16. Januar
2004

Adrenalin pur

Hinter mir liegt ein dreistündiger SOCOM Clanwar. Spannender als jeder Krimi, besonders wenn man nur knapp an einem Sieg vorbeigerutscht ist. Di erste Runde ging zwar klar an die Gegenseite, auf der zweiten Karte aber hielt es sich lange im Gleichgewicht, bis dann die Nerven so blank lagen, dass kleine Fehler ausreichten, um zu verlieren. Nachdem der Sieger feststand, konnten wir in der dritten Runde noch mal unsere Stärke zeigen was aber am Ergebnis nichts mehr geändert hat. Es gab Phasen im Spiel, wo man es knistern hören konnte – mit beschleunigtem Herzschlag fegt mein Zielkreuz durch den Nebel, um den gegnerischen Schützen zu finden. Mit angehaltenem Atem verfolgte man die Bewegungen seiner Kameraden und hoffte auf die Wende.

Für mich gehört SOCOM zu den herausragenden Spielen, die Fernsehunterhaltung überflüssig machen – obwohl eine Fernsehübertragung von SCOMO Spielen nicht schlecht wäre. In Südkorea gibt es zum Beispiel im Fernsehen Übertragungen von Warcraft und Starcraft Spielen.

12. Januar
2004

Diablo

Für Konsolendoppelbenutzer ist Everquest Online Adventure eine harte Prüfung. Geht es doch vor allem darum, wer wie lange spielen darf. Der meistgehörte Satz laute immer noch ein kleines Bisschen Orange, dann habe ich endlich die nächste Stufe erreicht. In der Zwischenzeit stellt sich für den Partner dann die Frage, wie man die Stunden, bis man selber wieder das Pad in der Hand hält, am besten kurzweilig gestalten kann. Hausarbeit und ähnliche unschöne Dinge scheiden meistens aus sie machen einfach keinen Spaß. Lesen ist sicher ein prima Alternativ, nur kann man sich nur sehr schwer auf ein Buch konzentrieren, wenn im Wohnzimmer jemand mit einer Axt auf Monster einprügelt. Zeit also, nach echten Alternativen zu suchen.

Eine hervorragende Möglichkeit, sich abzulenken, bietet ein Absoluter Klassiker von Blizzard (wobei deren Spiele eigentlich alle Klassiker sind). Diablo ist zugegeben schön etwas älter, die Grafik wirkt im Vergleich zu neueren Spielen nicht mehr ganz so umwerfen wie vor ein paar Jahren, aber das Suchtpotential ist nach wie vor sehr hoch.

Als Krieger, Zauberer, oder Jägerin startet man im Dorf Tristram, das von dunklen Mächten heimgesucht wurde. Während im Dorf selber noch friedlich erscheint, treiben die Monster in 16 zufallsgenerierten Leveln unter dem Dorfkloster ihr Unwesen. Durch besondere magisch und einzigartige Gegenstände und Erfahrungspunkte, die man für getötete Gegner erhält, versucht man, den optimalen Charakter zu entwickeln. Wie schnell die Zeit vergeht, merkt man an dem Berg von Gegenständen, der sich vor dem Dorfbrunnen auftürmt das eigene Inventar ist beschränk und irgendwo hin muss die Beute ja.

Nach Tristram kehrt man immer wieder gerne zurück zwischendurch, wenn man kein Everquest spielen darf.

29. Dezember
2003

Tourist in EQOA


Wieder einmal unterwegs in EQOA. Nach dem ich die Westküste bereist habe, brach ich auf in den hohen Norden. Zu den Zwergen und Barbaren. Unterwegs legte ich eine kleine Rast in Burg Lichthof ein und konnte einen Troll zu einem gemeinsamen Foto überreden.

Am selben Ort fand ich dann noch eine komische grüne Kugel, die als dunkles Portal ausgewiesen wurde. Allerdings verschloss sich mir ihre Funktionsweise.

