Gewalt am Dom

Gewalt am Dom

Dichter am Dom. Poetry Slam. Gut, wen darf ich schlagen? Vermutlich nicht den Köbes, denn ich will noch ein Bier. Machen wir einen Stuhlkreis und stimmen darüber ab, wer Germanys Next Top-Schnitzel wird.

Ich habe einen Arbeitskollegen zum Grillen gefahren. Man kann Menschen unterwegs verlieren, auch wenn man nur zwei Straßen auseinander wohnt.Bei mir gibt es keine Generation, sprach die Frau und so sah sie auch aus. Der Lack war ab. Wir sind erst zu dritt und haben noch gewartet. Trotzdem bekamen wir schon ein Kölsch. Vier gewinnt.

Tanzen liegt schwer im Magen. Wenn man nicht darauf achtet, fällt man vom Pissoir drei Meter fünfzig in die Tiefe. Das ist nicht nur hart, sondern stinkt auch. Mit viel Speed habe ich ihn um halb zehn getroffen und mich an seiner Schulter ausgeweint. Das wird hier nicht gerne gesehen.

Jungesellenabschiede mit Hühner, ich früh im Bett, das Publikum entscheidet. Dabei könnte ich einschlafen, wenn der Nachbar gerade nicht hinsieht.

2 Replies to “Gewalt am Dom”

    1. Nein, ist nicht als Slam-Futter gedacht (wäre auch etwas kurz). Das ist nur ein Remix aus den aufgeschnappten Gesprächen im Publikum .

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren