München nein danke

Nun steht es also fest. Die Olympischen Winterspiel 2018 werden nicht in München stattfinden, sondern in Südkorea. Das ist wohl auch besser so. Eine der Disziplinen ist schließlich Biathlon.

Und was macht man beim Biathlon? Richtig, schießen. Schüsse, München, Olympia, hatte wir zum letzten Mal 1972. Das brauchen wir wohl in der Form nicht mehr. Zugegeben, dass ist jetzt etwas weit hergeholt, aber dennoch: München und Olympia, braucht kein Mensch, außer vielleicht irgendwelche Promis wie Katarina Witt, die jetzt vor Enttäuschung heulen. Dafür gibt es einige Bauern in Bayern, die mit Sicherheit gestern eine Flasche Schampus aufgemacht haben, weil sie der Enteignung entgangen sind.

Die Winterspiele in München hatten nicht nur Freunde, was angesichts einer gigantischen Umweltzerstörung auch nicht weiter verwunderlich ist. Mit gesunden Menschenverstand müsste man sich ehedem fragen, warum die Olympischen Spiele nicht immer an ein und dem selben Ort stattfinden. Was man damit anrichten kann, wenn man den Veranstaltungsort wechselt, war an der letzten Loveparde auch gut zu sehen.

Das sich der Duisburger (müsste es nicht eigentlich Dissburg heissen?) Oberbürgermeister Adolf (sic!) Sauerland überhaupt noch aus der Deckung traut, ist schon verwunderlich. Jetzt, nach einem Jahr, räumt er Fehler ein. Als Christ ist man davon überzeugt, dass es nie zu spät ist für Reue, aber nach echter Reue sieht mir das nicht wirklich aus. Verantwortung übernehmen heisst in dem fall, einfach mal einen sauberen Rücktritt hinlegen statt im Amt zu bleiben nur damit die Pensionskasse hinterher stimmt.

Kasse. Auch so ein Stichwort. Laut Zeitungsmeldung soll 2012 mehr im Portemonnaie bleiben. Mit Sicherheit deshalb, weil die Kassenbons umfangreicher werden. Mehr Geld kann es nicht sein, denn so zeigt die Lebenserfahrung, alles wird teurer. Meine Kollegen und ich konnten das in der Mittagspause ganz real erleben, denn die Bäckerei Döbbe in Essen-Rüttenscheid hat mal wieder ihre Preise erhöht. Ganze 29 Cent kostet jetzt ein so genanntes „Brötchen“. Für das Geld kann ich mir auch Bio-Brötchen kaufen, die noch ehrlich gemacht werden und außerdem wirklich satt machen.

Wobei satt müsste ich eigentlich schon sein. Wenn ich mir das Possenspiel im Düsseldorfer Landtag anschaue, was die SPD dort derzeit aufführt, kommt es mir sogar wieder hoch. Liebe Genossen, wie schafft ihr es nur, in so kurzer Zeit euere Glaubwürdigkeit zu verspielen? Anderseits, vielleicht ist das ja der Versuch, an die letzten Jahre unter Johannes Rau (Gott habe ihn selig) anzuknüpfen. Es sich auf so dumme Art und Weise mit der CDU zu verscherzen (wir erinnern uns: für die angebliche kranke Britta Altenkamp (SPD) hat die CDU auf Grund eines Abkommens auch einen Mandatsträger abgezogen; was Frau Altenkamp damit honorierte, dass sie trotzdem zu Abstimmung erschien) – unfassbar.

Genauso unfassbar wie die von der Bundesregierung beschlossenen Panzerlieferungen an Saudi Arabien. Aber das ist eine Ganz andere Geschichte, die im herannahenden Sommerloch nur noch einer Fußnote sein wird. Sofern kein Politiker diese verfasst hat, kann man auch davon ausgehen, dass richtig zitiert wurde.

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