Ein Foto erwies sich als besonders schwer, da Kugel sich bewegt und nicht auf der Stelle verharren wollte. Zudem wurden die Torhüter auch nervös, als ich den Fotoapparat zückte. Daher verzichtete ich lieber auf ein Bild.

Auf der Rückreise von Halas entstand das nachfolgen Foto von Dyren Village, das malerisch am Rande eines Berges liegt. Leider sind die Bewohner nicht ganz so glücklich, mussten sie doch vor brandschatzenden Freezeblood-Goblins fliehen.

Von dem Berg konnte ich dann mühelos nach Moradim laufen, um dort das berühmte zwergische Bier zu genießen.

28. Dezember
2003

Gruppenbild mit Dame

In der Zeit zwischen den Jahren verbringen andere ihren Urlaub in Skigebieten. Meinen verbringe ich in Tunaria, der Welt von Everquest Online Adventures. Kein Urlaub ohne Urlaubsfotos – dachte ich mir. Ein Gruppenfoto einer Reisegruppe ist mir unterwegs gelungen.

Es ist allerdings Sau schwer, den Fernsehbildschirm zu fotografieren. Man muss auf das Licht achten, auf die Position und darf vor allem nicht wackeln. Aber es wird nicht das letzte Foto sein. Ich bin Überrings der Typ mit der Mütze auf vorne im Bild.

17. Dezember
2003

Rollenspiele

Vor etwa 15 Jahren hatte ich meine ersten bewussten Kontakt mit Rollenspielen. Damals in der Oberstufe fingen wir an Dungeons and Dragons zu spielen. Mit mehreren Leuten, die später auch spielen wollten, hatten wir das Geld für die Grundbox zusammen gelegt. Da es die Grundbox nirgendwo in Wesel zu kaufen gab, fuhr ich extra zusammen mit einem Freund nach Köln, um sie dort zu kaufen. Bei einem Mittagessen in einem Karstadt-Restaurant öffneten wir die Box. Noch heute, wenn ich das kräftige Rot der Box sehe, erinnere ich mich an den Moment.

Es folgten unzählige Spielabende in der Welt von D&D. Dann wurden die Ansprüche an die Möglichkeiten größer und wir probierten verschieden andere Systeme aus. In die Welt von Tolkien brachte und das Mittelerde-Rollenspiel. Dies hatte aber den großen Nachteil, dass die Romanvorlage die eigene Phantasie zu stark einengte. Nach einem furiosen Tod der Spielfiguren erfolgte der Wechsel zu Midgard, einem der besten deutschen Rollenspiele. Bis zur Auflösung der Gruppe durch Umzüge und nachlassendem Interesse blieben wir auch bei Midgard, wenn man von kleineren Abstechern in die Zukunft (Shadowrun) oder ins mittelalterliche Japan (Bushido) absieht. Zur Entspannung für den Spielleiter wagten wir uns auch an Paranoia, einem chaotisch witzigen Rollespiel oder in die Gruselwelt von Cthulhu.

Später trennte ich mich Stück für Stück von den Rollenspielen, allein das Regelbuch zu Paranoia blieb in meinem Besitz. Im Nachhinein betrachtet hätte ich besser alles behalten. Ein letztes Aufflammen hatte das Papier und Bleistift Rollenspiel noch mal während des Studiums mit Space 1889. Danach endete die Rollenspielphase endgültig. Es fehlte die Zeit und es fehlten die Mitspieler. Zurückgekehrt zu den Rollenspielen bin ich durch Final Fantasy VII, einem Spiel für die Playstation. Über die verschieden Teile von Final Fantasy und anderen Titeln für die Playstation und Playstation 2 ist die vorläufig letzte Station jetzt Everquest Online Adventures. Dadurch das es sich bei dem Spiel um ein MORPG (Multiplayer Online Role Playing Game) handelt, geht es wieder in die Richtung gemeinsames spielen mit anderen.

