Alte Ängste

Explosion im Atomkraftwerk. Japan, weit weg?. Strahlung kennt keine Grenzen, sollten wir wissen. Bei mir sind sie zurück, die Ängste vor dem Gau.

Lange verdrängt. Das Geschwätz der Atomkraftbefürworter habe ich nie geglaubt. Aber ich habe irgendwann einfach resigniert aufgegeben. Als dann mit der rot-grünen Regierungszeit ein Hoffnungsschimmer der Vernunft zu sehen war, zählte ich die Tage bis zur Endgültigen Abschaltung aller AKWs in Deutschland. Dann kam Merkel. Und wieder wurde es dunkel in Deutschland. Von einer so genannte Brückentechnologie wurde gesprochen, als man sich von der Atom-Lobby freiwillig über den Tisch ziehen ließ.

Wut war da. Aber keine Angst. Alt aber sicher, waren die Kraftwerke in Deutschland, oder? Dieses „oder“. Das Restrisiko. Wir haben uns selbst getäuscht, wollten nicht daran erinnert werden an das, was wir doch schon so lange wussten. Nicht ist sicher. Die Bilder aus Japan im Kopf. Noch unklar, was da brennt. Strahlung tritt aus? Tritt da Strahlung aus? Schweigen. Mal wieder. Die Bevölkerung, die Menschen, belügen. Ist alles Routinen, machen sie jeden Tag.

Die Angst, dass nie was begriffen wird. Das die Konsequenzen wieder ausbleiben, die Schönreder die Oberhand gewinnen. Schon bald ein anderes Tagesthema, nur das Sushi schmeckt irgendwie komisch. Die Angst, wieder im Keller, verschlossen.

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