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Friedensengel Trump

Engel ist nicht gleich Engel. Auch ohne religiöse Bindung lernt man recht früh, dass es neben den normalen Engeln noch eine Reihe anderer Engel gibt. Zum Beispiel gefallene Engel. Jene, die sich der „göttlichen“ Ordnung widersetzen und dafür vom CHEF persönlich verstoßen wurden. Bekanntester von ihnen dürfte wohl Luzifer sein, welcher gerne unter dem Alias „Teufel“ sein Werk verrichtet. je nach dem, wo man liest und wen man fragt sind es sogar mehrere Engel, die aus dem Himmel gestürzt wurden.

Den Blauen Engel kennt man als Zeichen für den Umweltschutz, den Produkte und auch Dienstleistungen tragen können, wenn sie den Vorgaben entsprechen.

Dann wäre da noch der Friedensengel, die wir häufig zu Weihnachten an der Spitze eines Tannenbaums sehen. Die harte Wahrheit ist hier, wenn man es mal umgangssprachlich betrachtet und formuliert, dass der Engel um richtig zu halten die Spitze des Baums im Arsch hat.

karigamb08 / Pixabay

All das hat selbstverständlich rein gar nichts mit Thilo Sarrazin und Donald Trump zu tun. Während letzter der derzeit amtierende US-Präsident ist, handelt es sich bei Sarrazin um einen Geist der Talkshows. Oder so ähnlich. Das dieser Mann immer noch SPD-Mitglied ist, lässt sich noch schwerer verstehen wie die Wahl von Trump zum Präsidenten. Möglich, dass die SPD eine masochistische Ader hat und so einen wie Sarrazin braucht. Man steht auf den geistigen Schmerz, die Äußerungen von Thilo Sarrazin verursachen. Ich für meinen Teil wäre ja für einen kompromisslosen Rauswurf der Person, die ich schon lange nicht mehr Genosse nennen mag.

Kommen wir aber auf Trump und den Friedensengel zurück. Bei Maischberger durfte Thilo Sarrazin mal wieder seine kruden Thesen zum Besten geben. Das Sarrazin zu Fernsehsendungen eingeladen wird, lässt sich nachvollziehen. Mit so jemanden in der Talkshow hat man die Garantie für eine Berichterstattung in den Meiden am nächsten Tag. Blöd nur, dass von der braunen Farbe auch immer etwas an einem selber hängen bleibt.

Sarrazin jedenfalls tat das, was er immer tut wenn er die Gelegenheit bekommt vor Publikum zu sprechen. Er trommelte am rechten Rand, vorzugsweise gegen sich in Deutschland aufhalten Ausländer und Einwanderer mit besonderem Fokus auf Menschen muslimischen Glaubens. So ein Einreisestopp wie in Trump hatte versucht umzusetzen hätte er, Sarrazin, besser vorbereitet. Hier zeichnet sich die im Verwaltungsapparat trainierte deutsche Gründlichkeit ab.

Den US-Amerikanern würde es ohne Migration besser gehen, meint Sarrazin (und glaubt das wahrscheinlich auch in Bezug auf Deutschland). Richtig ist dagegen, dass es ohne Migration nach Amerika den Indianern besser gehen würde. Das in der Sendung ein CDU-Mitglied dem Noch-immer-SPD-Mitglied Sarrazin widerspricht, spricht für Norbert Röttgen, nicht aber für die SPD.

Der ehemalige Bundesumweltminister scheint von internationaler Politik auch deutlich mehr zu verstehen als Herr Sarrazin. Für Röttgen ist es klar, zu welchen Wechselwirkung ein erneuter harter Kurs der USA gegenüber dem Iran führen wird. Sanktionen gegen den Iran stärkten die fundamentalistischen Hardliner — zu einem Zeitpunkt, wo die Welt dringender den je einen Iran benötigt, der sich öffnet und zu einem Partner in der Region wird.

Sarrazin für seinen Teil ist fest davon überzeugt, weniger Interventionen bei internationalen Konflikten wären der richtige Weg. Weil Donald Trump genau für so einen Kurs steht (zumindest derzeit), hält Sarrazin den US-Präsidenten für einen Friedensengel. Andere werden mit weitaus geringeren Wahnvorstellungen in die geschlossene Psychiatrie eingeliefert.