16. Dezember
2003

Everquest – Erster Eindruck

So. Nun hatte auch ich das Vergnügen, die Demoversion von Everquest Online Adventures zu spielen. Gestern kam die CD per Post – ich hatte sie unter www.playstation2demos.de kostenlos angefordert. Damit kann ich dann die Zeit bis zur Lieferung der Vollversion überbrücken und ein wenig ausprobieren.

Von der ersten Minute an hat mich das Spiel in den Bann gezogen. Die Möglichkeit, in einer riesigen Welt mit tausenden anderen Spielern zu agieren sind einfach fantastisch. Die Grafik ist sicher eine Geschmacksfrage, aber darauf kommt es nicht an. Eine Welt voller Abenteuer, die sich vor einem eröffnet. Nett umgesetzt wurde das auch in der Startsequenz von EQOA. Dort blickt man durch ein Schlüsselloch auf die Grafik dahinter.

Nach dem ich die erste Stunde alleine unterwegs war, habe ich jemanden gefunden (einen menschlichen Spieler), mit dem ich die nächste Stunde gemeinsam durch die Gegend gezogen bin. So konnte man sich gegenseitig helfen und auch noch Tipps austauschen. Allein die vielen Möglichkeiten, mit anderen zu kommunizieren sind faszinierend. Die richtige Auswahl der Rasse und Klasse für die Spielfigur wird aber für die Vollversion noch einiges an Überlegungen erfordern, da eine Menge Faktoren dadurch beeinflusst werden.

14. Dezember
2003

Oberpeinlich

Meine Probleme mit dem Spiel Gladius sind gelöst worden. Die Lösung war ganz einfach und es ist schon ziemlich peinlich, darüber zu schreiben. Wenn man mit zwei Spielern spielt, wählt der zweite Spieler natürlich mit seinem Controller seine Schule aus. Ich hatte es immer mit dem Controller von Spieler 1 versucht – zu blöd. Die Ganze Aufregung war also umsonst.

Trotzdem ist der Support von Activision ziemlich erbärmlich. Was man auch nicht übersehen kann, sind die zahlreichen Bugs im Spiel. Gestern hatte ich plötzlich komplett Texte in Englisch oder Fenster, in denen nichts stand. Was aber am meisten stört, sind die langen Ladezeiten und die lauten Laufwerksgeräusche, weil anscheinend nichts im Speicher gelagert wird. Mir ist das völlig unerklärlich, wie man so schlampig arbeiten kann, Teilweise braucht ein Zauberspruch fast eine Minute, weil der Effekt dazu geladen werden muss. Andere Spiele, wie SOCOM, laufen dagegen völlig flüssig.

Jetzt lenke ich aber schon wieder ab. Tatsache ist, dass ich durch puren Zufall mein Problem gelöst habe. Es war spontaner Einfall, den zweiten Controller zu benutzen. Hätte das im Handbuch gestanden, hätte ich wahrscheinlich darüber gelacht, weil das doch selbstverständlich ist.

10. Dezember
2003

Ungeduld

Nach dem heute schon wieder der Erscheinungstermin für Everquest Online Advenures verschoben wurde, ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe wirklich keine Lust mehr, noch länger auf das Spiel zu warten. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass auch einige andere Spiele wieder verschoben wurden und so für Weihnachten kein RPG unter dem Tannenbaum liegen würde. Da EQOA bereits seit Oktober in England erhältlich ist, habe ich es jetzt dort bei amazon bestellt. Interessanterweise – ich wusste es zumindest noch nicht – kann man dort ganz normal mit seinen Zugangsdaten vom deutschen Ableger bestellen. In den nächsten Tagen müsste das Spiel dann bei mir eintrudeln.

Die deutsche Version soll dann im Januar bzw. im März erhältlich sein. Ob sich dann noch jemand dafür erwärmen kann, ist fraglich. In den USA kann man es seit 2002 spielen.