Puzzle Craft

Seit letzter Woche habe ich mir einen furchtbaren Virus eingefangen. Am Wochende habe ich gefühlte vier Mal mein iPhone aufladen müssen. Schuld daran trug auch die Fahrt nach Heidelberg und zurück, bei der es sich anbot, Puzzle Craft zu spielen.

Das Spielprinzip ist im Grunde genommen recht simpel auch auch nicht wahnsinnig innovative. Auf einem Stück Land errichtet man eine Siedlung, die Stück für Stück größer werden kann. Als „Bürgermeister“ kümmert man sich darum, den Aufbau zu finanzieren. Dazu erntet man Felder ab oder schürft in der Miene nach Rohstoffen. Mindestens drei Felder einer Sorte müsse diagonal oder horizontal miteinander verbunden werden. Mit der Zeit legt man sich Werkzeug zu, um schneller an die Rohstoffe zu kommen. Eingestellte Arbeiter sorgen für eine geringer Anzahl an Rohstoffen, um daraus ein Produkt zu generieren. Man benötigt dann nicht mehr 10 Äpfel für einen Kuchen, sondern nur noch fünf. Bis dahin ist aber ein weiter Weg. Langeweile kommt keine auf. Obwohl es die Möglichkeit der Abkürzung über In-Game-Käufe mit echtem Geld gibt, ist man zu keinem Zeitpunkt darauf angewiesen. Sollte einem mal die Steuereinnahmen fehlen, gönnt man sich und dem iPhone entweder eine Pause oder verkauft Rohstoffe aus dem Lager.

Durch neue Gebäude erhält man Boni, zusätzliche Möglichkeiten und es werden zum Teil auch neue Rohstoffe verfügbar. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht besonders hoch, aber das ist auch nicht das Entscheidende bei Puzzle Craft. Es geht um den Aufbau des eigenen Dorfs, um die Möglichkeiten und die Freude, wenn man lange Rohstoffketten zusammenbekommt. Untermalt wird das Spiel von unaufdringlicher Musik und passendes Sounds. Es ist besonders auch die Liebe zum Detail, die den Reiz ausmacht. Statt einfach nur die verbleibenden Spielzüge anzuzeigen, wenn man auf dem Feld seine Ernte einfährt, sieht man einen Bauern von links nach rechts durch die Jahreszeiten laufen. Nett sind auch die Push-Mitteilungen, die man in Abwesenheit bekommt und ans Eintreiben der Steuern erinnern.

Das in deutscher Sprache erhältliche Spiel mit hervorragender Grafik entwickelt innerhalb kürzester Zeit ein enormes Suchtpotential. Daher wundert mich der Stromverbrauch auch nicht. Laut Spielstatistik habe ich bereits 629 Meter Strecke mit meinem Finger zurückgelegt. Gut das nicht erfasst wird, wie lange man gespielt hat – das Ergebnis wäre vermutlich erschreckend.

Fazit: Puzzle Craft kann ich uneingeschränkt für alle iPhone Besitzer empfehlen. Einziges Manko ist die Stromverbrauch – das liegt aber an einem selber und weniger am Spiel.

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