Kategorie: Gesellschaft

An manchen Tagen befinden wir uns in guter Gesellschaft. Es gibt aber auch die anderen Tage. Letztendlich lässt sich aber nicht leugnen, dass wir nicht nur zur Gesellschaft gehören, sondern die Gesellschaft sind. Demnach finden sich hier Themen, die uns alle angehen.

Evil Genius

Evil Genius

Fangen wir gleich mal mit einem Geständnis an. Ich gebe zu, bei iTunes 8 nicht die neuen Geschäftsbedingungen gelesen. Auch nicht bei Genius und auch nicht die Datenschutzbestimmungen (sofern vorhanden). Zumindest aber habe ich nichts mit Blut unterschrieben. Womit ich dann wahrscheinlich zwar nicht meine Seele, wohl aber alles andere verkauft habe. […]

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132

132

Seit der Einführung von Hartz IV wird kontovers darüber diskutiert. Was den einen als ausreichend erschien, hielten andere für zu wenig. Die Sicherung des Existenzminimums sei mit dem Regelsatz nicht möglich, so die Kritiker. Von einem Leben in Würde könne nicht gesprochen werden. Selbst aber die Befürworter von Hartz IV sind aber nicht auf die Idee des Wirtschaftsforschers Friedrich Thießen gekommen. Der hat noch mal genau nachgerechnet und kommt zu dem Schluß: 132 Euro monatlich ist ein passabler Betrag. Welch enormes Spaarpotential steckt doch noch in Hartz IV! Wobei es wohl das Beste wäre, den Anfang damit zu machen, such künftig solche menschenverachtenden Studien zu sparen. Herr Thießen sollte statt dessen mal versuchen, neun Monate selber so zu leben, wie er es in seiner Studie vorschlägt. Vielleicht führt das ja zu tieferer Einsicht – billiger als die vorfestellte Studie ist es auf jeden Fall.

Linda stirbt

Linda stirbt

Linda ist kein Wirbelsturm, weder Ex-Ehefrau eines Musikers noch bekannte Bloggerin mit Leukämie, sondern schlicht und einfach eine Kartoffel. Allerdings nicht irgendeine Kartoffel, sondern gehörte lange Zeit zu den Lieblingskartoffeln in Deutschland. Insbesondere in der ökologischen Landwirtschaft wurde sie in den letzten Jahren angebaut. […]

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Grünes Band

Grünes Band

Bei Fusionsbedingten Kündigungen gibt ein grünes Band zwar keine Hoffnung, eignet sich aber, um sich anständig aufzuhängen. Commerz geht über alles – insbesondere bei Banken.

Unerklärte Gründe?

Unerklärte Gründe?

Heute in der SZ: „In der russischen Teilrepublik Inguschetien im Nordkaukasus ist der Regierungskritiker Magomed Jelojew aus unerklärten Gründen bei einem Polizeieinsatz erschossen worden.”

Komisch, für mich sind die Gründe in dem gleichen Satz schon enthalten – Regierungskritiker und Polizeieinsatz, das sagt doch schon alles. Ehrlicher wäre es wohl, direkt von politisch motivierten Auftragsmord zu sprechen. Das so was in Russland passiert, ist auch nicht das erste Mal.

Bedinzuschlag

Bedinzuschlag

Da in den letzten Monaten die Energie- sowie die Personalkosten im Einzelhand gestiegen sind, wird ein bekannter deutscher Supermarkt seine Preis um durchschnittlich 3,9 Prozent anpassen. Ebenso wird sich der Kunde in der Fleischabteilung an eine neue Kostenstruktur gewöhnen müssen. Nach wie vor wird noch Ware an der Fleischtheke parallel zum SB-Regal erhältlich sein, aber mit einem Aufschlag von 2,50 Euro zu Buche schlagen. Der so genannte Bedinzuschlag sei, so ein Sprecher des Unternehmens, notwendig, da ein Mehr an Service eben auch mehr kosten müsse. Der Kunde hätte dafür schließlich auch den Vorteil, nicht nur abgepackte Mengen, sonder individuelle Bezugsgrößen und eine persönliche Beratung bei der Fleischauswahl zu bekommen. […]

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Mit dem Zug zum Flug

Mit dem Zug zum Flug

In erster Linie gelten unsere Gedanken und unsere Anteilnahme den Angehörigem der über 100 Toten des Fluges JK5022. Die über 20 Jahre alte Maschine der Fluggesellschaft Spanair stürzte gestern in Madrid ab. […]

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Es gibt Steak, Baby!

Es gibt Steak, Baby!

Es gab vor einigen Jahren mal eine Phase, da habe ich mich konsequent vegetarisch ernährt. Unwohl habe ich mich dabei nicht gefühlt, aber trotzdem fehlte mir was. Nicht in Bezug auf bestimmte Nährstoffe, sondern einfach deshalb, weil ich gerne Fleisch esse. Mir schmeckt es, würde ich mal sagen. […]

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Belegexemplar

Belegexemplar

Wenn ich ehrlich bin, gehöre ich auch zu den Menschen, die immer jammern, dass alles (fast alles, denn der Tod kostet immer noch nur das Leben) seit der Einführung des Euros teurer geworden ist. Aber nicht nur das. Seit Anfang des Jahres ist insbesondere bei den Lebensmitteln eine Preissteigerung nicht nur subjektiv spürbar, sondern lässt sich auch ganz objektiv belegen. […]

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Bilder im Kopf

Bilder im Kopf

Eines der Gebote lautet, sich kein Bildnis zu machen. Dabei machen wir ständig genau das. Wir versuchen, nicht nur Gott zu fassen, sondern auch und vor allem unsere Mitmenschen. Wir machen uns ein Bild von ihnen, stellen uns vor, wer sie sind, wie sie sind und wenn wir sie noch nie gesehen haben, wie sie aussehen.

Die Bilder, die auf diese Weise im Kopf entstehen, weichen von der Wirklichkeit ab, weil die Bilder von unseren Vorstellungen geprägt sind. Von dem, was wir glauben zu wissen, was wir hoffen.

Ernüchterung tritt dann ein, wenn das Bild mit aller Wucht auf die Realität trifft. Die freundliche Stimme am Telefon, der witzige Typ aus dem Radio, die hätte man sich ganz anders vorgestellt.

Es heißt, dass man sich kein Bildnis machen soll. Vor allem wohl auch deshalb, um uns Enttäuschungen zu ersparen. Letztendlich liegt es aber in der menschlichen Natur, sich ein Bildnis zu machen.

Entwurzelt

Entwurzelt

Auf dem Gelände der ehemaligen Paul-Gerhardt-Kirche ist gestern der vorletzte Baum gefallen. Obwohl grün und gesund, konnt er sich nicht mehr halten. Eine direkte Schuld trifft keinen der Bauarbeiter, die zuvor alle anderen gesunden Bäume gefällt haben. Da sie aber das Erdreich rundherum aufgewühlt haben, war,im wahrsten Sinne des Wortes, der Boden schon bereitet für das Unwetter gestern, dem der Baum zum Opfer gefallen ist. […]

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren