Mordkommission

Während ich noch am Feinschliff für meinen Kurzkrimi sitze, der als Wettebewerbs-Beitrag für das Betzdorfer Blutbad gedacht ist, plane ich parallel schon weiter.

Diesmal steht aber kein neuer Kurzkrimi auf dem Plan, sonder der nächste Roman. Das wird kein so ein NaNoWriMo-Schubalden-Ding, sondern etwas, was ich ernsthaft so weit entwickeln und schreiben werde, dass ich damit an einen Verlag herantreten kann. Ob daraus ein Buch wird, mal sehen. Auf jeden Fall machen mir allein schon die Vorbereitungen enormen Spaß. Mittlerweile habe ich nicht nur meinen Ermittler, sondern auch den ersten Plotentwurf. Der ist zwar noch sehr grob, aber ich habe Anfang und Ende und weiß, wohin meine Reise gehen soll.

Neben einer Menge Recherche, die mich von Köln nach Düsseldorf und in die Eifel führen wird, spielt auch der Flughafen Köln/Bonn eine Rolle. Für die ausländischen Handlungsorte muss ich mich dann aber auf das Internet verlassen, denn eine Reise nach Marokko ist momentan nicht bezahlbar. Am Wochenende bin ich beim schreiben des ersten Plotentwurfs auch auf ein Problem gestoßen, dass ich vermutlich mit vielen anderen Krimi-Autoren teile. Wer einen deutschen gegenwarts-Krimi schreibt, in der die ermittelnde Hauptfigur ein Polizist ist, kann ernsthaft nicht nur einen Ermittler oder einen sehr kleinen Kreis von Ermittlern heranziehen. Eine reale Mordkommission ist wesentlich größer als im Fernsehen oder Bücher dargestellt wird.

Als Autor kann man das entweder einfach ignorieren (was leider viel zu viele machen), mit einer mehr oder minder vollständige Mordkommission aufwarten (was man nur als jemand machen sollte, der sich berufsbedingt sehr gut auskennt) oder aber man greift auf einen Trick zurück. Auf der Suche nach diesem Trick bin ich derzeit. Vom Plot her kann ich jetzt schon für mich sagen, dass für einen Hobbyermittler oder Privatdetektiv (die finde ich gerade in den neuen deutschen Krimis ziemlich schwach) die Sache mehr als nur eine Nummer zu groß ist, da es um vor dem Hintergrund eines internationalen Terrornetzwerks spielen wird – klingt hochtrabend, aber die einzelnen Puzzlesteine haben genau das ergeben. Falls jemand eine gute Idee hat, wie sich das Problem lösen lässt, bin ich für Vorschläge offen.

Eins noch als Anmerkung: über den grundsätzlichen Plot werde ich hier im Blog nicht viele Worte verlieren – genau so, wie es meine bisherigen Kurzgeschichten (aus Gründen) nicht an dieser Stelle zu lesen gibt. Über meine Arbeit am Roman werde ich trotzdem schreiben, denn ich denke, einige Aspekte wie das Problem mit der Mordkommission sind durchaus lesenswert – wenn auch vielleicht nur für andere Autoren.

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