Wein aus Georgien

Wein aus Georgien

Zugegeben, Wein aus Georgien hatte ich bisher nicht im Blick. Durch eine Doku-reihe bei arte bin ich aber inzwischen ziemlich angefixt.

Wunderbare Welt der Weine

Seit einer ganzen reihe von Monaten, wen ich mich nicht irre, sogar seit über einem Jahr, beziehen wir die Printausgabe des arte-Magazins. Abgesehen von Ereignissen wie Wahlen, bei denen wir dann wahlweise ARD oder ZDF schauen, ist arte auch unser Haussender. Aus dem gesamten frei zugänglichen Fernsehangebot schauen wir wenn dann nichts anderes. Das Magazin als Programmzeitschrift zu beziehen, war da naheliegend. Da ich ganz gerne beim Essen lese und auch kleckere, sprach eine Menge für die Printausgabe.
Wie dem auch sei, bedingt durch den Herbsturlaub kam ich erst gestern Abend dazu, in die Ausgabe vom November einen Blick zu werfen. Wie gewohnt eine Reihe von interessanten Themen, bei einem wurde ich aber sofort hellhörig und neugierig. Eine 20-teilige Dokumentation über „Die wunderbare Welt der Weine“. Weine interessieren meine Frau und mich ziemlich, was aber Leserinnen und Lesern dieses Blogs nichts neues sein sollte.

Wein aus Georgien
JLB1988 / Pixabay

Autochthonen Rebsorten

Ein besonderes Faible habe ich für autochthonen Rebsorten, wie bereits in meinem Artikel zu denen Weinen aus Apulien anklang. Bei einer Dokumentation über Weine hoffte ich, nicht nur Neues zu erfahren, sondern auch neue Sorten zu entdecken. Aber ich greife bereits etwas vor. Beim lesen des Artikels gestern im Magazin stieß ich nämlich als erstes auf den Hinweis, die Reihe würde bereits am 30. Oktober beginnen. Das war gestern dann fünf Tage her. Glücklicherweise kann man in der Mediathek von arte noch acht tage nach der Ausstrahlung drauf zugreifen. Somit stand dann unser Abendprogramm fest. Passend dazu mit einem Riesling von der Mosel setzen wir uns von den Fernseher.
In der ersten Folge (die einzelnen Folgen dauern rund 25 Minuten) ging es um „Italien: Prosecco und das Lebensgefühl des Veneto“. Zwar gehört Prosecco zu den Dingen, die ich jederzeit einem Sekt oder sogar Champagner bevorzuge, wirklich darüber gewusst hatte ich über Prosecco bisher nichts. Auch nicht, dass er seinen Ursprung in Venedig hat. Auf jeden Fall ist die Region spannend und sicher auch mal einen Urlaub wert. Das ich voreingenommen bin was Weine aus Südamerika angeht, hat nichts mit deren Qualität zu tun. Sondern ausschließlich damit, dass ich den Transport zu mir für ökologischen Wahnsinn halte. Es gibt in Europa (und ein Stück weit darüber hinaus) so viele ausgezeichnete Weine, die man ohne schlechtes Gewissen trinken kann, dass ich definitiv keinen Wein aus Argentinien mehr trinken möchte. Der Bericht über „Argentinien: Eine Oase am Fuße der Cordillera“ bestätigte das noch mal. Riesige Gebiet mit Monokulturen, ausschließlich Malbec und ein eklatantes Problem mit der Wasserversorgung.

Das besondere bei Wein aus Georgien

Im dritten Teil ging es dann um Wein aus Georgien — eine Region, über die ich nicht nur nichts weiß, sondern aus der ich auch bisher keinen einzigen Wein getrunken. Schon in den ersten Sätzen der Reportage war ich angefixt. In Georgien existieren über 500 autochthonen Rebsorten. Allein das ist schon für mich Grund genug, mich mit dem Land auseinanderzusetzen. Das wirklich Besondere an Wein aus Georgien ist die althergebrachte Herstellung in so genannten Qvevris. Das sind riesige Tonkrüge, die in der Erde vergraben werden. Die Farbe der Weißweine geht dann am Ende sehr deutlich in Richtung Bernstein.
Aber nicht nur die Weine fand ich beeindruckend, sondern auch das Lebensgefühl. Der Film endete mit einer Einstellung, die einen großen Tisch zeigte, an dem gegessen, getrunken und gesungen wurde. Unabhängig davon, ob man sich nun für Wein begeistert oder nicht, sehenswert ist „Georgien: auf den Spuren der ersten Weinberge“ auf jeden Fall.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren