Orville Copter

Orville Copter

Wer angesichts eines Fettklumpens in einer Zimmerecke bereits fragt, ob das Kunst sei oder weg könne, hat mit Sicherheit auch für andere Formen der künstlerischen Freiheit wenig Verständnis. Dazu gehört mit Sicherheit der Orville Copter des Niederländers Bart Jansen.

Als seine Katze von einem Auto überfahren wurde, entschloss Jansen sich, es nicht nur beim Ausstopfen der Katze zu belassen, sondern sorgte durch entsprechende Bastelarbeiten dafür, dass die tote Katze jetzt kann, was diese Tiere normalerweise nicht können: fliegen.

Natürlich ruft so was sofort Tierschützer auf den Plan, die sich auch im Netzt zu Protesten versammeln. Dabei ist Jansen kein Tierquäler, denn die Katze ist definitiv bereits tot. Ob sie in dem Zustand noch Anspruch auf Tierschutz hat, ist genauso interessant wie die Frage, ob es für die plastinierten Leichen des Gunther von Hagens noch so was wie Menschenwürde gibt. Kerstin Meier im Kölner Stadt-Anzeiger hatte dazu einen passenden Kommentar:

Tote Tiere werden in unserer Kultur massenweise aufgegessen – bisweilen werden sie eben auch ausgestellt. Und gute Kunst ist immer noch besser als ein schlechtes Schnitzel.
Quelle: KSTA 7./8. Juni 2012, S. 24

Das insbesondere in Deutschland die Empörung gegen solche Kunstprojekt besonders groß ist, verwundert nicht bei der extrem übertriebenen Tierliebe in diesem Land. Vielen Haustieren geht es besser als so manchem Kind.

3 Replies to “Orville Copter”

  1. ja, finde ich furchtbar.
    was fällt diesen kranken menschen als nächstes ein? – wollen sie sich ihre füsse mit der haut toter kühe und schweine umwickeln?

    einfach widerlich!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren