Opfer

Der Monat neigt sich dem Ende zu, der NaNoWriMo ist damit auch vorbei, für diese Jahr. Für mich noch mal die Gelegenheit, nicht nur auf das erreichte zu schauen, sondern auch auf die Opfer, die ich erbracht habe. Nicht die Figuren, die im Laufe der Handlung verstorben sind, sondern gang reelle Opfer.

Über 70.000 Wörter schreibt man nicht mal eben so. Vor allem nicht, wenn man „nebenbei“ noch berufstätig ist. Wie vieles im leben so hat auch das Schreiben einen Preis. Wenn ich in meinen Terminkalender für November schaue, herrscht dort, abgesehen von den sonntäglichen NoWriMo-Treffen gähnende Leere. Kino, Fernsehen, mit nicht schreibenden Menschen treffen – alles Null. Genauer gesagt bestand meine Tage im November aus schlafen, essen, arbeiten und schreiben. An den Wochenenden entfiel die Arbeit, dafür dann um so mehr geschrieben.

Bereue ich das? Keine einzige Minute. Das was ich getan habe (und auch noch immer tue, weil der November noch nicht um ist), mach ich, weil es mit Freude bereitet. Ich sehe die ganze Geschichte, die ich schreibe, beständig vor Augen, kann mich im Geiste an die Orte meiner Figuren bewegen, kann mich mit den Figuren unterhalten. Es ist ein viel intensiveres Erlebnis, als einem Bücher, die man nur liest, oder Filme, die man sich ansieht, vermitteln kann. Man ist hautnah dabei und das beste dran: man kann die Handlung jederzeit beeinflussen. Dafür braucht man besondere Technik, um damit Fernsehen interaktiv zu machen. Die eigene Phantasie reicht aus.

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