Motivationsfutter

Der von Google übernommene Dienst Feedburner hat mal wieder Probleme. Die Auswirkungen sind auch hier im Blog zu sehen, denn der Zähler auf der Startseite, der eigentlich die Anzahl der RSS-Abonenten anzeigen soll, steht seit Tagen auf Null.

Ob nun wirklich der Tag X naht und Google den Dienst ganz einstellt oder ob es tatsächlich nur Probleme sind, weiß man noch immer nicht. Seit der Übernahme von Feedburner durch Google vor einiger Zeit gab es diese Befürchtungen. Damals installierte ich das FD Feedburner Plugin für WordPress, damit sich für den Fall des Falles die URL des Feeds nicht ändert. Aber gut, dass ist Technikkram. Im Grunde kann ich auch auf Feedburner verzichten. Die Zahl der Abonnenten lässt sich auch auf andere Weise ermitteln. Meine Motivation, weiterhin Blogartikel zu schreiben, leitet sich ehedem nicht aus der Statistik ab. Frank Bültke hat in seinem Artikel „Kommentar & Motivation“ davon geschrieben, wie wichtig ihm Kommentare als Quelle der Motivation sind.

Stärker den je schöpfe ich meine Motivation aus der Tätigkeit selber. Sicher, ich schreibe, um gelesen zu werden, wie die meisten Autoren wohl auch. Aber ich würde auch weiterhin schreiben, wenn es gar keiner mehr liesst – und Kommentare finden sich hier im Blog eher seltener ein. Schreiben für mich wie atmen. Auch wenn mich niemand ansieht, atme ich weiter.

Mich motivieren sehr unterschiedliche Sachen. Ein Stück weit sind die täglichen Blogeinträge auch zur Routine geworden – wo wird dann wieder beim atmen wären. Mir bereitet es Freude, in meinen Texten eine Entwicklung zu sehen. Auf Themen kann ich mich schneller einstellen, die Idee fliegen mir schneller zu und auch in sprachlicher (nicht in Bezug auf die Rechtschreibung) Hinsichtlich sehe ich eine kontinuierliche Steigerung. Über das Bloggen habe ich letztendlich auch zum Schreiben von Krimis und Kurzgeschichten (zurück-) gefunden. Ähnlich geht es wohl auch Bergsteigern, die wenn sie ins Tal blicken, sehen, wie viel Strecke sie bereits zurück gelegt haben. Das ist meine Quelle der Motivation, zu sehen wie ich mich entwickelt habe. Der Ursprung der Weblogs als digitales Tagebuch – ein Stück weit ist da unabhängig von den eigenen Thema, die man im Blog behandelt, etwas dran.

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