Aktuell in category

Alltag

Aus dem Leben nicht mehr wegzudenken ist der Alltag. Dinge, die passieren, passiert sind oder zumindest so passiert sein könnten, finden sich in dieser Kategorie. Frisch von der Leber weg erzählt. Alltägliches halt, was erfreut, zum nachdenken anregt oder aufregt.

Die Bahn macht auf Baustelle

Eine kurzfristig angesetzte Baustelle ist nicht nur ein Thema, welches den Hauptausschuss der NVR-Zweckverbandsversammlung beschäftigt, sondern ganz konkret auch mich als Pendler betrifft. In der vergangenen Woche summierte sich meine Pendel-Zeit auf fünf Stunden pro Tag — jeweils eine Stunde mehr. Ob daran Baustellen schuld sind, Fehlplanung oder was auch immer, ist mir am Ende eines Tages völlig egal.

Außer schweigend das Essen in sich hineinschieben läuft abends ehedem nicht mehr viel. Ermattet begibt man sich ins Bett und gruselt sich bereits vor dem nächsten Tag. Denn es wird nicht besser, wie man weiß. Anders als im letzten Jahr gab es so gut wie keine Kommunikation über die geplanten Baumaßnahmen. Mehr oder weniger bei Nacht und Nebel wurden kurzfristig Beschlüsse gefasst und der Pendler mit jeweils einer Baustelle links- und einer weiteren rechtsrheinisch überrascht.

Dank Baustelle wartet der ICE
KarinKarin / Pixabay

Der Baustelle ein Schnippchen schlagen

Als Pendler hat man dann einfach Pech, wenn man von Nippes mit der S-Bahn erstmal zum Hauptbahnhof Köln kommen muss, weil von dort der ICE fährt. Meine S-Bahn, die ich sonst morgens nehme, wurde auf Grund der Baustelle gestrichen. Alternativ hätte ich 10 Minuten früher fahren können — mit entsprechend verlängertem Aufenthalt am Bahnhof. Oder später, mit dem Risiko den ICE zu verpassen. Bei der Wahl zwischen zwei Nicht-Alternativen sucht man sich eine wirkliche Alternative. Meine besteht darin, morgen zu KVB-Haltestelle Florastraße zu laufen, von der mit der U-Bahn bis zum Ebertplatz zu fahren, in die nächste Bahn Richtung Breslauerplatz einsteigen oder gleich vom Ebertplatz zum Bahnhof laufen.

Sofern ich nicht zu dusselig bin, beim Verlassen der Wohnung die richtige Richtung einzuschlafen, klappt das ganz gut. Früher aus dem Haus muss ich dabei auch nicht wirklich. Länger unterwegs zur Arbeit bin ich durch die Baustelle trotzdem.

Der schlechtere Rückweg

Auf dem Rückweg geht das da nicht mehr ganz so gut, vor allem auch, weil ich nicht etwas später im Büro ankomme, sondern wesentlich später zu Hause bin. Da der ICE 729 gefühlt nie pünktlich in Köln Messe/Deutz ankommt, addiert sich dann die Verspätung durch die Baustelle noch mal dazu. Da es hier bei der S-Bahn Richtung Nippes auch wieder Streichungen gibt, fällt man, so wie ich letzte Woche, in eine hässliche Lücke. Aber hej, wenn man um 19:45 Uhr zu Hause ist, hat man die Tagesschau zumindest noch nicht verpasst.

Diese Woche solle es angeblich wieder besser werden, zumindest wird behauptet, man sei mit einer Baustelle bereit fertig. Fertig bin ich auch, aber mit den Nerven. Der ICE heute Abend soll pünktlich in Köln ankommen — dafür jedoch früher losfahren.

In jedem Fall habe ich für mich eine ziemlich gute und übersichtliche Informationsquelle entdeckt. Die Pressemeldungen der Nahverkehr Rheinland GmbH sind deutlich informativer als das, was man als Pendler ansonsten von der Bahn zu lesen bekommt.

