Die sieben Grundmuster

Nach dem ich mich gestern mit der Aussage einer Geschichte auseinander gesetzt habe, habe ich nach abends noch weiter im Netz gestöbert. Aus einigen der Schreibbücher, die ich gelesen habe, hatte ich bereits einen Begriff im Kopf. Es soll so was wie Grundmuster geben, die in immer wieder neuen Variationen die Basis fast aller Geschichten bilden.

Von der Heldenreise habe ich mich dabei weiter gehangelt, bis ich bei den so genannten sieben Grundmuster (engl. Master Plots oder Basic Plots) gelandet war (basierend auf Christopher Broker, ‘The Seven Basic Plots’):

  1. Überwindung des Monsters
  2. Streben nach Reichtümern
  3. Suche
  4. Reise und Rückkehr
  5. Komödie oder Romanze
  6. Tod und Wiedergeburt
  7. Tragödie

Bei der “Überwindung des Monsters” (das auch der Kampf zwischen Gut und Böse sein kann) geht es darum, dass der Held der Geschichte seinen Gegner im Verlauf der Handlung bezwingt. Dabei muss das Monster nicht zwangsläufig ein Drache sein. Das Monster kann auch eine eigen negative Eigenschaft oder Angewohnheit sein, oder eine schwere Krankheit wie Krebs, die der Held überwindet.

Ein klassisches Beispiel für “Streben nach Reichtümern” wäre Aschenputtel. Der Held bzw. die Heldin stammt aus armen Verhältnissen und gelang im Laufe der Geschichte zu Reichtum. In modernen Geschichten kann der Reichtum auch aus einer Erkenntnis bestehen.

Die “Suche” ist genau das. Eine Suche nach einem realen Objekt, etwas spirituellen oder einer Person (wie zum Beispiel dem idealen Ehemann). Die Suche nach dem Heiligen Gral ist eines der viele Beispiel für dieses Muster. Lara Craft oder Indiana Jones sind auch Helden, die auf der Suche nach einem bedeutendem Gegenstand sind.

“Reise und Rückkehr” wird oft auch als “Heldenreise” bezeichnet. Unter dem Stichwort findet sich sogar, wie die Handlung aufgebaut sein sollte. Eines der altgriechischen Epen, die Odyssee, zählt auch zu den Heldenreisen. Am Ende einer Heldenreise kehrt der Held geläutert, verändert, in jedem Fall aber weiser zurück an den Ausgangspunkt seiner Reise.

“Viel Lärm um nichts” von William Shakespeare ist ein gutes Beispiel für eine Mischung aus Komödie und Romanze. Auch hier geht es Missverständnisse, die den beiden Liebenden auf dem Weg zum Glück im Weg stehen und letztlich ausgeräumt werden können.

“Tod und Wiedergeburt” schildert den Untergang und die Wiedergeburt der Hauptfigur, die entweder durch Neid und Missgunst zu Fall kommt, aufersteht und ihre Widersacher zur Strecke bringt, oder aber ein Held, der für seine Verhalten bestraft wird, zu Fall kommt und reuig sein Leben ändert.

Die “Tragödie” ist, zumindest nach Maggie Hamand (‘Creative Writig For Dummies’), eine Umkehrung eines der anderen Grundmuster. Der Held scheitert bei seiner Suche, unterliegt dem Monster und so weiter.

Neben diesen sieben Grundmustern findet man häufig auch noch die 20 Masterplots (von Ronald B. Tobias): Die Suche, Das Abenteuer, Die Verfolgung, Die Rettung, Die Flucht, Die Rache, Das Rätsel, Die Rivalität, Der Underdog, Die Versuchung, Die Metamorphose, Die Verwandlung, Die Reifung, Die Liebe, Die verbotene Liebe, Das Opfer, Die Entdeckung, Die Grenzerfahrung, Aufstieg und Fall.

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