Vom bereits erwähnten IKEA-Einkauf am Samstag haben wir unter anderem einen Tischventilator mitgebracht. Der war mit etwas mehr als neun Euro recht günstig. Hintergedanke beim Kauf war, für einen eventuell kommenden heißen August gerüstet zu und diesem nicht wie im letzten Jahr hilflos ausgeliefert sein. Klar, das wir den Ventilator zu Hause auch direkt – nach dem IKEA-typischen Zusammenbau – ausprobieren mussten. Nur macht das Teil so ziemlich süchtig. Es ist einfach sehr angenehm, wenn man auf dem Sofa liegt und von einer leichten kühlen Briese umweht wird. Der einzige Haken an der Sache ist, dass so ein Ventilator auch Strom verbraucht. Ich möchte lieber nicht wissen, wie viel. Vor allem nicht, wie viel ich letztendlich damit dann auch wieder zur globalen Erwärmung beitragen. Andersherum hat auch keiner was davon, wenn ich vor mich hin schwitze.
Zu den Dingen, die bei mir zur Hinzersetzung führen, gehört neben stundenlangem rumliegen in der Sonne auch das ziellose surfen im Internet. Schon nach einer halben Stunde kann ich keinen klaren Gedanken mehr fassen, komme aber gleichzeitig nicht mehr los. Leicht wie ein Vogel und hirnlos wie Knäckebrot fliegt man von einem Link zum nächsten, ohne wirkliches Interesse. Innehalten, um auch mal Texte zu lesen, kommt nur selten vor. Hauptsache, man findet Seiten, die “interessant” sind. Diese werden dann als Lesezeichen gespeichert und dann vergessen und nie wieder besucht. Sollte man doch irgendwann den Computer ausschalten können oder sich aus nicht nachvollziehbaren Gründen einer ernsthaften Tätigkeit zuwenden, fühlt man ein leichtes Rauschen im Kopf. So ungefähr fühlt sich wahrscheinlich ein Fernseher ohne Empfang. Null Info.
Einer meiner abschweifenden Gedanken während der Zugfahrt nach Dortmund hatte sich heute morgen in der Vergangenheit verirrt und zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht. In der Oberstufe fand ich im Büro der Schülerzeitung einen Zettel an der Pinwand, der ins Altpapier sollte. Statt ihn wegzuschmeißen, habe ich ihn aber ausgefüllt und im Umschlag dem nächsten Briefkasten anvertraut. Die nächste fünf Jahre habe ich dann immer Einladungskarten für Pressevorführungen von Kinofilmen bekommen. Da diese immer in Düsseldorf und Köln stattfanden, war ich da nicht oft, trotzdem war es aber ein geniales Gefühl, diese Karten zu bekommen. An eine Vorführung kann ich mich noch gut erinnern. Es war ein sehr warmer Sommertag und zusammen mit Christoph S. bin ich nach Köln (oder war es Düsseldorf?) gefahren. In meinen damals neuen Birkenstock Sandalen – ja die wahren mal in – hab ich mir dann beim Bummel durch die Stadt blasen gelaufen, bevor wir ins Kino gegangen sind. Eine exklusive Vorführung von Jagd auf Roter Oktober.
Die meisten Freikarten ereilte allerdings ein trauriges Schicksal. Zweimal durchgerissen gaben sie hervorragende Schmierzettel ab, die ich in einer leeren Ferero Roche-Schachtel aufbewahrte.
Heute morgen um 6:35 Uhr, als sich in Bielefeld zu Stadtbahn gegangen bin, zeigte mir der Himmel einen strahlenden Sonnenschein. “Endlich wird es richtig Sommer”, dachte ich. Um 8:10 bei der Ankunft in Dortmund dann eine kalte Begrüßung mit Regen.
In der Zeitung stand ein Artikel über den Tornado, der Duisburg und Umgebung unsicher gemacht hat. Das Wetter ist nicht nur deprimierend, sondern auch noch gefährlich. In den nächsten Tagen dann soll das Barometer auf 30 Grad steigen. Am Wochenende soll es dann wieder kälter und regnerischer werden. Ob das jetzt schon die ersten Vorboten eines Klimawandels sind, kann ich nicht beurteilen. Solche Temperaturschwankungen sind auf jeden Fall eine Garantie für Kopfschmerzen bei mir. Während ich gestern noch allerbeste Laune hatte – trotz der Situation in der Firma – war davon heute nichts mehr über. Parallel dazu war ich auch deutlich unproduktiver. Das kann aber auch daran liegen, dass es sehr unspannend und in den Wahnsinn treibend ist, in Word lange Texte mit Grafiken neu zu formatieren. Am besten packt ein Wirbelsturm die ganzen Blätter und befreit mich von dem Mist. Leider würde das nur dazu führen, dass ich mich dann mit 16 Seiten Papier beschäftigen kann, den Harz IV Formularen, die mit einer 40-seitige Anleitung heute an die Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger verschickt worden sind.
