Hara-Kiri – Tod eines Samurai

Bisher dachte ich, ich hätte schon so einiges im Film gesehen. Gewalt, Horror und all die anderen Schrecken – wohl wissend, das Film nicht die Wirklichkeit ist. Meine Grenze dabei glaubte ich zu kennen.

Horrorfilme schaue ich mir genauso wenig an wie Psychothriller. Ausnahmen bestätigen die Regel. Meistens passiert ein Griff ins für mich falsche Genre dann, wenn ich den Film falsch eingeschätzt habe. So ist „Event Horizon“ zwar auch ein Science Fiction Film, aber in erster Linie blanker Horror. „Verblendung“ würde ich auch nicht als Krimi bezeichnen, sondern als Thriller, bzw. Psychothriller – also eigentlich nichts für mich.

Weit ausgeholt, aber ich komme so langsam auf den Punkt. Gestern Abend wollten DER CHEF und ich noch etwas schauen und entschieden uns dann spontan für „Hara-Kiri – Tod eines Samurai“. Die Beschreibung des Films klang vielversprechend:

Als der verarmte Ronin Motome im noblen Haus Ii darum bittet, ihm den Hof für seinen rituellen Selbstmord zur Verfügung zu stellen, möchte er keineswegs sterben. Vielmehr hofft der junge Krieger darauf, mit einem kleinen Geldgeschenk weggeschickt zu werden. Doch Chef-Verwalter Kageyu ist es leid, dass immer mehr Samurai ihre Betteleien so tarnen, und nimmt Motome beim Wort.
Quelle: Lovefilm.de

In diesem Fall hätte ich mich nicht auf die Vorschau allein verlassen, sondern aufmerksamer lesen sollen. Aber selbst dann hätte ich nicht geahnt, dass das Seppuku mit einer Schwertimitation aus Bambus in aller Ausführlichkeit gezeigt wird. Mit einem richtigen Wakizashi ist das schon keine wirklich schöne Angelegenheit (wobei, es wird ja im Film auch meistens nur angedeutet). Aber mit einem Holzschwert, das hat schon eine ganz andere „Qualität“.

Angst nach dem Konsum eines Horrorfilms kannte ich bereits. Ich werde auch nie vergessen, wie lange es gedauert hat, bis ich nach „Psycho“ wieder in aller Ruhe duschen konnte. Das was gestern passierte, war neu und es ist auch eine Erfahrung, die ich nicht unbedingt noch mal Moment schwarz vor Augen. Vermutlich war ich kurz davor, vom Sofa zu rutschen und ihn Ohnmacht zu fallen. Nach dem mir nicht mehr ganz schwummerig war, konnte ich mich mitteilen und per Fernbedienung den Film abbrechen.

Wie der Film ausgegangen ist, kann ich demzufolge auch nicht sagen, da für mich bereits im ersten Drittel Schluss war. Was ich nicht verstehe: der Film hat eine Freigabe ab 16. Für mich wäre das ganz klar FSK 18 mit einem zusätzlichen Hinweis.

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