Olympia 2012

Olympia 2012

Am Wochenende wurde in einigen Medien noch über die bisher fehlenden Medallien deutscher Sportler lamentiert. Für das „wichtige“ Sportereignis wurde im Fernsehen sogar andere Sendungen verschoben.

Verstehen kann man beides wohl nur, wenn man für diese Art Veranstaltungen ein Mindestmaß an Begeisterung aufbringt. Bei mir ist das nicht der Fall. Ob im Fernsehen Olympia läuft oder in China ein Sack Reis umfällt, hat für mich die gleiche Relevanz. Um Sport oder Spiele geht es bei der Veranstaltung in London auch nicht. Das Ganze ist eigentlich eher eine verbissene Dauerwerbesendung. Kein Vergleich mit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, die noch einen ausgeprägten Volksfestcharakter hatten.

Es bleibt letztendlich jedem selber überlassen, ob er die Veranstaltung verfolgt oder nicht. Trotzdem sollte man sich ernsthaft Gedanken darüber machen, warum man sich freut, wenn Sportler eines bestimmten Landes ein lächerliches Stück Blech bekommen.

3 Replies to “Olympia 2012”

  1. Eine verbissene Dauerwerbesendung? Für wen? Naja vielleicht für die Funktionäre….Aber hast Du mal einen Gedanken an die Sportler verschwendet? Ich rede jetzt nicht von denen die Millionen mit ihrem Sport verdienen, sondern den „ganz normalen“ Sportlern.
    Die das ganze Jahr über daraufhin trainieren um genau zum richtigen Zeitpunkt fit zu sein, die ihr Berufs- und Privatleben zu Gunsten des Sports einschränken, die stolz drauf sind zu den Besten der Welt zu gehören…

    Und ja die Spiele sind Werbung…für alle dort vertretenen Sportarten…aber besonders wichtig für all die „Randsporten“, die sonst nicht im medialen Fokus stehen…wer schaut denn sonst sowas wie Hockey, Bogenschießen oder Kanuslalom im Fernsehen an? Eine tolle Gelegenheit die Begeisterung an unseren Sportarten an eine Öffentlichkeit zu tragen!

  2. Jein.

    Klar würde eine Förderung des Breitensports etwas bringen.
    Aber für mich gibts 2 Argumente die definitiv FÜR solche olympischen Spiele sprechen zB in unserem Sport:

    1.) der Sport wird bekannter, man erreicht eine größere Öffentlichkeit als sonst je möglich und erweckt damit evtl Interesse für diesen Sport, dh eventuell neue Sportler für den Bereich bis hin zu evtl Sponsoren für die Spitzensportler

    2.) Nichts kann die Faszination ersetzen sich im Sport miteinander zu messen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren