Ausgeschöpft

Ausgeschöpft

Nach dem vergangenen Wochenende macht sich in mir eine zweifache Müdigkeit breit. Zum einen natürlich wegen der aufflammenden Atomdiskussion. Das hatten wir alles schon mal.

Das Bundeskanzlerin Angela Merkel davon redet, die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke für zunächst drei Monate auszusetzen (bis nach den Landtagswahl), ist unbegreiflich. Wer jetzt noch CDU wählt ist – ach, was rege ich mich darüber eigentlich noch auf? Es macht mich einfach maßlos traurig. Ich mag auch momentan über das Thema nicht schreiben, weil es bei mir das Gefühl der Ohnmacht nur noch verstärken würde.

Wechseln wir lieber das Thema und kommen zum zweiten Grund für meine Müdigkeit. Der ist zum Glück nicht so deprimierend. Es ist eine Müdigkeit, die einen nach anstrengender körperlicher Leistung befällt. Wo bei das bei mir, trotz wieder verfügbarem „Call a Bike“ nicht mit Sport zu tun hat, sondern mit dem Abschließen einer Kurzgeschichte. Meiner Kölner Krimi ist endlich fertig geworden. Gerade eben habe ich elektronisch eingetütet und an Testleser verschickt. Erstmal geschafft, bis zum Feedback und den erneuten Überarbeitungen.

Nur kurz ging mit durch den Kopf, ob noch genügend Wasser im Brunnen für weitere Geschichten sei. Zum Glück sprudelt es munter weiter. Mit Disziplin werde ich entsprechend heute noch anfangen mit der nächsten Erzählung. Diesmal gibt es klare externe Vorgaben, da ich sie als Wettbewerbsbeitrag zum Thema „Rot“ einreichen möchte. Das es wieder ein Krimi werden wird, brauch ich vermutlich nicht zu erwähnen. Ein Serienkiller wird innerhalb von maximal 10.000 Zeichen (dürfte etwa rund 1.600 Wörtern entsprechen) sein Unwesen treiben.

5 Replies to “Ausgeschöpft”

  1. Als Kanzlerin muss sie halt etwas weiter schauen als bis Morgen und auch wenn die Atommeiler keiner mehr sehen kann so ist Strom in de kaum noch bezahlbar wenn die Akw abgeschaltet werden und die regenerativen Energien decken das leider noch lange nicht. Sie muss sich entscheiden zwischen Arbeitslosen und eine kalkulierten Risiko.

    Ich lebe in den Philippinen bin also je nach Windrichtung voll betroffen und kann im Augenblick nur hoffen.

    1. „Sie muss sich entscheiden zwischen Arbeitslosen und eine kalkulierten Risiko.“ Den Satz kann man so nicht stehen lassen. Das man das Risiko nicht kalkulieren kann, zeigt Japan doch sehr deutlich. Tausende von Toten mit Arbeitslosen zu verrechnen ist, mit Verlaub, sehr zynisch. Das man die Atommeiler nicht abschalten kann, ist eine Lüge, die uns schon seit Mitte der 80er Jahre immer wieder erzählt wird.

    2. Auch ohne die AKWs, für die die Laufzeitverlängerung gilt, hätten wir ausreichend Strom. Ein Teil der Windräder steht sogar immer mal wieder still, weil zuviel Strom zur Verfügung steht.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren