Mangrovenwald

Mit geschlossen Augen am Rand des Mangrovenwald stehend, wartend auf die Abenddämmerung. Umgeben vom Geschrei fremder Tier bei ausbleibendem Gefühl der Bedrohung. Ein lauwarmer Wind treibt von der Küste ins Landesinnere, streift am Gesicht vorbei. Mit der Zunge lässt sich das Salz schmecken.

Irgendwo in Afrika, nirgendwo mehr in Europa. Weit weg. Nur ein kurzes Stück zurück gehen, zum Fischerdorf am Strand, bevor es dunkel wird. Auf kleinen Feuer brät die Beute vom Tag, dazu Yams oder Süßkartoffel. Über die Staubpiste nähert sich ein Roller heran, ein später Rückkehrer aus der Stadt, mit den Nachrichten des Tages und der Post.

Ein Brief. Noch vor dem Abendessen geöffnet, gelesen, den Kopf geschüttelt. Dann ihn ins Feuer geworfen. Mit den Männern und Frauen aus dem Dorf bis in die Nacht getanzt.

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