Ende Runde eins

Darüber, wie wohl der Endgegner aussehen wird, habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber das hat wohl auch noch Zeit – zumindest wenn ich in diesem Schneckentempo weiter voran komme.

Dennoch sollte ich mir zumindest etwas Aufmunterung gönnen, denn ich bin tatsächlich fertig mit der ersten Überarbeitung von „Altmetall am Altrhein“. Die größte Herausforderung bestand darin, was wohl auch den enormen Zeitverbrauch erklärt, die einzelnen Handlungsebenen und Zeitlinien sauber aufzutrennen. In der ursprünglichen Planung sollte ein Kapitel genau eine Perspektive haben. Das hat sich dann im NaNoWriMo 2010 doch etwas anders entwickelt. Fehler sind aber dazu da, um daraus zu lernen.

Verloren ist der Text auch nicht, denn es gibt eine Menge brauchbares Material. Es muss nur anders arrangiert werden. Zudem erscheint es mir nötig, zusätzliche Kapitel zu schreiben, um die Lücken zu füllen.

Während der ersten Korrekturphase habe ich mangels einer anderen Lösung alle Szenen mit Bleistift auf Papier aufgeschrieben und die einzelnen Handlungsstränge visualisiert. Immer wenn ich an das Ende des Blattes kam, klebte ich ein neues DIN-A4-Blatt dran. Auf diese Weise entstand eine Art Endlospapier. Ganz so endlos ist es zum Glück nicht, denn nach 4,35 Meter ist Schluss – dort steht mit Kapitel 29 der Epilog.

altrhein_zeitlinie

Bevor ich mit der zweiten Überarbeitung beginnen kann, muss ich noch die Kapitel entsprechen meiner Aufteilung in einzelnen Szenen auftrennen. Aus 29 langen Texten werden dann mehrere kürzere im Entwurfs-Ordner von Scrivener. Sobald das vollbracht ist, werde ich mittels Aoen Timeline das Projekt synchronisieren. Durch die Software lassen sich dann die einzelnen Szenen auf einem Zeitstrahl sortieren, so dass ich die nötige Ordnung ins Chaos bringen kann.

Aoen Timeline macht auf mich einen guten Eindruck, insbesondere auch im Zusammenspiel mit Scrivener, wo es keine Zeitleiste gibt. Wie gut die beiden Programme zusammenarbeiten, werde ich dann noch mal berichten. Meine Hoffnung ist die, dass die zweite Überarbeitung dann deutlich schneller und vor allem auch leichter von der Hand geht, da ich mich dem kreativen Teil zuwenden kann und endlich auch wieder inhaltlich an meinen Krimi herangehen kann. Vorher hatte das auf Grund der verworrenen Fäden keinen Sinn, da mir selber der nötige Überblick fehlt.

Mit etwas Glück wird in den nächsten Wochen das Wetter besser – oder anders gesagt es wird endlich Frühling. Dann macht die Recherche etwas mehr Spaß, denn es lässt sich nicht vermeiden, für einige Stellen im Krimi noch mal vor die Tür zu gehen.

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