Sex sells

Zu denen, die ein Buch nur wegen der darin enthaltenen Sex-Szenen kaufen, gehöre ich mit Sicherheit nicht. Meinetwegen muss es in einem Roman auch nicht mal eine Romanze geben. Bei vielen Krimis, die ich in den letzten Monaten gelesen habe, war das dennoch der Fall.

Wenn ich an letztes Jahr zurück denke, dann gab es in meinem allersten Krimi auch eine kleine Liebesgeschichte. Bewusst geplant war das nicht, ganz ehrlich. Dieses Jahr wollte ich so was vermeiden. Ein knallharten Krimi schreiben. Im Vergleich deutlich härter. Merkwürdiger Weise entwickelt sich nicht nur wieder eine Romanze im Verlauf der Handlung, die der Autor nicht eingeplant hatte, sondern es geht an einer Stelle auch so richtig zu Sache. Nennen wir es wie die beiden Beteiligten einen einmaligen Ausrutscher. Was mich dazu getrieben hat, kann ich nicht erklären. Vielleicht ist es einfach auch so, dass es neben Momenten der Spannung auch solche der Entspannung geben muss wobei ich jetzt nicht behaupten würde, das sich solche Szenen leichter schreiben ließen als die, wo jemand getötet oder gefoltert wird.

Autoren sind schon ein merkwürdiges Völkchen. So lange ich aber nicht hingehe, und eine Figur konzipieren, die anderen Augenlieder abschneidet, haltet ich mich noch für halbwegs normal – aber wer tut das nicht?

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