2. Februar
2005

Wo ist …

Wenn über die Hälfte der Sachen bereits in Kartons verpackt ist, sollte man nicht in Verlegenheit kommen, etwas zu suchen, was bereits verpackt ist. Es könnte sich in einem Karton weit unten befinden. Gut, dass das noch nicht passiert ist. Dafür gibt es andere Momente, die frustrierend sind. Zum Beispiel, wenn 30 Umzugskartons gerade mal ausreichen, um meine Sammlung vor Brettspielen zu verpacken. Bei Karton 29 habe ich mir das Regal angeschaut und gedacht: “Wow, jetzt hab ich im Regal immer noch mehr Spiele als viele andere zu Hause haben!”

Nachts träume ich dann von einem Umzug, bei dem man seine Teetasse ausspült, dass Notebook zuklappt und geht.

30. Januar
2005

Packen im Nebel

Während draußen dichte Nebel den Blick am letzten Wochenende in der alten Wohnung auf den Teutoburger Wald versperrt, bin ich bereits dabei, mein Arbeitszimmer in Einzelteile zu zerlegen. Bei so einem Wetter fällt es mir wesentlich leichter als wenn die Sonne scheinen würde. Allerdings hoffe ich, dass wir nächsten Samstag besseres Wetter haben – im Regen umziehen ist nicht ganz so mein Fall.

29. Januar
2005

Umzugstetris

Die zehn Umzugskartons, die wir heute gekauft haben, sie schon alle voll. Dabei habe ich nicht den Eindruck, das mein Arbeitszimmer leerer als vorher ist. Es sieht fast unverändert aus. Das bedeutet, dass die Musterrechung, die in einer der kostenlosen Umzugsbroschüren enthalten war, richtig ist. Dort wurde pro Quadratmeter ein Karton veranschlagt. Macht bei 80 m2 etwa 80 Kartons. Ich rechne lieber nicht aus, was das kosten wird, da für einen Karton im Baumarkt stolze 1,80 Euro verlangt werden.

In einer Nische im Flur stapeln sich die gefüllten Kartons wie bei Tetris und erinneren mich daran, dass es nur noch sieben Tage bis zum Tag X sind.

27. Januar
2005

Abgezockt

Nach den Schwierigkeiten mit Arcor hatte ich mich dafür entschieden, erstmal bei T-Com (früher Telekom) zu bleiben. Der Umzug des Telefon- und Internetanschlusses gestaltet sich da auch problemlos, hat allerdings einen kleinen Schönheitsfehler. Während Neukunden nichts zahlen, kostet für Kunden ein Wechsel des Anschlusses (ISDN und DSL) 150 Euro – dafür das jemand zum Tag X auf einen Knopf drückt. Wie ich mich dabei fühle, geht ja schon aus der Überschrift hervor.

27. Januar
2005

Weg da, Kunde!

Es ist manchmal ziemlich faszinierend, wie manche Firmen mit Kunden umgehen. Für den neuen Telefonanschluss hatte ich vor, zu Arcor zu wechseln und dementsprechend auch den Vertrag unterschrieben. Nach Eingang des Vertrags bei Arcor erhielt ich eine E-Mail, die mich über die Möglichkeit informierte, online den Auftragsstatus abzufragen. Leider ging das bei mir nie, woraufhin ich mich per E-Mail an Arcor wandte. Die schrieben mir mit einiger Verzögerung zurück, dass mein Auftrag erst nach Ablauf der 14-tägigen Widerspruchsfrist bearbeitet werden würde. Sehr eigenartige Auffassung von Kundenfreundlichkeit. Ich stelle mir das mal auf andere Bereiche übertragen vor. Versandhändler wie amazon würden erst nach 14 Tagen ausliefern. Oder noch besser, mein Computerhändler würde mir bei einem Neukauf sagen, dass er mir das Gerät erst in zwei Jahren geben könnte, weil dann schließlich erst mein Garantieanspruch verfallen sei.

Mal sehen, wie das jetzt mit Arcor weitergeht, weil so gefällt es mir nicht. Ich hatte eigentlich geplant, dass wir in der neuen Wohnung spätestens am 7. Februar wieder einen Internetzugang haben. Wenn es nicht anders geht, bleibe ich doch bei T-Com, da scheint das wohl ohne Probleme möglich zu sein. Qualität hat wohl doch ihren Preis.

25. Januar
2005

Partywolf

Eigentlich heißt es ja Partylöwe, aber als solchen würde ich mich nie bezeichnen. Ich muss nicht bei jedem Thema mitreden und Smaltalk mag ich nicht – wirklich nicht. Wie ein Wolf um seine beute kreist, so kreise ich um die Themen herum und such mir die aus, die mir schmecken. Das mag zwar manchmal etwas unkommunikativ sein, aber damit habe ich zu leben gelernt. Auf den Geist gehen mir Leute, die um jeden Preis im Vordergrund stehen müssen, egal ob sie sich dabei zum Clown machen oder den größten Mist erzählen. Ich kann auch einfach mal im Hintergrund bleiben und zuhören. Mit jedem mag ich mich auch nicht unterhalten. Es muss einfach die Chemie stimmen, damit ich Spaß daran habe.

