14. Juli
2004

Das Wetter

Es ist schon sehr merkwürdig. Da beschäftigt man sich auch in seinem Blog mit politischen Themen und dann so was. Man trifft einen flüchtig bekannten Menschen und unterhält sich mit ihm – über das Wetter. Ob es eine Statistik gibt, wie viel Prozent aller Gespräche sich um das Wetter drehen? Wahrscheinlich ist das Wetter im Topthema, weil es so schön belanglos ist. Man kann darüber schimpfen, ohne Farbe bekennen zu müssen. Aber ehrlich gesagt hasse ich eigentlich solche Plauderei.

11. Juli
2004

Falsche Seite

Noch mehr als auf dem Bürgersteig parkende Autos regen mich Fahrradfahrer auf, die auf dem Bürgersteig fahren – vor allem, wenn sich auch noch auf der falsche Seite unterwegs sind. Da zieht man nichts ahnend den Mülleimer vor die Haustür und wird hinterrücks fast von einer Fahrradfahrerin erwischt, die erst im letzten Moment auf die Straße ausweicht. Schade das kein Auto unterwegs war. Statt aber endlich Vernunft anzunehmen, wechselte die “Dame” nur auf die andere Straßenseite und dann auf den Bürgersteig dort. Dazu fällt einem dann auch nichts mehr ein.

8. Juli
2004

Drei Tage ohne

Seit drei Tagen schleppe ich mich ohne richtigen Schlaf gehabt zu haben herum. Mittlerweile habe ich das Gefühl, meine Augen sind völlig verquollen. Ständig muss ich blinzeln oder gähnen. Im Kopf bin ich auch schon ganz matschig. Ich vermute mal, das es am Wetter liegt oder daran, dass wir die Kopf und Fußende im Bett vertauscht haben. Auf jeden Fall kann es nicht so weiter gehen, sonst werd ich noch wahnsinnig.

7. Juli
2004

Wachlachen

Eigentlich war es eher ein Glucksen, aber dennoch sehr merkwürdig. Mit Angst aus einem Traum zu erwachen, verschreckt au zu wachen, kennt man ja. Neu für mich war es, etwas so komisches zu träumen, dass ich quasi durch mein eigenes Lachen wach gewordene bin. Das ist auf jeden Fall besser, als wenn ein Albtraum sich noch mit durch den Tag zieht oder man wenn man träumt, das man aufwacht, tatsächlich aber noch schläft.

8. Juni
2004

Zuviel des Guten

Zu viel Wärme heut, zu viel Stress auf der Arbeit (ja, das Layout geht so – nein, das entspricht nicht den Vorgaben …) und wahrscheinlich auch zu viel EQOA. Bis gerade gespielt, statt schon um 22:00 Uhr aufzuhören. Aber es lief gerade so prima. Damit ich morgen nicht aussehe wie das Schlafmangelmonster, sollte ich jetzt schnellstens ins Bett gehen, natürlich nicht ohne die Zahnbürste wieder aus dem Mund zu nehmen, die mir beim schreiben dieser Zeilen noch im Mund steckt.

7. Juni
2004

Montagsdepressionen

Nicht nur, das die Woche wieder anfängt. Zwar ist sie nur sehr kurz, aber trotzdem gibt es genügen Dinge, die zu einer durchweg düsteren Grundstimmung führen. Dazu gehören die bald wieder anstehenden Studiengebühren, die Unsicherheit auf der Arbeit was meine Zukunft in der Firma betrifft, das komische Gefühl im Bauch, nach dem ich die Frau unseres toten Vermieters im Hausflur getroffen habe (und ihr mein Beileid ausgesprochen habe – eigentlich wollte ich das genau so nicht machen, mal eben so auf die Schnelle im Hausflur) und nicht zu vergessen das Wetter. Jetzt ist es zwar warm, aber es stehen noch wärmere Tage an und im Büro ist es jetzt schon nicht mehr zum aushalten.

Das ich nicht besonders geschlafen habe, verdient kaum noch eine Erwähnung. Auch nicht, dass ich wieder mal das Gefühl habe, einfach durch und durch mittelmäßig zu sein. Wenn ich es nicht in den nächsten beiden Jahren schaffe, endlich mal etwas richtiges zu schreiben, wird mich dieses Gefühl eines Tages noch mal endgültig erdrückend.

