Präventiver Tyrannenmord

Präventiver Tyrannenmord

Es gibt nur wenige Fälle, in denen man für ein überfahrenes Kind einen Preis erhält. Tobias Haase ist von der Jury des Nachwuchsfilmpreises First Steps Award ausgezeichnet worden für seinen inoffiziellen Mercedes-Werbefilm.

Man kann trefflich über den Film streiten. Damit hat man dann auf jeden Fall bewiesen, dass die Begründung der Jury, der Film würde einen dazu zwingen, sich eine Meinung zu bilden, richtig ist.

Im Film heisst es über die im Autor verbaute Fahrzeugtechnik:

Erkennt Gefahren, bevor sie entstehet.

Man kann den Rückgriff auf Adolf Hitler geschmacklos finden. Man kann sich darüber aufregen, dass im Film ein Kind überfahren wird. Gerade letzteres ist schwer nachvollziehbar. Erwachsen Menschen sollten in der Lage sein, zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu unterscheiden. Täglich sterben tausende von Kindern, wo bleibt da der Aufschrei? Aber ein Kind, höre ich die Gutmenschen rufen, überfahren, von einem Auto. Möglicherweise entsteht die Empörung deshalb, weil hier ein deutsches Kind überfahren wird. Währe es jemand anders, könnte man ein Auge zudrücken. Oder?

Empörung ist in. Besonders in Deutschland. Besser wäre es hier, sich über ein kreatives Nachwuchstalent zu freuen. Über Tyrannenmord kann man doch mal gesondert diskutieren. Einen präventiver Tyrannenmord wird es jedenfalls vorerst nicht geben, dass gehört vorerst in den Bereich der Science Fiction (vgl. Minority Report).

2 Replies to “Präventiver Tyrannenmord”

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren