Tafelfolie und mehr

Den letzten freien Tag bevor ich mich nach dem Urlaub wieder morgen in den Büroalltag stürzen muss, haben DER CHEF und ich mit ausschlafen begonnen. Nach dem gestrigen, sehr schönen (Grill-)Abend in Köln-Wahn war das auch notwendig. Begrüßt wurden wir heute morgen dann durch etwas, was ich in den letzten Tagen selten gesehen habe. Sonne. Die hielt sich den ganzen Tag über. Leider war das heute der falsche Tag dafür.

Statt auf den Rädern unterwegs zu sein oder gemütlich auf dem Balkon abzuhängen, waren wir in der alten Wohnung. Nächsten Freitag ist die Schlüsselübergabe. Bis dahin muss alles in einem Zustand sein, der auch einem zweiten Blick stand hält. Wir haben zahlreiche Dübel entfernt, Vorhänge abgehängt und Löcher verspachtelt. Überrascht waren wir von der magnetischen Tafelfolie, die wir uns vor einem Jahr gekauft hatten. In der Produktbeschreibung dazu heisst es:

[…]können genau so schnell wieder entfernt werden, ohne den Untergrund dabei zu beschädigen.

Das entspricht meiner Meinung nach nicht der Wahrheit. Die Folie ließ sich nicht nur schwer abziehen, sondern hat auch äußerst hässliche Klebereste hinterlassen. Bei der Folie von Nadine hatten wir zudem einen 30 x 20 cm großen Bereich Putz mit von der Wand gerissen. Gekauft hatten wir uns die Folien eigentlich auch, um Löcher in den Wänden zu vermeiden. Das ist wohl mehr als gründlich schief gegangen. Eine klassische Magnettafel hinterlässt weniger Spuren und ist zudem noch problemlos wiederverwendbar – was man von der magnetischen Tafelfolie nicht sagen kann. Mich hat das gerade eben dazu getrieben, eine Bewertung zu dem Produkt bei Amazon zu hinterlassen. Sollen ja nicht noch andere solche Überraschungen erleben.

Jedenfalls, in der Wohnung war es zu warm, das Öffnen der Fenster führte wieder zu bekanntem Resultat: der Rauch der (nunmehr ehemaligen) Nachbarn zog rein. Positiv erwähnen sollte ich noch den Spiegel aus dem Badezimmer, der mir sieben Jahre Unglück erspart hat. Eigentlich wollte ich das sperrige Ding in der Mülltonne mit einem Hammer klein machen – ja ich weiss, nicht die feine Art. Trotz Hammer und Krafteinsatz gelang mir das nicht. So ist er an einem Stück entsorgt worden. Ich bin mir sicher, hätte ich den vorher mal zu hart angefasst beim putzen, wäre mir mindestens irgendwo eine Kante abgebrochen.

Den Rest des Tages verbrachten Nadine und ich dann im Keller, ganz ohne Sonne. Rund 44 feuchte alte Umzugskartons wollten zerkleinert werden, so dass wir sie im Müll und in Müllsäcken entsorgen können. Autofahrer würden so was in den Kofferraum packen und zum Wertstoffhof in Köln fahren. Nur haben wir kein Auto und merkwürdigerweise hatten alle, die wir um Hilfe gebeten haben, keine Zeit gehabt. Aber keine Sorge für so was haben Nadine und ich ein gutes Gedächtnis. Mit der Sackkarre haben wir am Abend dann schon mal die Hälfte noch unzerkleinerten Kartons in den Keller unserer neuen Wohnung gebracht. Kommenden Mittwoch können wir das hier zum Altpapier geben – nach Rücksprache mit der AWB.

Das war, kurz zusammen gefasst unser sonniger Sonntag. Das Kölsch gleich habe ich mir ebenso wie die Dusche verdient.

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