Seit längerer Zeit endlich wieder ein paar Sonnenstrahlen, die ihren Weg zu uns gefunden haben. Auch wenn sich nichts wirklich ändert, so geht es einem doch gleich besser, wenn die trüben Regenwolken verschwunden – auch wenn es nur von kurzer Dauer ist. Ein Blick in den blauen Himmel, träumerisches Nichtstun. Ein Massage für die geschundene Seele. Sommer. Ist er nicht zu heiß, sondern einfach nur sonnig und angenehm, dann fühlt sich das ganze leben leichter an. Schön, wenn man sich auch auf zwei Wochen Urlaub freuen kann, die sich schon am Horizont abzeichnen.
Mit guter Laune fällt es auch nicht schwer, die positiven Erinnerungen der früheren Sommerferien, als man noch Kind war, heraufzubeschwören. Tage, die nach Wassereis, Sonnencrem und Baggersee schmecken.
Es ist schon sehr merkwürdig. Da beschäftigt man sich auch in seinem Blog mit politischen Themen und dann so was. Man trifft einen flüchtig bekannten Menschen und unterhält sich mit ihm – über das Wetter. Ob es eine Statistik gibt, wie viel Prozent aller Gespräche sich um das Wetter drehen? Wahrscheinlich ist das Wetter im Topthema, weil es so schön belanglos ist. Man kann darüber schimpfen, ohne Farbe bekennen zu müssen. Aber ehrlich gesagt hasse ich eigentlich solche Plauderei.
Noch mehr als auf dem Bürgersteig parkende Autos regen mich Fahrradfahrer auf, die auf dem Bürgersteig fahren – vor allem, wenn sich auch noch auf der falsche Seite unterwegs sind. Da zieht man nichts ahnend den Mülleimer vor die Haustür und wird hinterrücks fast von einer Fahrradfahrerin erwischt, die erst im letzten Moment auf die Straße ausweicht. Schade das kein Auto unterwegs war. Statt aber endlich Vernunft anzunehmen, wechselte die “Dame” nur auf die andere Straßenseite und dann auf den Bürgersteig dort. Dazu fällt einem dann auch nichts mehr ein.
Seit drei Tagen schleppe ich mich ohne richtigen Schlaf gehabt zu haben herum. Mittlerweile habe ich das Gefühl, meine Augen sind völlig verquollen. Ständig muss ich blinzeln oder gähnen. Im Kopf bin ich auch schon ganz matschig. Ich vermute mal, das es am Wetter liegt oder daran, dass wir die Kopf und Fußende im Bett vertauscht haben. Auf jeden Fall kann es nicht so weiter gehen, sonst werd ich noch wahnsinnig.
Eigentlich war es eher ein Glucksen, aber dennoch sehr merkwürdig. Mit Angst aus einem Traum zu erwachen, verschreckt au zu wachen, kennt man ja. Neu für mich war es, etwas so komisches zu träumen, dass ich quasi durch mein eigenes Lachen wach gewordene bin. Das ist auf jeden Fall besser, als wenn ein Albtraum sich noch mit durch den Tag zieht oder man wenn man träumt, das man aufwacht, tatsächlich aber noch schläft.
Zu viel Wärme heut, zu viel Stress auf der Arbeit (ja, das Layout geht so – nein, das entspricht nicht den Vorgaben …) und wahrscheinlich auch zu viel EQOA. Bis gerade gespielt, statt schon um 22:00 Uhr aufzuhören. Aber es lief gerade so prima. Damit ich morgen nicht aussehe wie das Schlafmangelmonster, sollte ich jetzt schnellstens ins Bett gehen, natürlich nicht ohne die Zahnbürste wieder aus dem Mund zu nehmen, die mir beim schreiben dieser Zeilen noch im Mund steckt.