Möglicherweise

Möglicherweise

Zugegeben, es regnet draußen und drinnen verschafft die Heizung eine Ahnung von dem, was Sommer bedeuten könnte. Klänge dringen aus dem Lautsprecher ans Ohr und wirbeln Gefühle auf. Jede Note ein Trümmerstück, unter dem man nach und nach begraben wird.

Was heisst schon Juni. Es ist auch nur ein willkürlich festgelegter Namen, der uns Halt im Strom der Zeit vorgaukelt, wo es keinen geben kann. Im Kühlschrank lauert noch das Eis, die Angst vorm Bauch lässt zurückschrecken. Dabei ist die Verfressenheit ein Stück Luxus im Angesicht des Hungers. Einzig der Hunger nach Gerechtigkeit lässt sich nicht stillen. Angesichts des Abendprogramms im Fernsehen ist der Verzicht auf Freiheit und Demokratie verschmerzbar.

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Schwindendes Licht bei nachlassendem Regen. Die Augen schweifen müde vom flimmernden Bild ab, der Tag war genau richtig, um in Gleichgültigkeit zu versinken. Morgen, ausgeschlafen, wir sich engagiert – möglicherweise.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren