Abschiedsbriefe auf billigem Papier,
die letzten Cent für den Selbstmord aufgehoben.
Wenn es fürs Leben nicht mehr reicht, wird es eingespart.
Es soll ja Menschen geben, die der Idee eines freien, unreglementierten Marktes anhängen. Einige von denen haben sogar trotz der derzeitigen Finanzkrise nichts dazu gelernt – andere sind nach wie vor noch Mitglied der FDP. Tatsächlich ist jedoch so, dass Marktwirtschaft nur in der Form einer sozialen Marktwirtschaft funktionieren kann. Wo die Grenzen des Marktes liegen, dass hat Julian Nida-Rümelin in seinem Essay für die Süddeutsche Zeitung an diesem Wochenende trefflich formuliert.
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Zur Musik des Lebens
Kann ich nicht tanzen
Am Rand des Parketts stehend
Schau ich den anderen bei ihren Bewegungen zu
Leicht angeschnittene Hände, von zuvorkommenden Mitarbeitern fachgerecht mit Hämmern zu einen blutigen Brei zerschlagen. Eine Hand wäscht die andere nur solange, wie noch Finger an ihr sind. Eingelegt in Salzlake erhöht sich die Haltbarkeit beträchtlich.
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Längst ging es nicht mehr nur darum, seine Füße zu tapezieren. Im verzweifelten Versuch, auch noch das letzte verbleibende, längst schal gewordene Pils zu trinken, hatte er sich mit dem Tacker in den Fuß geschossen. Versehentlich, natürlich. Das Ganze war ihm sehr peinlich, den in diesem Zustand konnte er keinesfalls mit der Stadtbahn fahren. Als Anhänger der berühmten Schweigephilosophie von Professor Trausch verkniff er sich jede Form eines in seiner Situation doch durchaus verständlichen Schmerzensschrei.
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Es soll Tage geben, an denen man schon vor dem Aufstehen von ungemütlichen Regenwetter begrüsst wird. Im weiteren Verlauf will es dann nicht richtig hell werden. Zu allem Übel kommt dann noch hinzu, dass es sich um einen arbeitsfreien Tag, meistens den Sonntag, handelt. Auf die Uhr blickend und die gestrige Nacht überdenkend, werden sich die meisten dann wieder im Bett umdrehen und versuchen, noch etwas weiter zu schlafen. Auch wenn der Wille zum Ausschlafen vorhanden ist, so wird es doch nicht gelingen. weiterlesen »
Der Goldfasan am Ende des Ganges feierte zusammen mit dem Lamettakönig den Aufstieg zum Lavendelschloss. Die letzten Wörter auf der Uhr waren vergangen. Noch Sätze später ertrank der Hase. Ein bedauerliches Opfer der Umstände, welches nur vom Igel betrauert wurde.
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Drangsalierte Betonstücke begehren gegen die flächendeckende Asbestsanierung. Abgeblätterte Grafitis stehen beobachtend an der Häuserwand, auf ergebnisreiche Selbstgespräche wartend. Ein kaltes Murmel liegt in der Luft.
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Immer noch läuft mir ein Schauder über den Rücken, wenn ich an den mit kleiner Handschrift vollgekritzelten Zettel denke, den ich gestern Abend völlig durchnässt im Briefkasten fand. Vieles auf ihm war nicht mehr zu lesen. Nachfolgen möchte die wenigen Zeilen wiedergeben, die ich entziffern konnte. Auch auf die Gefahr hin, dass mich vermutlich ein ähnliches Schicksal ereilen könnte, wie dem Verfasser des Textes auf dem Zettel.
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Stumme schreiend verklingen singende Mandarinen, während der Blumenkohl sich vor offenem Ofen entblättert. Schamlos werden Tageszeitung am Platz verteilt. Gefangene Reisende kommen in den zweifelhaften Genuss eines besonderen Service. Ausgeblutet Milch bedankt sich auf Englisch. Nicht nur mit Speck fängt man Politiker.