Archiv für die Kategorie „Gehversuche”

27. Februar 201010:00 Uhr

Helga B. aus Berlin wollte immer, das man ihr Ernst nimmt. Heute ist ihr Mann im Alter von 42

17. Februar 201010:07 Uhr

Auf der ersten Stufe lag eine vollgeschissene Windel. Sie war nicht zu überriechen. Der gemütliche Feierabend, auf den er sich bereits gefreut hatte, war dahin.
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15. Februar 201013:49 Uhr

Knochen auf Neuschnee
Blutiger Sabbat
Ständiges Schreiben verhallt im Wind
Getragen vom Schmerz der Ewigkeit
Erwacht der traumlose Schläfer

Kinder des Wahnsinns
Bizarre Formen tanzend
Menschlichkeit zerfallen zu Ascheflocken
Gebettet in Lust am Untergang
Vergeht die schwindende Hoffnung

Endgültig.

2. Februar 201009:59 Uhr

Tag ein Tag aus in der Mühle
Eins mit dem Staub des Alltags
Im Grunde ohne Hoffnung
Leben im Vorbeigehen
Nach Feierabend Dauerberieselung
Dem Privatfernsehen sei Dank
Tod ist erst der Anfang

29. Januar 201012:11 Uhr

Während Großkonzerne erneut Stellen streichen
Fordern Henker einen Mindestlohn, auch wenn die Gewerkschaft verfassungswidrig ist
Zum Abbau der Arbeitslosigkeit schickt der Westen mehr Truppen nach Afghanistan
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20. Januar 201010:32 Uhr

Auf Magnetstreifen dahingleitend, leise Träume an die betrogene Kindheit.
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7. Januar 201010:59 Uhr

Ohne Reue treibt der Korken auf dem Wasser, während die verzeifelt strampelnde Maus untergeht. Nicht mit dem Strom schwimmen, sondern auf ihm treiben.

1. Januar 201017:09 Uhr

Weniger ist mehr als das, was die Kälte uns in den Herzen überlässt. Aufgesogen vom langsamen schlagen der Glocke, gleiten die Kinder der Hoffnung über den zugefroren See. In einer dunklen Winternacht bricht unter ihnen das Eis. Noch schwimmen sie, bis die Müdigkeit sie überfällt und die Trägheit in die Tiefe zieht. Ein nasser Tot kann noch etwas warten.

28. Dezember 200918:43 Uhr

Die folgende Tage vergingen, ohne dass sich jemand genau daran erinnern wollte, was passiert war. Auch Herr Wustock wollte lieber alles vergessen. Die Nacht im Hotel, seine Kopfschmerzen und vor allem seine Frau. Das er sich in Bezug auf seine Frau wirklich Mühe gab, zeigte sich an den Krankenhausbesuchen die er nicht machte.
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27. Dezember 200915:55 Uhr

Wäre Herr Wustocks an diesem Abend betrunken nach Hause gekommen, hätte er eine aufgebrochenen Wohnungstür und ein kaltes Bett vorgefunden. Das Bett jedoch, in dem er sich momentan erregte, war dagegen nicht kalt. Allerdings war er auch alleine, denn die Kollegin aus dem Büro hatte ihm sehr deutlich gemacht, das er ein notgeiler alter Bock war. Was auch stimmte. Stöhnend blickte Herr Wustock auf die bunten Bilder und ließ seinen nicht Blick durch das schäbige Zimmer dieser Absteige schweifen.
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