung von Millionen Kriegstoten in EU-Stimmenstreit

Einer meiner Kollegen fragte sich, was Kaczynski heute morgen geraucht hat. Legal war das bestimmt nicht. Ich könnte zur Forderung von Kaczynski ja noch was sagen, nur fürchte ich, dass es sehr leicht falsch verstanden werden könnte. Denken wir uns also lieber unseren Teil dazu und hoffe, dass sein Bruder in den nächsten Tagen die Rauchwaren wieder versteckt.

Gipfelstürmer

Nun liegt er also hinter der uns, der G8-Gipfel in Heiligendamm. Weder ist die Welt untergegangen, noch ist sie ein Stück besser geworden. Eine Erkenntnis, die sich auch so langsam bei den Teilnehmern des zurückliegenden evangelischen Kirchentages durchsetzen wird. Unter dem Motto „Lebendiger und kräftiger und schärfer” trafen sich sie Protestanten (nicht Demonstranten) aus Deutschland und teilweise auch der restlichen Welt zum 31. Kirchentag in Köln. weiterlesen →

Parispoly

Statt „Rücke vor bis auf Schlossallee” heißt es jetzt wieder „Geh ins Gefängnis! Geh nicht über Los und ziehen keine 4.000$ ein!”

Von der Spielerin war nur ein „Mami, Mami, das ist nicht gerecht!” zu hören. Merkwürdigerweise sind die meisten davon überzeugt, dass genau das gerecht ist. Kein Promi-Bonus, sondern notwendige Härte. Wäre Paris Hilton schwarz und arm, wäre sie eh nicht nach einem Schnupperaufenthalt im Gefängniss entlassen worden.

Langsame Ermüdung

Die Besetzung der Paul-Gerhard-Kirche beschäftigt mich nach wie vor – auch wenn ich befürchte, dass sich bei meinen Leserinnen und Lesern langsam so was wie eine Ermüdung einstellt. Verdenken kann ich das keinem, zumal ich mich argumentativ immer wieder im Kreis bewege. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass die Besetzung der Kirche notwendig war. Gerade die Reaktionen auf die Besetzung seitens der Amtskirche zeigen, wie wo die Missstände wirklich sind. Eine Kirche, die sich nur noch damit zu helfen weiß, Kritiker mit dem Vorwurf des Antisemitismus mundtot zu machen, kann sich wohl kaum noch als christlich bezeichnen. weiterlesen →

Organspender

Bei der nach einer unsäglichen holländischen Fernsehsendung erneut aufgeflammten Diskussion um Organspende stellt sich mir eine Frage, welche Art von Organen gespendet werden können. Vermutlich nicht nur ich alleine hätte da das dringende Bedürfnis, einige überflüssige Regieruns- und Verwaltungsorgane an notleidende Länder oder anderes ausländische Interessenten zu spenden. Sehr gerne auch kurzfristig.

Schlamschlacht

Es wäre schön gewesen, wenn während meines Irland-Urrlaubs die Situation um die Besetzung der Paul-Gerhard-Kirche zumindest unverändert geblieben wäre (mit einer positiven Entwicklung rechne ich schon gar nicht mehr). Bedauerlicherweise ist es aber schlimmer geworden, viel schlimmer.
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