Zweiteindruck

Seit einer Woche wohnen DER CHEF und ich jetzt im Stellwerk 60. Nein, eigentlich ist das nicht ganz korrekt. Ich wohnen seit einer Woche hier, während DER CHEF gestern von einer fünftägigen Klassenfahrt an die Ostsee zurückgekehrt ist.

Dennoch läst sich guten Gewissens sagen, wir haben uns hier eingelebt. Gut eingelebt. Der zweite Eindruck bestärkt das bisherige positive Bild von der Siedlung, welches wird bereits hatten. Autofreies leben und wohne können wir nur weiterempfehlen. Auch wenn der IKEA-Besuch heute nicht der letzte sein wird, so haben wir es zumindest schon geschafft, alle Möbel aufzubauen – einschließlich der neuen. Ein paar Teile mussten wir nachkaufen, da wir in der Küche wieder Müll trennen dürfen und einen Stauraum haben, für den wir eine intelligente Regallösung gesucht haben. Zu unserem Glück war das Regalsystem, welches wir uns vorher ausgesucht hatten, ausverkauft. Im Ausgangsbereich ist uns dann eins ins Auge gefallen, was viel schöner aussieht. Es lässt sich modular mit verschieden (-farbigen) Schubladen und Regalböden ausstatten (für Kenner: das Regal nennt sich Trofast).

Vor mir liegen zwei Wochen Urlaub, die Nadine und ich für weiteres Feintuining an der Wohnung nutzen werden. Stück für Stück. Genau das ist das neue Rezept. Beim Aufbaumarathon in den letzten Tagen habe ich zwei Dinge gelernt. Zum Einen, dass man sich, sobald man seine Erschöpfung merkt, eine Pause gönnt, besser noch ein kurzes Nickerchen macht. Zum Anderen empfiehlt es sich, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, ein paar Gänge runter zu schalten. Langsamer werden, noch mal probieren. Wenn es dann noch immer nicht funktioniert, noch langsamer herangehen, absetzen, überlegen – vielleicht sogar was ganz anderes machen.

Das Einzige, was mir derzeit noch wirkliche Bauchschmerzen bereitet, ist die Übergabe der alte Wohnung. Noch hat sich kein Nachmieter gefunden – vor allem noch keiner, der unsere „alte“ Küche übernehmen will. Wenn sich bis Mitte der Woche nichts ergibt, müssen wir wohl oder übel ebay bemühen. Zudem müssen wir dann wahrscheinlich auch noch die Schönheitsreparaturen in durchführen, die wir eigentlich auch vermeiden wollten. Zu guter Letzt warten im Keller der alten Wohnung noch etwa 100 alte Kartons, die entsorgt werden müssen. Mit dem Fahrrad währe das etwas zu umständlich, aber vielleicht erbarmt sich ja noch jemand aus Nadines Kollegium.

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