Freitag bin ich da

Freitag bin ich da

Drei Uhr Abfahrt von München. Hungrig, ganz blass im Gesicht, trotz der Bräune. Sich wie ein Zombie fühlend.

Zusammengehalten nur durchs Dauertelefonieren. Gestern noch ein Geschenk ausgesucht. So was mit Porzelan und so einem Gummidings. Dabei im Koffer neue Wäsche. Man möchte gar nicht wissen ob auch für untenrum.

Glatt hätte sie noch ihre Pumps im Schlafzimmer ihrer Eltern vergessen. Da wo sie war, geht es die Treppe nach oben geradeaus. Sieht super aus, aber erst, wenn es frisch gewaschen ist.

Sich Sachen von außen ansehen, ist praxisnah, macht aber nur Sinn mit einer kleinen Flasche Wein in der Hand. Köln soll so hässlich sein. Dabei ist es nur eine Verzögerung im Betriebsablauf. Danke, Helga, für diese Information.

Na ja, ansonsten braucht man mit dem Bus 40 Minuten in die Bonner Innenstadt. Aber nur, wenn die Tüte normal aussieht und nicht schwer ist. Andernfalls wartet man besser, bis der Markus da ist.

Wie alt wird Mausi? Mami kommt bald. Niemand kann jetzt die Augen zu machen, denn es geht nach Dortmund. Die Überflüssigen steigen in Düsseldorf aus und rufen unter der Brücke wieder an. Irgendwann, heute Nacht. Schließlich wollen sie ihr Patenkind sehen, dass Schnupfen hat.

2 Replies to “Freitag bin ich da”

  1. Bitte entschuldige, aber der geneigte Leser wird mit dieser Art von Lektüre nur bedingt fertig. Was genau will uns das sagen? Weißt du es? Ich bin mir nicht sicher. Sicher bin ich mir aber, wenn ich sage, dass das Lesen des Textes an sich eher ungewöhnlich als langweilig war. Aber vielleicht war das ja deine Absicht ;-)

    1. Die Kategorie Gehversuche ist eine besondere Kategorie. Da muss man nichts sagen wollen. Aber falls du wissen möchtest, wie der Text heute zustande gekommen ist: ich wurde im Zug genötigt, drei telefonierenden Frau zu zuhören. Das Ergebnis: siehe oben.

      Der Gehversuch davor ist überings aus Schlagzeilen der ersten Seite der SZ an dem Tag entstanden.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren