Ungezogene Erzieherinnnen

„Ja, wir sind mit’m Radl da,…“ ein Volkslied, welches in der autofreien Siedlung Stellwerk 60 besondere Bedeutung hätte. Hie fährt nämlich jeder mit dem Rad. Sollte man meinen. Die Wirklichkeit sieht aber wie so oft anders aus.

kindergarten-03-09-2013

Während es bei den neu hinzugezogenen Bewohnern mittlerweile zu funktionieren scheint, zumindest bis die Parkraumbewirtschaftung in den umliegenden Siedlungen in die nächste Runde geht, gibt es Menschen, die für sich Ausnahmen machen. Sicher, solche hat man immer und überall, weniger schön ist es jedoch, wenn es sich um einen Personenkreis mit Vorbildfunktion handelt.

Vor dem Kindergarten in der autofreien Siedlung parken, wie auf dem Foto gut zu erkennen ist, drei Autos. Und das ist nicht mal ein Einzelfall. Der Platz vor dem Gebäude scheint sich als Dauerstellplatz zunehmender Beliebtheit bei den Mitarbeiterinnen zu erfreuen. Egal ob normales Tagesgeschäft oder Wochenendveranstaltung, selten sieht man tagsüber die Fläche ohne PKW.

Viel die dort parken, haben keinen Dreikant-Schlüsse für die Absperrung. Das scheint sie auch nicht weiter zu stören, denn es gibt genug Wiese, über die man fahren und die Absperrung umgehen kann. Ehrlich gesagt finde ich eine solche Verhaltensweise mehr als erbärmlich. Zum einen, weil es das Konzept der autofreien Siedlung torpediert. Es gibt genügend Anwohner, die selbst größere Möbelstücke mit einem Bollerwagen aus der Mobilitätszentrale transportieren. So manche Person, die aus den Wagen steigt, ist mit einem Einkaufskorb, einer Torte oder Handtasche beladen.

Wesentlich schwerer wiegt für mich jedoch das Bild, was den Kindern vermittelt wird. Regeln gelten für erwachsen Menschen nicht. Man kann sie wenn es einem passt, einfach umgehen – bzw. umfahren.

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