Schnittfestes Wasser

Bisher hatte ich, wenn von „Schnittfestem Wasser“ die Rede war, immer an so was wie Eis gedacht. Weiter gefasst eventuell auch noch an Speiseeis. Das es sich dabei tatsächlich um gefärbtes Wasser handelt, welches mit Hilfe von Weizenproteinen die entsprechenden Konsistenz erhält, hätte ich bis vor ein paar Tagen eher nicht vermutet.

Dabei hätte ich es durchaus besser wissen sollen. Im Bereich der Nahrungsmittel (von Lebensmittel sollte man ernsthaft in so einem Zusammenhang nicht mehr sprechen) wird alles gemacht, was höhere Gewinne verspricht. Die Gesundheit der Verbraucher ist dabei nebensächlich. Und so lange es nicht explizit schädlich ist, darf das auch noch als legal bezeichnet werden. Nur eins ist es nicht: appetitlich. Wobei das auch Ansichtssache ist, denn wenn man nicht weiss, was drin ist oder wie es gemacht wird, entscheidet der Geschmack, dem man auch wieder gehörig auf die Sprünge helfen kann.

Wer sich, als er noch zu Hause bei Muttern gegessen hat, nicht dafür interessierte, was im Essen alles drin ist und wie es gekocht wurde, dem dürfte die Viva Vital Hackfleischzubereitung von netto weder Bauch- noch Kopfschmerzen bereiten. Aufgeklärte Zeitgenossen jedoch informieren sich bei foodwatch und machen nicht nur einen großen Bogen um solche Produkte, sondern sagen den Herstellern auch ihre Meinung dazu.

Das man sich so eine Art des gezielten Verbraucherbetruges auch noch patentieren lassen kann, gehört wo auch zu den Besonderheiten, die es in der extremen Form auch nur in der Nahrungsmittelindustrie gibt. Vegetarier und Veganer sollen überings nicht hämisch lachen, denn was alles in ihren Fleischersatzerzeugnissen enthalten ist, möchten sie bestimmt nicht wissen.

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