Über das Arbeiten

Die Überarbeitung kann für Autoren mitunter hartes Brot sein. Seine Texte wieder und wieder zu lesen. Anmerkungen zu machen, beim nächsten Mal auf Grund der Anmerkungen Änderungen vorzunehmen ist anstrengend. Schnell drängt sich die 10 zu 90 Regel auf:

Schreiben besteht zu 10% Inspiration und zu aus 90% Transpiration

Und das ist die bittere Wahrheit. Heute morgen in der Früh am Schreibtisch zu Hause wurde bewusst, wie grausam das manchmal sein kann. Es hilft aber nichts, ich muss dadurch. Gefühlte 90 Prozent des Jahres werden aus Überarbeitung bestehen.

Ernüchternd ist zudem, wenn man sich an einer realistischen Zeiteinschätzung versucht.
Bei 30 Kapiteln und einem Tempo von einem Kapitel pro Tag wäre ich am 7. Februar 2013 mit dem ersten Durchgang fertig. Der ersten Überarbeitung folgen erfahrungsgemäß mindestens noch zwei bis drei weitere. Um noch in diesem Jahr fertig zu werden mit „Altmetall am Altrhein“, meinem ersten Niederrhein-Krimi, muss ich daher meine Vorgehensweise optimieren, ohne dass die beabsichtigte Qualität darunter leiden wird. Vorzugsweise wird noch mal alles, was unter dem Label „sonstige Freizeit“ läuft, auf den Prüfstand gestellt.

Zugegeben habe ich mir das Leben auch etwas schwerer mit der ersten Überarbeitung gemacht. Es gibt nicht nur die Ur-Fassung, sondern auch eine LaTeX-Datei, an der ich bereits Änderungen vorgenommen hatte. Im ersten Schritt lese ich daher zwei Fassungen parallel, um mögliche Unterschiede zu finden. Auch wenn das etwas meine Lesegeschwindigkeit ausbremst, hat es bei all der mehrfachen Arbeit einen Vorteil: ich lese nicht nur langsamer, sondern auch sorgfältiger.

Beim ersten Durchgang darf ich nicht vergessen, mir Notizen über notwendige Recherche-Lücken zu machen. Bereits jetzt steht schon für mich fest, dass ich spätestens im Frühjahr häufiger am Niederrhein sein werden, um meine Erinnerungen aufzufrischen.

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