Frischfleisch

Frischfleisch

Man lernt nie aus. Mann, der gerne Fleisch ist, auch nicht. Gestern durfte ich einem Monolog lauschen, in dem es um sogenanntes abgepacktes Frischfleisch ging. Das wird, so die landläufige Meinung vergasst. Fachlich richtig ist das jedoch nicht, wie mir erklärt wurde.

Der korrekte Begriff dafür ist „unter Schutzatmosphäre verpackt”. Dabei wird ein Gemisch aus Stickstoff und Ozon in die Packung geleitet, was das die Vermehrung von Bakterien und Keimen hemmt. Das Ozon sorgt zusätzlich noch dafür, dass das Fleisch seine frische Farbe behält. Ein UV-Filter in der Folie der Verpackung dämpft auch noch die Auswirkungen des Sonnenlichts auf die Ware. Eigentlich nicht schlecht, sollte man meinen.

Puristen ist das aber nicht geheuer. Zwar ist es nicht so, dass man beim öffnen der Packung an einer Gasvergiftung stirbt, aber sie stellen sich auf den Standpunkt, dass das Fleisch durch die Form der Behandlung nicht mehr im Originalzustand sei und demnach nicht Frischfleisch heissen dürfe. Ähnlich wie de ESL-Milch wäre es dann ESL-Fleisch.

Der Fachmann gestern hat völlig recht mit dem Frage, was die Leute denn jetzt nun wollen. Gammeliges, unbehandeltes Fleisch oder gesundheitlich unbedenkliche Ware.

2 Replies to “Frischfleisch”

  1. Ich denke, dass die Leute frisches, unbehandeltes Fleisch haben wollen. Wollte mir neulich ein Putenfliet zubereiten, das hat dann aber süßlich gerochen. Ich musste es entsorgen. Was Fleisch angeht bin ich selbst ziemlich empfindlich und gebe dann auch lieber mehr Geld beim Metzger meines Vertrauens aus als es abgepackt zu kaufen!

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren