Tödliche Weihnachten (1)

Für Polizeianwärter Knutsen würde es für lange Zeit das schlimmste Weihnachten gewesen sein. Ganz fest hatte sich das Bild in seinen Kopf eingebrannt. Gegen 19 Uhr hatte ein Spaziergänger die Polizeiwache in Erfels verständigt. Er war mit seiner Frau und den beiden Kinder auf dem Rückweg von der Christmette gewesen. Um schneller zu Hause zu sein bei dem Wetter, hatten sie eine Abkürzung am Waldrand entlang genommen. Auf der Hälfte der Strecke hörten sie den Wagen. Der Motor lief im Leerlauf. Für Frau und Kinder war es das Beste gewesen, dass der Vater sie seinem Instinkt folgend schon mal vorgeschickt hatte. Er wollte alleine nach der Quelle des Geräuschs sehen. Was er fand, drehte Knutsen wenig später den Magen um. Im einem dunkelblauen Ford Fiesta saß der Weihnachtsmann. Oder zumindest ein Mann, der sich so verkleidet hatte. Im Auspuff steckte ein Schlauch, der durch das abgedichtet Fenster geführt war. Der Gesichtsausdruck war den Umständen entsprechend verkrampft, der weiße Bart verrutscht, so das der Schaum aus Mund und Nase gut zu sehen war. Die Augen waren weit aufgerissen. Nach dem die Kollegen von der Feuerwehr den Wagen aufbekommen hatten, konnte der Notarzt nur noch das Offensichtliche feststellen. Der Mann war tot. Noch unklar war für den Vorgesetzten von Knutsen, ob der Mann Selbstmord begangen oder Fremdeinwirkung zu seinem Tod geführt hatte.

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