Nemesis aus dem Meer

Abgesehen von den Geräten, an denen ich das eine oder andere Mal fast erstickt wäre, esse ich eigentlich gerne Fisch. Nicht nur als Fischstäbchen, sondern auch in vielen anderen Formen.

Während das Auswärtsessen nie ein Problem darstellt, da der Fisch in solchen Fällen im Fremdzubereitet wird, ist Fisch in der heimischen Küche ein schwieriges Thema. Um genauer zu sein: Bis auf die besagten Fischstäbchen und Lachsfilets gelingt eigentlich nie etwas so, dass es auch schmeckt.

Gestern Abend zum Beispiel.Nudeln mit Shrimps. Ein Rezept, das sehr einfach und schnell gehen sollte – immerhin stammt es aus „Kochen für Faule„. Die Zubereitung war auch völlig unkompliziert, passte alles einwandfrei. Trotzdem hat es nicht geschmeckt. Selbst das erneute Nachwürzen mit Sambal Oelek brachte keine Verbesserung. Natürlich schmeckt Meereszeug auch irgendwie nach Fisch. Das sollte aber nicht der vorherrschende Geschmack in dem Gericht sein. Da die Frage garantiert aufkommt: Ja, die Shrimps waren frisch. Zumindest so frisch, wie das bei Tiefkühlware der gehobene Preisklasse möglich ist.

Eine letzte Hoffnung auf heimische Fischküche habe ich noch, allerdings ist die mit einem so hohen Aufwand verbunden, dass ich da auch gleich auswärts essen gehen kann. Sushi selber machen mag sicherlich reizvoll sein (vor allem weil das Einzige, was man kocht, der Reis ist), aber ich weiß nicht ob ich mir das antun will. Zumal man dabei wirklich guten und absolute frischen Fisch benötigt – Tiefkühlzeug ist eher abträglich.

Mit Fleisch bin ich dagegen mittlerweile so souverän geworden, dass ich an der Fleischtheke beim Zuschneiden der Stücke ziemlich genau sagen kann, wie viel Gramm das sind. Die Zubereitung beherrsche ich auch im Schlaf. Und in dem verfolgt mich mittlerweile eine riesiger Fisch, der mich verspottet.

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