Trumps vergessener Burger

In Zeiten von Counterfacts beziehungsweise „Alternativen Fakten“ muss man sicherlich vorsichtig sein hinsichtlich bestimmter Meldungen. Im Gegensatz zur mittlerweile beliebten Haltung, die Presse pauschal für einen Hort der Unwahrheit zu halten, bin ich nach wie vor von der überwiegenden Seriosität überzeugt. Ja, selbst Zeitung wie die Rheinische Post, um die ich früher in Wesel einen großen Bogen machte, wirken auf mich im Social-Media Zeitalter wie Bollwerke der Aufklärung — gut, vielleicht ist das jetzt doch etwas übertrieben. weiterlesen →

Alternatives Glockenspiel

Die Arbeitsanweisungen für den nachfolgenden Text lautet, ihn aufmerksam und bis zum Ende durchzulesen, wenn möglich vorher auszudrucken und die Kernaussagen mit Textmarker hervorzuheben. weiterlesen →

Der Weltraum — unendliches Weinen

Möglicherweise habe ich mittlerweile eine Schwelle überschritten und bin voll dabei, eine alter, konservativer Knochen zu werden. Oder aber es handelt sich dabei einen deutlich Zuwachs an Erfahrung, die mich gewisse Dinge und Entwicklungen besonders kritisch hinterfragen lässt. weiterlesen →

Midway — oder die Suche nach einer Handlung

Charlton Heston war zu Lebzeiten eine ambivalent Persönlichkeit, die in vielen Filmen mitspielte. Positiv in Erinnerung geblieben sind mir zum Beispiel „Ben Hur“ und „Planet der Affen“. Ob er schauspielerisch herausragend war, mag ich nicht beurteilen. Aber selbst wenn er es gewesen wäre, hätte man damit den Film „Midway“ (dt: Schlacht um Midway) retten können. weiterlesen →

Bücher oder Sicherheit

Stück für Stück fresse ich mich durch meinen Bücherstapel. Etwa alle zwei Wochen wird er wieder etwas kleiner. Aktuell ist es zur Abwechslung kein Roman, sondern „Kampf um Vorherrschaft: Eine deutsche Geschichte Europas 1453 bis heute“ von Brendan Simms. weiterlesen →

Voll verkocht

Ganz langsam erhole ich mich wieder von meinem Erlebnis am vergangenen Sonntag. Ausschließen, dass so was ansonsten bei mir nie passiert, kann ich nicht. Auch in Zukunft werde ich vor so etwas nicht gefeit sein. Allerdings sollte ich mir noch deutlich vornehmen, in solchen Fällen relativ schnell Konsequenzen folgen zu lassen. weiterlesen →

Schere, Steinmeier, Papier

Entscheidung lassen sich auf einfache Weise auch durch das bekannte Spiel „Schere, Stein, Papier“ herbeiführen. Schere schlägt Papier, Papier schlägt Stein und Stein schlägt Schere. Hört sich einfach an, dahinter steckt aber, wenn man dem Wikipedia-Eintrag Glauben schenkt, eine Menge Psychologie. weiterlesen →

Markenartikel später

Ein äußerst merkwürdiger Traum ließ mich noch Stunden nach dem Aufwachen grübeln. Alles fing an mit einer Busfahrt. Es sollte irgendwo hin gehen, vermutlich Urlaub an der Ostsee. Am Abend zuvor hatte ich die Dokumentation „Ostsee von oben“ gesehen. Das wurde also von meinem Gehirn im Traum verarbeitet. Die Busfahrt stimmt auch irgendwie, denn als meine Frau und ich vor einigen Jahren mal Urlaub im Fischland machten, mussten wir die letzte Strecke mit dem Bus fahren – ich hasse Bus fahren. weiterlesen →

Erweiterungsbrechen

In uns wohnt ein Streben nach Vollständigkeit. Ob das zum göttlichen Plan gehört (sofern es einen gibt und man an die Existenz der Person hinter diesem möglichen Plan glaubt) oder nicht, spielt im Alltag eine eher untergeordnete Rolle. Die meisten von versuchen nämlich, statt sich selber hauptsächlich Dinge zu vervollständigen. Mich selber nehme ich da nicht aus. weiterlesen →