Das Ende kennen

Wenn ich selber Bücher anderer Autoren lese, gehöre ich zu der Sorte Mensch, die nicht vorher das Ende kennen müssen. Das Ende lese ich dann, wenn ich nach all den Seiten davor auf die letze Seite gelangt bin. Anders sieht es aus, wenn ich schreibe.

Da ich zur Kategorie der “Planer” gehöre, kenne ich das Ende meines diesjährigen NaNoWriMo-Romans bereits. Nicht nur das. Ich habe bereits am vergangenen Samstag die letzen Sätze aufgeschrieben (die hier natürlich nicht verraten werden).

Für mich ist das blind auf ein Ziel hin schreiben nichts. Ich weiß gerne, wohin mich der Schreibweg führen wird. Das ist zum einen typbedingt. Gleichzeitig liegt es wohl auch am Genre. Einen Krimi anfangen zu schreiben, ohne dass man als Autor weiss, wer der Mörder ist, stelle ich mir sehr merkwürdig vor. Dadurch, dass ich das Ziel des Plots im Auge habe, kann ich bereits beim schreiben drauf achten, dass die einzelnen Kapitel dazu dienen, die Handlung in die richtige Richtung voranzutreiben. Das schließt nicht aus, zusätzliche Nebenhandlung und Sackgassen einzubauen. Auch nehme ich mir die Freiheit, jederzeit Anpassungen vorzunehmen, wenn ich merke, dass an bestimmten Stelle knirscht. Der festgelegte Plot ist für mich stets eine Richtschnur, kein Korsett, welches mich einengt.

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