Am besten verklappen

Während die SPD noch überlegt, ob und wie sie Sarrazin los wird, schafft die Bundesbank Fakten.

Auch wenn dunkle Limousine und Beton in der Garage bleiben, dürfte die Zeit von Thilo Sarrazin im Bundesbankvorstand vorbei sein.

Mit seinem Rauswurf werden allerdings keine Probleme gelöst, sondern nur ein Brandstifter freigestellt. Dieser wird dann noch mehr Zeit haben, um mit dem Benzinkanister durch Deutschland zu laufen.

Seine so genannten Thesen finden dabei bedauerlicherweise sogar fruchtbaren Boden, auf denen eine schreckliche Saar gedeihen kann. Geglaubt wird ihm unter anderem das Märchen von einem „jüdischen Gen”. Als ob die Religionszugehörigkeit genetisch definiert würde. Ob sich bei einem Christen die Gene ändern, wenn er zum Judentum übertritt? Werden Muslime klüger, wenn sie konvertieren?

Was Sarrazin anhaftet, ist der Geruch eines Technokraten, der mit dubiosen Statistiken versucht, nicht nur die Welt zu erklären, sondern auch einen Lösungsweg zur Hand hat.

Statt ein überflüssiges Buch zu schreiben, hätte er vor allem eins tun sollen: reden

Und zwar reden mit denen, die angeblich verantwortlich sind für den Untergang von Deutschland. Sagen sie doch mal Herr Sarrazin, mit wie vielen Moslems haben sie geredet? Welche Hauptschulen haben sie besucht? Waren sie tatsächlich schon mal in einer Moschee in Deutschland?

Viel zu oft ist es nämlich kein Urteil, sondern ein Vorurteil, was gefällt wird auf Grund von Dingen, die man gehört und gelesen haben will.

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