Kartonfrei

Während des Studiums (lang ist es her) bedeutet, scheinfrei zu sein, dass man es geschafft hatte. Man war nicht scheinbar frei, sondern frei von Scheinen und damit zu erbringenden Leistungen.

DER CHEF und ich haben es in Bezug auf die neue Wohnung heute auch endlich geschafft. Wir sind kartonfrei. Der letzte von 200 Kartons ist ausgeräumt. Auch wenn hier und da Bücher in der zweiten Reihe stehen, weil uns noch mindestens ein Billy fehlt, so ist es doch ein herrliches Gefühl.

Die Aussage eines der Möbelpacker, führ das Auspacken bräuchte man nicht so lange wie für das Einpacken, hat sich als kompletter Blödsinn erwiesen. Eingepackt hatten wir innerhalb von acht Tagen. Eingezogen sind wir am 9. August. Damit haben wir dann mit 20 Tagen mehr als das Doppelte an Zeit gebraucht. Jedes Ding muss dabei seinen neuen Platz finden, nichts sieht mehr genau so aus wie vorher.

In Bezug auf IKEA möchte ich noch anmerken, dass man sich nie, wirklich nie 100-prozentig auf die Anleitungen verlassen. Mal stimmt die Anzahl der Schrauben auf der Abbildung nicht, oder aber es wird ein wichtiges Detail verschwiegen. Beim Spiegel heute zum Beispiel die nicht unwesentliche Kleinigkeit, dass Metallklammern eine Federmechanismus haben, so dass man ohne Probleme die Scheibe einsetzen kann. Wir hatten uns nämlich gewundert, wie zum Teufel das mit dem angegeben Abstand zwischen Oben und Unten funktionieren sollte. Tückisch dabei war auch, dass der Mechanismus nur im montierten Zustand funktioniert. Wenn man ein Teil in der Hand hat, fällt einem nichts auf.

Viel besser (zumindest bis eines der Teil abfällt) ist der Klorollenhalter von nie wieder bohren. Die Anleitung ist ziemlich präzise, ebenso wie die Anwendung. Ziemlich gut ist auch die Vorgehensweise, vor dem eigentlichen Kleber die Halterung mit einem doppelseitigen Kleber zu fixieren. IKEA hat in der Hinsicht noch viel Spielraum für Verbesserungen.

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