Auf der Geburtstagsparty, zu der wir eingeladnen waren, stimmte die Mischung, so dass der Abend sehr kurzweilig war. Ein guter Indikator dafür ist bei mir immer, wie oft ich auf die Uhr schaue. Es scheint so, das ich mich nicht gerade unwohl gefühlt habe, weil ich nur auf die Uhr gesehen hatte, als ich danach gefragt wurde – und auch nur deshalb, weil in den Geburtstag reingefeiert werden sollte und die Uhrzeit deswegen von Belang war.

23. Januar
2005

Nur

Beim Spaziergang durch die Stadt (Bummel kann man es ja nur nennen, wenn die Geschäfte aufhaben, was an einem Sonntag glücklicherweise nicht der Fall ist) hat Nadine mich auf ein Schild aufmerksam gemacht, auf de frisch gepressten Orangensaft angepriesen wurde. Ein Glas sollte nur 3 Euro kosten. Ehrlich gesagt bleibt mir bei so etwas die Sprache weg. Umgerechnet fast 6 DM für ein Glas Orangensaft! Der Wirt oder Betreiber muss einen Knall haben. Ich fühle mich dabei auf jeden Fall wie eine Orange: ausgepresst. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, kostet 2 Liter Hohes C Orangesaft etwa 1,59 Euro im Supermarkt.

20. Januar
2005

Paranoia eines Blogers

An so Tagen wie heute geht mir durch den Kopf, was für Leute wohl meinen Blog lesen. Vor allem aber, ob Vermieter, Vorgesetzte Kollegen etc. meinen Blog lesen. Das wäre ungefähr so, als wenn man sein Tagebuch unter dem Kopierer liegen läst. Eigentlich. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass ich es ja nicht anders gewollt habe. Ich muss ja nicht blogen. Auch wenn mir das alles sehr viel Spaß macht, bleibt so ein leichtes Kribbeln über. Beim nächsten Vorstellungsgespräch: “Ihre Unterlagen sind soweit hervorragend Herr Boley, aber was sie da am 13. Dezember im Internet geschrieben haben …” .

Allerdings kann das genauso passieren mit Beiträgen in Foren, Kommentaren etc. So gesehen dürfte man sich im Internet nur still verhalten, weil man ansonsten überall Spuren hinterlässt. Mit der Alternative hinterlasse ich doch lieber Spuren und gebe meinen Senf überall dazu.

20. Januar
2005

Neuer Mietvertrag

Ganz kribelig war mir, als ich den neuen Mietvertrag unterschrieben habe. Ist ist, um das noch mal zu betonen, eine klein, aber durchaus schönen Wohnung, die näher an einer Hauptverkehrstraße liegt. Eigentlich näher als mir lieb ist. Es ist also keine Traumwohnung, aber es ist eine Wohnung. Spannend wir jetzt noch das verhalten des Eigentümers unserer bisherigen Wohnung. Die Bezeichnung Vermieter spar ich mir mal, da es ein wenig mehr bedarf als nur einfach ein Haus zu besitzen.

18. Januar
2005

Lesen bildet

Heute morgen habe ich mich zum ersten mal mit Rasiercreme rasiert – zumindest habe ich es versucht. Bisher habe ich immer Rasierseife verwendet. Bedauerlicherweise hat der Hersteller meiner Rasierseife beschlossen, den Geruch der Seife komplett zu verändern. Jetzt richt sie irgendwie billig und nach pubertierenden Diskobesuchern. Zeit für einen Wechsel. Da sonst keine Rasierseife im Supermarkt zu bekommen war, habe ich vergangenen Freitag eine Tube Rasiercreme erworben, deren Inhalt heute zum ersten Mal zu Anwendung kam. Das Ergebnis war schmerzhaft. Beim Rasieren glitt die Klingen nicht über die Haut, sonder schien fast festzukleben. Die gesamte Klinge war auch hinterher verklebt mit der Creme. Irgendwie kam mir das alles nicht sehr richtig vor, so dass ich das Internet begoogelt habe. Fündig geworden bin ich im Forum Nassrasur (was es nicht alles gibt!). Dort stand war dann unter anderem zu lesen, dass Rasiercreme nicht direkt ins Gesicht gehört, sonder in einem Tiegel mit einem Rasierpinsel schaumig geschlagen wird – ähnlich wie Rasierseife. Jetzt, wo ich ein wenig klüger bin, frage ich mich allerdings, wo man so einen Hinweis sonst herbekommen hätte – wahrscheinlich nur auf amerikanischen Produktverpackungen, da sich dort die Hersteller mit ausführlichen Anleitungen gegenüber Zweckenfremdungen rechtlich absichern.