Mythos Energiesparlampe

Mythos Energiesparlampe

Das Energiesparlampen Unfug, ja sogar gefährlicher Unfug sind, ist schon länger bekannt. Hier im Blog habe ich 2008 zum ersten Mal darüber geschrieben („Von Schmudelkindern und Energiesparlampen„). Damals ging es vor allem über das schlechte Licht, welches die Lampen ausstrahlen.

Zwei Jahre später ging es in „Hell erleuchtet“ um die Gefährlichkeit des in den Energiesparlampen enthaltenen Quecksilbers. Geändert hat sich in den letzten Jahren nichts. Immer weiter wird die Glühbirne verdrängt, ob wohl es gute Gründe gibt, an ihr festzuhalten. Einer davon ist das in den Energiesparlampen enthaltene Quecksilber, welches freigesetzt wird, sollte die Lampe zu Bruch gehen. In einer durchschnittlichen Energiesparlampe sind 5mg Quecksilber enthalten; ausreichend um 5.000 Liter Trinkwasser zu verseuchen.

Welche Folgen das für die Gesundheit hat, zeigt der Film „Bulb Fiction“ anhand des Schicksal eines kleinen Jungen deutlich. Quecksilber ist ein Nervengift, welches nicht ohne Grund in anderen Produkten restlos verboten wurde. Der Film zeigt noch mehr. Er macht deutlich, warum es eine Glühbirne nur auf eine Lebensdauer von 1.000 Stunden bringt (obwohl die erste von Edison erfundene Glühbirne bereits über diesem Wert lag). Es ist dem Kartell der Glühbirnenhersteller, so die Aussage des Films, zu verdanken, dass nie Glühbirnen mit einer Lebensdauer von 16.000 Stunden in den Handel gelangten. Die gleichen Hersteller, die auch die Einführung der Energiesparlampe vorantrieben, zur Maximierung ihres eigenen Profits.

Im Gegensatz zu dem, was man landläufig glaubt, wurde die Zwangseinführung der Energiesparlampe nicht im europäischen Parlament beschlossen, sondern von einer Kommission betrieben, wie der Film dokumentiert. Welche unrühmliche Rolle Greenpeace dabei hatte, zeigt der Film auch. Dem völlig verpuffenden Energie-Einspareffekt steht ein erbliches Problem bei der Entsorgung des Quecksilbers entgegen. Nur 20 Prozent aller defekten Lampen werden überhaupt „fachgerecht“ entsorgt. Der Rest landet im normalen Hausmüll und gelangt so in die Umwelt.

Die wichtigsten Fakten kann man auf der den Film begleitenden Webseite nachlesen. Bei uns in der Wohnung befinden sich drei Energiesparlampen, die wir nach unserem letzten Umzug anschaffen mussten – herkömmliche Glühbirnen in der entsprechenden Wattstärke waren nicht mehr zu bekommen. Diese drei Birnen werden wir nicht mehr in der neuen Wohnung verwenden. Auch wenn sie erheblich teuerer sind, werden wir sie komplett durch LED-Leuchtmittel ersetzten. Die Gesundheit ist so was auf jeden Fall wert. Irgendwo im Keller haben wir zudem noch Reste von alten Glühbirnen, die auch wieder zum Einsatz kommen. Und dann gibt es da noch den Heat Ball, ein kleiner kompakter Heizkörper mit sehr guter Energieausnutzung in Bezug auf die Erwärmung der Wohnung, der zufällig auch Licht ausstrahlt, quasi als Nebeneffekt.

4 Replies to “Mythos Energiesparlampe”

    1. Der Link ist schon mal gut. Ich denke, es ist wirklich an der Zeit, Widerstand zu leisten, so wie es auch die „Erfinder“ des Heatballs gefordert haben. Man darf sich so was widersinniges und gefährliches nicht gefallen lassen.

  1. Ich darf gar nicht darüber nachdenken, was da inzwischen so in unserem Grundwasser „rumschwimmt“… :/

    Und alle dummen Schafe rennen wieder hinterher. Wer mit der rennt, kann nur Ärsche sehen… :)

    1. Das mit dem Grundwasser ist noch so ein anderes Thema – wie Trinkwasser und Mineralwasser insgesamt. Dazu werde ich auch noch mal was schreiben., aber erst nach dem ich einen Film dazu gesehen habe.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren