31. August
2010

Clementitis

von tboley um 09:40 Uhr

Männer in einem gewissen Alter scheinen einen schweren Stand in der SPD zu haben. Sie müssen sich, um noch etwas Aufmerksamkeit zu bekommen, um Kopf und Kragen reden.

Der Herr Clement selber zum Beispiel hat sich damit hervorgetan, dass er anscheinend für Roland Koch und die CDU in Hessen Wahlkampf gemacht hat. Das nur, weil Frau Ypsilanti von der SPD gegen Atomstrom war.

Das passte dem Herrn Clement nicht, denn schließlich ließ er sich zu dem Zeitpunkt von der Atomlobby aushalten. Wess Brot ich ess…

Der Thilo Sarrazin hat sich jedenfalls auch mit Clementitis angesteckt. Da veröffentlicht er doch glatt ein Buch, in dem er von Niedergang Deutschlands spricht.

Schuld daran haben für ihn die Ausländer, die sich nicht integrieren wollen und alle Menschen, die sich nicht nützlich machen für den Staat. Das erinnert ein Wenig an die Dreisatz-Rechnung aus alten Schulbüchern, in dem gefragt wurde, wie viel Schulbücher man für bedürftige Kinder kaufen kann, wenn ein Buch 1,50 Mark und die Unterbringung eines geistig Kranken am Tag 40 Mark kostet.

Aber man muss Herrn Sarrazin nichts unterstellen, auch nicht, dass er Menschen nach ihrem Wert für den Staat beurteilt. Er disqualifiziert sich schon selber durch rassistische Äußerungen wie diese, dass es ein jüdisches Gen gäbe.

Mit Wolfgang Clement und Theo Sarrazin verhält es wie mit der 75 Watt Glühbirne diese Tage. Ihr Zeit ist abgelaufen. Ausgeglüht, ausgebrannt.

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Schweigen im Walde zu „Clementitis”
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