Nach dem ich mich jetzt hier so düster ausgetobt habe, werde ich wohl zum Kühlschrank gehen, mir ein kaltes Paulaner rausholen und den Tag am besten sofort vergessen.

6. Juni
2004

Kartenschreck

Vor gut zwei Stunden wollte ich online ein paar neue Magic karten bestellen und diese mit meiner American Express Karte bezahlen. Aus der Freude bei der Bestellung wurde schnell ein heftiger Schreck, als ich feststellen musste, dass sowohl meine Amex als auch meine Payback Karte nicht mehr im Portmonee waren. Besonders schlimm daran ist, dass ich mich nicht erinnern kann, wann und wo ich sie verloren habe. Gestern beim zurückstecken des Einkauswagenchips hätte mir deren Fehlen auch auffallen müssen. Ist es aber wohl nicht. Danach lag das Portmonee auf meinem Schreibtisch. Ein Anruf beim Kartenservice brachte zwar die Beruhigung, dass niemand die Karte verwendet hat und mir die Gewissheit, in vier Tagen eine neue zu haben. Trotzdem bleibt ein sehr unwohles Gefühl.

5. Juni
2004

Schlafen

Nicht nur, das ich spät aufgestanden bin für einen Samstag – nachmittags sind mir mitten in einer DVD dann die Augen zugefallen. Ich hab nur gemerkt, dass ich immer weniger von den Spieletrailer mitbekommen habe und es gerade so noch geschafft, den Fernseher und DVD-Player auszuschalten. Wahrscheinlich bin ich immer noch so erschöpft, dass mein Körper einfach noch mehr Schlaf braucht. Das Problem ist dann nur, den Moment zum Aufstehen wieder zu finden und nicht im Bett zu bleiben, weil man so schön die Decke über den Kopf ziehen kann. Nachholen muss ich auf jeden Fall noch die Beileidsbekundung für die Frau unseres verstorbenen Vermieters. Bisher habe ich es einfach noch nicht gekonnt – bzw. ich habe heute Mittag vor der Tür gestanden und geklingelt, aber sie war nicht zu Hause. Jetzt muss ich wieder die nötige Kraft finden.

2. Juni
2004

Ganz anders

Über was ganz anderes wollte ich heute blogen, was lustiges über Senator Kerry, dem Präsidentschaftskandidaten. Aber das Lachen ist mir vorhin im Hals stecken geblieben und wird sich auch in den nächsten Tagen nicht mehr einstellen. Unser Vermieter ist gestern Nacht im Alter von 95 Jahren verstorben. Nadine ist gerade unten bei seiner Frau, ich kann das leider nicht. Soviel Leid ertrage ich nicht. Schon beim Tod meines Großvaters viel mir es sehr schwer. Mir fehlten die Worte, ich wusste nicht, wie ich Trost spenden sollte, wo mir doch sein Tod selber so nah gegangen ist.

Genauso geht es mit jetzt wieder. Hinzu kommt noch Zukunftsangst. Das Haus unseres Vermieters gehört jetzt seiner Tochter in Hamburg. Wir stellen uns natürlich die Frage, wie es weitergeht und ob wir weiter hier wohnen können.
Der egoistische Beiklang dieser Angst führt dazu, dass ich mich klein, ganz klein fühle. Am liebsten würde ich mich in eine stille Ecke zurückziehen, und nichts sehen und hören müssen. Vor allem aber sollte in der Ecke die Zeit still stehen.

31. Mai
2004

NC

Nein, nicht der Numerus Clausus, sondern Nicolas Cage. Nach langer zeit sehen Nadine und ich wieder bewusst Fernsehen. Der Film mit NC nennt sich “Spiel auf Zeit” und ist ziemlich spannend. Selbst die Werbepausen auf RTL sind nicht so dramatisch, da man die Zeit für eine Klopause oder zum blogen nutzen kann. Was mir am Film so gut gefällt, ist der nichtlineare Handlungsverlauf und die Wendungen. Stück für Stück wird man immer tiefe in den Sumpf der Intrige hineingezogen und erfährt einen Teil der Wahrheit durch Rückblenden. So etwas nennt man wohl richtige Abendunterhaltung.