Auf den Geschmack gekommen

Eine Nacht drüber schlafen. Das habe ich nach der wenn auch kurzen Tour gestern gemacht. Jetzt ist mein Weltbild etwas ins Wanken geraten.

Ganz so dramatisch ist es nicht, aber hinsichtlich eines neuen Fahrrads stehe ich wieder ganz am Anfang. Durch das doch eher sportliche fahren bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich mit einem Faltrad wirklich glücklich würde. Angedacht hatte ich zunächst die Anschaffung eines Modells von tern. Nicht ganz so teuer wie ein Brompton, laut Berichten jedoch zuverlässig und stabil. Nur eben kein Kultfahrrad aus England, dachte ich. Beim Abholen meines alten Rads in Bielefeld konnte ich dann die beiden Falträder unmittelbar vergleichen. Häufig hört man in Bezug auf tern, dass die Räder sich nicht so elegant falten lassen wie ein Brompton, mitunter würde sich das Rad sogar wieder selber „ausklappen“. Nach dem mir das demonstriert wurde im Laden, kam das tern daher nicht mehr in Frage. Auch weil es eben kein Brompton ist. An der falschen Stelle sparen und sich hinterher ärgern, weil man nicht das Fahrrad hat, was man eigentlich haben wollte, ist nicht richtig.

Ein Fahrrad muss zu einem passen. Und genau das steht in Bezug auf ein Faltrad wieder in Frage. Schnelles, sportliches fahren macht einfach Spaß. Zudem bezweifle ich mittlerweile den Nutzen für mich, den Falträder versprechen. Sicher, ich könnte es ohne Problem mit im ICE transportieren. Aber würde ich das wirklich tun? Zur Arbeit fahre ich ganz sicher nicht mit dem Fahrrad. In der Freizeit gibt es zwei Gründe, die gegen den Transport im Zug sprechen. Erstens hat Nadine, mit der ich einen großen Teil der Touren machen würde kein Faltrad und zweitens hat sie auch keine Bahncard. Wir fahren hauptsächlich Strecken im Umland ohne zusätzliche Verkehrsmittel. Um damit den Wocheneinkauf zu erledigen, ist das Brompton auch nicht wirklich geeignet – vor allem ist es dafür ein Stück zu schade.

Alles auf Anfang. Um herauszufinden, welches Rad für mich das Richtige ist, werde ich mich in die Thematik einarbeiten müssen. Mein Wissen in dieser Hinsicht ist genauso alt wie mein letztes Fahrrad: zwanzig Jahre. Zwischen einer riesigen Auswahl an Herstellern werde ich mich entscheiden dürfen, müsse, können. Dabei kann ich mir Zeit lassen, da ich mit einem Anschaffungspreis von 1.500 Euro aufwärts rechne. Zwei Dinge sind mir bereits schon klar. Ich weiß, wo ich das Fahrrad kaufen werde (beim Fachhändler um die Ecke) und ich weiß, welcher Radtyp der richtige für mich ist: Treckingrad. Bisher in die engere Wahl kommen vor allem drei Hersteller: tout Terrain, riese & müller und vsf fahrradmanufaktur. Von letzterem stammt mein bisheriges Fahrrad.

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