Catch 22

Catch 22

Wenn ich ehrlich bin, so habe ich bereits Schwierigkeiten, mir meine normale achtstellige Kontonummer zu merken. Zum Glück bin ich verheiratet, denn meine Frau kennt meine Bankverbindung ganz gut.

Wenn in spätestens vier Jahren die bisherigen Kontonummern zu Gunsten der neuen, europaweit einheitlichen Kontonummern mit 22 Stellen weichen werden, ändert sich für mich nichts. Auch die neue Nummer werde ich mir nicht merken können. Allerdings liegen stehen die Chancen gut, dass es deutlich mehr Menschen als bisher ebenso gehen wird. Sollten die Rettungsschirm-Abenteuer bis dahin in ganz Europa zu einer einem Crash geführt haben, sind die neuen Kontonummern nicht mehr wichtig. Denn der Bürger auf der Straße (und genau wird er dann möglicherweise auch leben) wird kein Geld mehr haben, für das er ein Konto bräuchte. Das gibt Anlass, optimistisch in die Zukunft zu schauen.

Jetzt, da mit Markus Lanz als Nachfolger von Thomas Gottschalk bei „Wetten, dass ..?“ der Fortbestand der Sendung gesichert ist, kann der erste, der seine neue Kontonummer auswendig aufsagen kann, dort auftreten. Vermutlich wird der Kandidat Christian Wulf heissen, der sich aus nahliegenden Gründen seine Bankverbindung eingeprägt hat.

Noch erwähnt werden sollte, dass die neue Kontonummer Iban heisst und nicht etwa Ivan oder Iman. Von Wortspiele wie „Iban die Schreckliche“ sollte man auch Abstand nehmen.

2 Replies to “Catch 22”

  1. Ich seh das ganz gelassen. Viel ändert sich ja nicht. Die bisherigen Nummern kriegen ein vierstelliges Präfix und gut. Das krieg ich noch soeben hin. Nüchtern jedenfalls. ;)

  2. Mir geht es wie el-flojo. Meine bisherige Nummer hat mir nie Probleme gemacht, jetzt wird eben die BLZ integriert, vorne kommt ein DE dazu und hinten eine Kontrollziffer (wie bei ISBN-Nummern übrigens). Das wird schon.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren