Mein erstes Mal

Es gibt Themen, über die könnte ich an dieser Stelle heute schreiben. Zum Beispiel über geistige Brandstifter wie Erika Steinbach, die indirekt Polen unterstellen, den Angriff der Wehrmacht und somit den 2. Weltkrieg provoziert zu haben.

Ich könnte mich auch darüber aufregen, dass drei Fenster in unserer Wohnung gelinde gesagt marode sind. Last Fenster-Experte sind sie über 35 Jahre alt. Eins davon, nämlich das im Badezimmer, ist sogar nur einfachverglast. Trotz des Regens habe ich aber heute ein Bedürfnis nach guter Laune. In Bezug auf die Fenster habe ich einen Brief an die Hausverwaltung geschrieben.

Was Frau Steinbach angeht: die entsorgt sich gerade selber. Wenn es nach mir gehen würde, könnte sie den Sarrazin direkt mitnehmen. Oder, wie es oliversum heute getwittert hat:

US-Priester verlässt Bundesbank – Sarrazin wird nicht verbrannt.

Den Anführer einer amerikanischen Mini-Sekte, der sich selber als Priester bezeichnet und derzeit mit einer geplanten Koran-Verbrennung weltweit für Aufmerksamkeit und Aufregung sorgt, erwähne ich hier lieber nur am Rande.

Wo war ich gleich noch mal stehen geblieben? Ach ja, mein erstes Mal. Bevor mich jetzt hier jemand falsch versteht und den Text in freudiger Erwartung schon mal ausgedruckt hat (Details will ich erst gar nicht wissen), sei gesagt, dass es hier nicht um Sex geht. Auch wenn Fahrrad fahren durchaus erotisch sein kann.

Heute war, trotz des bereits erwähnten Regens, mein erstes Mal mit einem Call a Bike. Ich wollte für den Einkauf im Basis Bio Supermarkt an der Venloer Straße auf dem Hinweg weder laufen noch mit der U-Bahn fahren. Da ich seit gut zwei Wochen ein Call a Bike Konto habe (die iPhone App hat mich dazu verführt), bot es sich an, das endlich mal auszuprobieren.

Die Applikation auf dem iPhone ist dabei ziemlich nützlich. Sie zeigt einem nicht nur Standorte von Rädern an, sondern übernimmt auch das Ausleihen und die Rückgabe. Zumindest in der Theorie. Denn wenn man wie ich, noch keine Ahnung von der Rückgabe hat, bringt auch die App nicht sehr viel.

Ausleihen ging schnell und einfach, nur mit dem Abschließen und dem Quittungscode hatte ich so meine Schwierigkeiten. Der Code verschwand viel zu schnell aus der Anzeige. Nach einigem probieren, was im Regen besonders viel Spaß macht, habe ich dann bei der Hotline angerufen. Der freundliche Mann am Telefon hat mir dann erklärt, dass die Räder immer den letzten Quittungscode anzeigen – ganz klein oben rechts auf dem Begrüßungsbildschirm. Netterweise hat er dann für mich auch direkt das Fahrrad ausgebucht.

Zwischen Ausleihe und Rückgabe liegt natürlich noch ein weitere Teil, die eigentliche Fahrt mit dem Rad. Das ging, trotz der sehr langen ungewollten Fahrradabstinenz, sehr gut. Die Räder sind zwar weniger sportlich ausgelegt, aber lassen sich gut fahren. Auch die Bremsen sind sehr präzise (nur sollte man bergab wissen, welche davon zu drücken sind…). Kurz und gut war die Fahrt.

Für mich wird das sicher nicht die letzte Fahrt gewesen sein – nicht nur, weil ich bei der Anmeldung ein Jahresabo abgeschlossen habe.

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