Reicht nicht das Geld

Manchmal reicht es, wenn Dinge nicht einem selber passieren sondern dem nächsten Umfeld, um einen völlig aus der Bahn zu werfen. DEM CHEF wurde heute das Portmonee geklaut. An Bargeld war da nicht mal 20 Euro drin. Statt sich damit zufrieden zu geben, nahm der Dieb Portmonee an sich – iPhone und iPad in der selben Tasche interessierten in anscheinend nicht.

DER CHEF ist derzeit sehr aufgebraucht und hat nach einer Anzeige bei der Polizei eine Menge Rennerei vor sich. Im Portmonee befanden sich viel Plastik in Form von Bank- und Kundenkarten, dazu der Personalausweis, der Fahrausweis der Kölner Verkehrsbetriebe und auch die Gesundheitskarte. Damit ist man dann erstmal schachmatt gesetzt. Man kann keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, sich nirgends ausweisen und etwas bezahlen ist auch nicht möglich.

Der Dieb selber hat von seiner Tat nichts, da die Karten umgehend gesperrt wurde. Er besitzt jetzt ein altes Portmonee mit einem Haufen wertlosen Plastikkarten. Das alles lässt sich ersetzen, auch wenn es Zeit, Mühe und Geld kosten wird. Ein Verlust aber wird bleiben. Im Portmonee befand sich auch ein Metall-Einkaufswagenchip der Neuen Westfälischen aus Bielefeld. Ein Andenken, was DER CHEF wohl nicht mehr wiederbekommen wird.

Ich für meinen Teil bin für ziemlich wütend. Warum, so frage ich mich, warum man nicht einfach das Geld nimmt, damit zufrieden ist und das Portmonee dort zurück lässt, wo man es „gefunden“ hat. Es ist eine sinnlose Lust, anderen möglichst großen Schaden zu zufügen. Und das auch noch unter Akademikern, denn das Portmonee wurde nicht etwa in der Straßenbahn oder Schule geklaut, sondern in einem Seminarraum an der FH in Köln. Der Kreis der Täter ist dort deutlich kleiner. Zufällig kommt da niemand vorbei.

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