Resturlaub

Resturlaub

Hab ich nicht. Den titelgebenden Resturlaub, meine ich. Dafür hab ich die Nase voll. Nicht vom Urlaub, sondern von „Resturlaub“ ein Film, der auf einem so genannten Bestseller von Tommy Jaud basiert und am 11. August in die Kinos kommen soll.

Gestern wurde ich ohne Vorwarnung mit der Vorschau zu diesem Machwerk gequält, dabei hatte ich nur eine Dokumentation auf ANIXE geschaut. Nach deren Ende lief dann dieser Trailer. Ich weiss nicht, wie jemand glauben kann, dass das, was Tommy Jaud schreibt, witzig ist. Das allseits so hochgelobte „Hummeldumm“ fand ich einfach nur peinlich. So peinlich, dass ich die dürftige Story mit den Flachen Witze und billigen Klischees nach dem ersten Drittel nicht mehr ertragen konnte. Eines der wenigen Büchern in den letzen Monaten, dass ich nichtmehr weitergelesen habe (das Zweite war dann „Generation Umhängetasche“).

Wer will, kann sich ja sich ja selber ein Urteil bilden und sich den Trailer anschauen, aber ich werde so was garantiert nicht hier einbinden oder verlinken (nein, auch nicht für Geld). Es ist aber zu befürchten, dass der Film trotzdem sein begeistertes Publikum finden wird: bei der Generation Mario Barth (amazon: wenn sie hier schon keinen Geschmack haben, können sie auch über folgende Witze lachen…).

Wie bin ich jetzt eigentlich auf das Thema gekommen? Ach ja, ich hatte diese Dokumentation geschaut. Dabei hätte mir da schon auffallen was auffallen müssen. Der Sender scheint sein Programm hauptsächlich an den Bedürfnissen von Demenzkranken auszurichten, denn innerhalb von gerade mal 20 Minuten, in denen ich die Dokumentation gesehen hatte, wurde fast jede Kameraeinstellung dreimal verwendet und jeder Erklärung viermal wiederholt. Wenn sich der Fernseher im Wohnzimmer nicht so gut als Staubfänger machen würde, hätten wir ihn wohl schon längst entsorgt.

3 Replies to “Resturlaub”

  1. Habe mir jetzt auch mal den Trailer angesehen., bzw. das Vorwort auf der Internetseite (die ich hier jetzt nicht verlinken möchte) und könnte schon kotz… Selten so schlechten Humor gesehen, wo sind die guten Komödien hin?

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren