Möglicherweise

Zugegeben, es regnet draußen und drinnen verschafft die Heizung eine Ahnung von dem, was Sommer bedeuten könnte. Klänge dringen aus dem Lautsprecher ans Ohr und wirbeln Gefühle auf. Jede Note ein Trümmerstück, unter dem man nach und nach begraben wird.

Was heisst schon Juni. Es ist auch nur ein willkürlich festgelegter Namen, der uns Halt im Strom der Zeit vorgaukelt, wo es keinen geben kann. Im Kühlschrank lauert noch das Eis, die Angst vorm Bauch lässt zurückschrecken. Dabei ist die Verfressenheit ein Stück Luxus im Angesicht des Hungers. Einzig der Hunger nach Gerechtigkeit lässt sich nicht stillen. Angesichts des Abendprogramms im Fernsehen ist der Verzicht auf Freiheit und Demokratie verschmerzbar.

Entertain us!

Schwindendes Licht bei nachlassendem Regen. Die Augen schweifen müde vom flimmernden Bild ab, der Tag war genau richtig, um in Gleichgültigkeit zu versinken. Morgen, ausgeschlafen, wir sich engagiert – möglicherweise.

Kommentar verfassen