Bitte mit Untertitel

Bei Netflix man Filme und Dokumentation in der Originalfassung sehen. Bei den meisten englischsprachigen Werken brauche ich da im Prinzip keinen Untertitel. Gefühlt verstehe ich mehr als 70 Prozent. Wirklich anstrengend ist das für mein Gehirn auch nicht. Wäre auch blöd, denn dann ist so was abends vor dem Fernseher keine Unterhaltung mehr. weiterlesen →

Auf dem Weg zurück

Es ist nur so eine Stimmung, sagte ich mir. Das vergeht wieder und ehe du dich ich versiehst, glaubst du wieder ganz fest daran. Tja, und dann lese ich gestern von einem, der seinen Zweifel Taten hat folgen lassen. Und in den Kommentaren zu seinem Bericht darüber von vielen anderen, denen es ähnlich geht. weiterlesen →

Türspalt zur Hölle

Was weiß ich schon über Schmerzen. Weder liege ich im Hospiz, noch auf einer Palliativstation. Auch hatte ich noch keinen schweren Unfall, ebenso ist mir Krebs wie auch andere ernsthafte Krankheiten bisher erspart geblieben Das alles gehört zu einer Tür, die ich hoffe niemals aufzumachen. weiterlesen →

Karneval im Abo

Jeder von uns kennt bestimmt den Moment, sich als Sieger fühlen nach vorne zu stürmen und dann ultimative Demütigung verpasst zu bekommen. Man war gar nicht gemeint, ein andere hält lächelnd den Pokal in der Hand. So in etwa muss sich das Film-Team von „La La Land“ bei der Oscar-Verleihung gefühlt haben, als das Goldmännchen für den besten Film vergeben werden sollte. Man sollte sich den Moment vor Augen halten, wenn es darum geht, persönliche Enttäuschungen zu verkraften. weiterlesen →

Midway — oder die Suche nach einer Handlung

Charlton Heston war zu Lebzeiten eine ambivalent Persönlichkeit, die in vielen Filmen mitspielte. Positiv in Erinnerung geblieben sind mir zum Beispiel „Ben Hur“ und „Planet der Affen“. Ob er schauspielerisch herausragend war, mag ich nicht beurteilen. Aber selbst wenn er es gewesen wäre, hätte man damit den Film „Midway“ (dt: Schlacht um Midway) retten können. weiterlesen →

Voll verkocht

Ganz langsam erhole ich mich wieder von meinem Erlebnis am vergangenen Sonntag. Ausschließen, dass so was ansonsten bei mir nie passiert, kann ich nicht. Auch in Zukunft werde ich vor so etwas nicht gefeit sein. Allerdings sollte ich mir noch deutlich vornehmen, in solchen Fällen relativ schnell Konsequenzen folgen zu lassen. weiterlesen →

Markenartikel später

Ein äußerst merkwürdiger Traum ließ mich noch Stunden nach dem Aufwachen grübeln. Alles fing an mit einer Busfahrt. Es sollte irgendwo hin gehen, vermutlich Urlaub an der Ostsee. Am Abend zuvor hatte ich die Dokumentation „Ostsee von oben“ gesehen. Das wurde also von meinem Gehirn im Traum verarbeitet. Die Busfahrt stimmt auch irgendwie, denn als meine Frau und ich vor einigen Jahren mal Urlaub im Fischland machten, mussten wir die letzte Strecke mit dem Bus fahren – ich hasse Bus fahren. weiterlesen →

Kleine Brandstifter

Ich bin kein Brillenträger. Andernfalls wäre mir gestern, wie man so schön sagt, der Kitt aus der Brille gefallen. Zugegeben, eine etwas altmodische Formulierung. Allerdings gehört für mich so was wie Erziehung nicht zu den Dingen, die jemals aus der Mode kommen sollten. weiterlesen →

Der Kunde als Mitarbeiter

Es gibt unaufdringlich Tools die ich täglich nutze. So unaufdringlich, dass ich mir keine Gedanken machen muss. Aus diesem Grund bin ich nach wie vor, trotz gelegentlichem leichten Magengrummeln, Evernote-Anwender — auch wenn ich parallel Doku-Wiki für strukturierte Wissensgebiete nutze. weiterlesen →

Verlängerte Adventszeit

Nach der durch die Bänderdehnung bedingten Weihnachtspause stand heute morgen wieder das Laufen an. Wobei, es ist bei mir nach wie vor ein zügiges Gehen, so richtigen joggen kommt erst noch. Eine gute Stunde unterwegs sein und 7,5 Kilometer runter reißen, dabei dann noch Brötchen holen und nach dem Frühstück gut gelaunt an den Schreibtisch im Home Office setzen. So stellte ich mir den Beginn des Montags vor. weiterlesen →