Nasenbär

Ende letzten Jahres hatten wir unser erstes Date. Ich und die Nasensalbe. Recht gut kann ich mich noch an meinen Blick erinnern, als mir nach dem Besuch bei einem Essener Hals-Nasen-Ohren-Arzt in der Apotheke zwei Zahnpastatuben in die Hand gedrückt wurden. Darin war jedoch keine Zahnpasta, sondern diese Nasensalbe.

Künftig sollte ich mir das Zeug in die Nase stopfen. Das kam doch etwas merkwürdig vor, zumal ich aus einem ganz anderen Grund beim Arzt war. Die Nasensalbe, die er mit verschrieben hatte, roch eigenartig nach Vanillin, so dass ich mir bei der Anwendung so vorkam, als ob ich meine Nase in eine Schüssel mit Kuchenteig gesteckt hätte.

Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums warf ich dann eine volle Tube und eine, aus der nicht besonders viel entnommen wurde weg. Das Thema Nasensalbe verschwand aus meinem Blickfeld. Als DER CHEF Anfang des Jahres von einer Erkältung eine ganz wunde Nase hatte, erinnerte ich mich wieder an diese Nasensalbe. Im Drogeriemarkt (der, wo die Auszubildenden Lernlinge heissen) gab es eine kleine Tube Nasensalbe, die wir für Nadine kauften. Da ich auch fast alles ausprobiere, machte ich auch in diesem Fall einen Vergleichstest. Das abgepackte Produkt roch nicht nach Backzutat, sondern so, wie man das von einer Salbe erwartet. Medizinisch, fast neutral.

Jetzt fragt sich der aufgeklärte Zeitgenosse wozu man so etwas wie Nasensalbe überhaupt benötigt – zumal ich mittlerweile auch zu den regelmäßigeren Nutzern gehöre. Durch Klimaanlagen und Heizungsluft trocknet meine Nase innen ziemlich aus und juckt entsprechend auch. Durch die Nasencreme wird genau das verhindert. Es ist wirklich ein merkwürdige Vorstellung, sich eine Creme in die Nase zu schmieren, aber wer Probleme mit einer trockenen Nase hat, sollte es auf jeden Fall ausprobieren.

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